Das Buch entwirft eine Grundlegung der Padagogik bei Beeintrachtigungen der emotionalen und sozialen Entwicklung, die psychoanalytische und systemische Perspektiven verbindet. Nahtstelle ist die Themenzentrierte Interaktion nach Ruth C. Cohn als professionelles Konzept padagogischen Handelns. Es bezieht Erziehung konsequent auf die gleichzeitige Entwicklung von Autonomie und Interdependenz. Zur Entfaltung dieses Ansatzes werden Wissensbestande und Theorien aus der psychoanalytischen Selbstpsychologie, der Neuropsychologie, der Systemtheorie Luhmanns und der Theorie Kommunikativen Handelns nach Habermas herangezogen. Es wird geklart, wie die Entscheidungsfahigkeit des Menschen und die Sinnhaftigkeit menschlichen Verhaltens begrundbar ist. Die theoretische Argumentation wird immer wieder durch Fallbeispiele aus der Praxis der Erziehungshilfe illustriert. Auf dieser Grundlage gelingt es, Grundformen padagogischen Handelns zu prazisieren.