Im Unterschied zu den auch viele Städte Bayerns und Österreichs behandelnden Bänden „Kleine Stadtgeschichte“ aus dem Regensburger Pustet Verlag sind die „Kleinen Geschichten“ vom schwäbischen DRW Verlag (dieses hier war zuerst noch bei G. Braun in Karlsruhe erschienen) etwas luxuriöser aufgemacht gewesen: gebunden, etwas mehr Seiten, klarere Bilder, mehr Textkästen. Und sie haben sich eindeutig auf Baden-Württemberg und die Pfalz konzentriert. Auch mit umfassenden Überblicksbändchen wie „Kleine Geschichte der Juden“ oder „Kleine Geschichte der Auswanderung“.
Adams Band befasst sich mit einer vielfach übersehenen Landschaft im Schatten der Großstädte und des Tourismus, die auch nie zu den, das spätere Baden-Württemberg prägenden Ländern wie Pfalz, Baden, Württemberg, Vorderösterreich, Hohenlohe, Fürstenberg gehört hatte, sondern immer schon höchst kleinteilig zersplittert gewesen ist. Auch was die Glaubensbekenntnisse angeht. Weder richtig pfälzisch, noch schwäbisch, noch fränkisch. Der Autor legt eine bewundernswerte Leistung vor, in all dem Kuddelmuddel klare Linien zu erkennen, alles durchzuarbeiten und zu konzentrieren. Er gefällt mit Lockerheit und Eingängigkeit seines Schreibstils. Von dieser Schreibe hätte sich so mancher brave Archivar und Lokalhistoriker anderer Bände eine Scheibe abschneiden können!