Das Elucidarium, ein im Mittelalter weit verbreitetes Handbuch des Glaubenswissens, diente der Vermittlung theologischen Wissens sowohl an den Klerus als auch an ein interessiertes Laienpublikum. Honorius Augustodunensis wollte mit seinem Elucidarium den Mitbrudern im Kloster Hilfestellung bei dogmatischen Fragen leisten; auch konnte der Geistliche in diesem Handbuch Material fur seine praktische Tatigkeit so diente das Elucidarium beispielsweise als Fundgrube fur die einfachere Predigt vor einem Laienpublikum. Dieser Band analysiert am Beispiel des Elucidariums den Ubergang vom lateinischen Ursprungstext zur Volkssprache, in den Beitragen werden dabei sowohl die franzosische, italienische, spanische als auch die englische Adaption untersucht - unter diesem Aspekt stellt die Untersuchung auch eine mentalitatsgeschichtlich orientierte Fallstudie dar.