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Blaufeuer

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Es herrscht Ebbe an der Nordsee. Der Bootsbauer Erik Flecker fährt mit dem Jeep ins Watt hinaus, um eine Boje zu reparieren. Was als Routinearbeit beginnt, wird zum blutigen Kampf um Leben und Tod. Und ein Gewinner steht von Anfang an fest: die Flut. Nichts ist ohne Glanz, wenn das Meer am Ende des Tages die Sonne verschlingt ... Und der Tod? Janne Flecker hat sich bei den zweiten Geigen der Deutschen Philharmonie komfortabel eingerichtet. Da erschüttert die Nachricht vom Tod des Bruders Erik ihre Welt. In der Heimatstadt Cuxhaven erfährt Janne, dass ihr Bruder nicht durch einen Unfall ums Leben kam - er wurde Opfer eines grausamen Verbrechens im Watt. Die Tat stürzt Jannes Familie in tiefe Trauer und macht die ganze Stadt an der Nordseeküste ratlos. Wer könnte einen Grund gehabt haben, den allseits beliebten Juniorchef der Jachtenwerft so sadistisch hinzurichten? Dann überschlagen sich bei Eriks Beerdigung die Ereignisse. Und der Vater Paul bittet Janne um einen Gefallen, der ihr Leben nicht nur umkrempeln, sondern es auch in größte Gefahr bringen wird.

317 pages, Hardcover

First published March 1, 2008

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Alexandra Kui

17 books1 follower

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September 1, 2019
Der Zerfall einer Familie

Buchmeinung zu Alexandra Kui – Blaufeuer

„Blaufeuer“ ist ein Roman von Alexandra Kui, der 2008 bei Hoffmann und Campe erschienen ist.

Zum Autor:
Alexandra Kui wurde 1973 in Buxtehude geboren. Sie studierte in Hamburg und arbeitete für verschiedene Tageszeitungen, bevor sie ihren ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt sie als Autorin, Musikerin und Journalistin auf der Geest bei Hamburg. Blaufeuer ist ihr viertes Buch.

Klappentext:
Es herrscht Ebbe an der Nordsee. Der Bootsbauer Erik Flecker fährt mit dem Jeep ins Watt hinaus, um eine Boje zu reparieren. Was als Routinearbeit beginnt, wird zum blutigen Kampf um Leben und Tod. Und ein Gewinner steht von Anfang an fest: die Flut.
Nichts ist ohne Glanz, wenn das Meer am Ende des Tages die Sonne verschlingt. Und der Tod?
Janne Flecker hat sich bei den zweiten Geigen der Deutschen Philharmonie komfortabel eingerichtet. Da erschüttert die Nachricht vom Tod des Bruders Erik ihre Welt. In der Heimatstadt Cuxhaven erfährt Janne, dass ihr Bruder nicht durch einen Unfall ums Leben kam - er wurde Opfer eines grausamen Verbrechens im Watt. Die Tat stürzt Jannes Familie in tiefe Trauer und macht die ganze Stadt an der Nordseeküste ratlos. Wer könnte einen Grund gehabt haben, den allseits beliebten Juniorchef der Jachtenwerft so sadistisch hinzurichten? Dann überschlagen sich bei Eriks Beerdigung die Ereignisse. Und der Vater Paul bittet Janne um einen Gefallen, der ihr Leben nicht nur umkrempeln, sondern es auch in größte Gefahr bringen wird.

Meine Meinung:
Zu Beginn hat mich dieses Buch abgeschreckt. Die Hauptfigur Janne Flecker, die bis auf kurze Abschnitte, in denen Paul Flecker den Ich-Erzähler gibt, als erzählende Person handelt, war mir sofort unsympathisch. Ihre soziale Kompetenz ist sehr gering und es stört sie überhaupt nicht. Auch die anderen Familienmitglieder sind aus ähnlichem Holz geschnitzt. Der Leser wird Zeuge einer zerfallenden Familie und Janne beginnt nach den Ursachen zu forschen. Paul erleidet einen Schlaganfall, lässt den Leser aber immer wieder an seinen Gedanken teilhaben. Janne findet Unterstützung bei einem pensionierten Mitarbeiter ihres Vaters, der aber über die Vergangenheit schweigt. Der Kriminalfall tritt weitgehend in den Hintergrund und das Beziehungsgeflecht in den Vordergrund. Während Janne sich in ihre Aufgabe rein beißt, öffnet sie sich zusehends. Je dunkler die Vergangenheit ihrer Familie erscheint, desto normaler wird Janne.

Fazit:
Als Krimi ist das Buch eine Enttäuschung, aber als Roman über eine zerfallende Familie hat es mich überzeugt. Deshalb vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und eine Leseempfehlung für Romanfreunde.
74 reviews
September 7, 2024
"Ein Roman mit einem unheimlichen Sog, der an die große Kriminalliteratur Skandinaviens erinnert". Der Klappentext des Verlages weckt meines Erachtens beim Leser falsche Erwartungen. Denn als Kriminalroman ist das Buch eine Enttäuschung. Wer ein Familiendrama mit zeitgeschichtlichem Hintergrund und sperrigen Charakteren von der Nordseeküste lesen möchte, findet dagegen eine recht gut und spannend, wenn auch nicht immer plausibel erzählte Geschichte.

Die perfide Ermordung des Bruders der Protagonistin führt zum Zerfall einer Unternehmerfamilie, deren Kitt schon vorher mürbe war. Der Roman ist nicht wirklich ein Krimi, auch wenn ein Verbrechen am Anfang steht und sich weitere Taten andeuten. Der Kriminalfall, der durchaus spannend eingeflochten ist, dient der Autorin als Aufhänger für ein Familiendrama. In diesem bleiben die Charaktere weitgehend fremd und unnahbar. Das gilt nicht zuletzt für die Protagonistin, Janne. Diese kreist vornehmlich um ihre eigenen Probleme, und stößt regelmäßig ihre Mitmenschen vor den Kopf, indem sie ihnen zu verstehen gibt, dass sich ihr sonstwo vorbeigehen. Sie selbst ist eher mimosenhaft und fordert Beachtung ein, für die sie nichts investiert. Wirft ihrer Umwelt Larmoyanz vor und zerfließt über Seiten in Selbstmitleid. Insofern bleibt sie dann umgekehrt mir als Leser gleichgültig. Das ist aus meiner Sicht der größte Schwachpunkt des Romans: man schaut dem Drama eher unbeteiligt von der Seitenlinie zu und freut sich, diese Menschen nicht kennenlernen zu müssen.
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