Diplomarbeit, die am 01.09.1997 erfolgreich an einer Universität in Deutschland eingereicht wurde. Die gestiegene Zahl von Unternehmenszusammenschlüssen im Rahmen einer verstärkten externen Diversifikationsbewegung (Ausweitung der Geschäftstätigkeit in neue, oft branchenunverbundene Bereiche) hat in der Vergangenheit die Unternehmenslandschaft in allen Industrieländern stark verändert. In der BRD sind beispielsweise RWE durch Akquisition der Deutschen Texaco (heute DEA), VIAG durch Übernahme von Klöckner & CO. und Daimler Benz durch den Kauf von AEG und MBB über ihr traditionelles Kerngeschäft hinaus expandiert. Gang der Die vorliegende finanzwirtschaftliche Arbeit untersucht Chancen und Risiken solcher Unternehmensübernahmen hinsichtlich der möglichen Entwicklung des Marktwertes und damit insbesondere auch der Aktienrenditen. Es werden theoretische Marktwerteinflüsse in vollkommenen und unvollkommene Kapitalmärkten betrachtet, wobei verschiedene Synergieeffekte, Konkursrisiko- und Verschuldungsaspekte, Transaktions- und Informations-kosten sowie steuerliche Gesichtspunkte hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Rendite oder Unternehmensrisiko untersucht werden. Der zweite Teil der Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendung der Erkenntnisse der Principal-Agent-Problematik (Nutzenmaximierung des Managements), die durch Trennung von Eigentum und Leitung in einer Unternehmung begründet wird. In diesem Zusammenhang wird die Bedeutung des Cash-Flow, der Wachstumsmöglichkeiten und der Verschuldung einer Unternehmung zur Beurteilung einer Diversifikation durch Unternehmensübernahme betrachtet. Desweiteren widmet sich die Arbeit den Disziplinierungsmechanismen Aktienbesitz des Managements und dem Markt für Unternehmenskontrolle zur Herstellung einer Interessenkongruenz zwischen Unternehmensleitung und Kapitalgebern bei Übernahmeentscheidungen. Neben der theoretischen Darstellung vermittelt auch eine Vielzahl empirischer Untersuchungs..