Der Zauberkünstler »Magic Landini« wird während seines Live-Interviews vor dem Bergisch Gladbacher Rathaus von einem Motorrad aus erschossen - mit einer Armbrust. Privatdetektiv Rott, wie immer in akuter Geldnot, sieht seine Er will den Mörder vor der Polizei finden und dadurch ganz groß rauskommen. Doch leider hat er schlechte Die Staatsgewalt hat bald einen Verdächtigen parat, und Rott scheint der Verlierer zu sein - bis ein zweiter Mord geschieht.
Der Mann bremste zuerst. Er hielt auf der linken Seite der Straße an einer Abzweigung. Nur Sekunden später kam die Frau aus dem Wald, brachte ihr Fahrrad ebenfalls zum Stehen und sah sich um. Die einsame Kreisstraße, die sie von Wipperfürth aus hier heraufgeführt hatte, blieb auf der Höhe und säumte den Waldrand. Ein kurzer Blick, ein Nicken, dann war die Entscheidung gefallen. Sie würden den romantischeren Weg ins Tal einschlagen, der in großem Bogen durch Weiden, vorbei an einem abseits gelegenen Bauernhof verlief.
Der Text fühlt sich ziemlich retro an: jemand kann sich kein Handy leisten... (heutzutage ist anständiges Essen schwerer zu bezahlen als ein Handy) - Bustickets am Kiosk kaufen - Telefonieren in der Telefonzelle - Straßenkarten ... ich hätte das in den 90er Jahren eingeordnet, aber die Geschichte spielt 2005.
Warum muss Rott immer so abgebrannt sein? Am Ende jedes Krimis hat er eine Menge Kohle, und am Anfang des nächsten ist er wieder total pleite. Offenbar macht er zwischen den Romanen gar nichts. Das ist nicht realistisch. Und es wird langsam langweilig.
Langweilig fand ich auch die zahl- und endlosen Wegbeschreibungen. Ist ja vielleicht ganz witzig, wenn man in der Nähe dieser Tankstelle oder jenes Bäckers selber wohnt... aber ansonsten: obwohl ich durchaus häufiger im Bergischen Land unterwegs war, hätte ich gut auf diese NaviTexte verzichten können. Welcher Regiokrimiautor hat eigentlich mit der Marotte angefangen, jedes Abbiegen an jeder Straßenecke zu beschreiben? Geht das auf die Venedig-Krimis von Donna Leon zurück? Auch da wollte ich spätestens beim zehnten Band nicht mehr so genau wissen durch welche Kanäle das Vaporetto fährt...
Nichtsdestowenigertrotz: in der exponentiell wachsenden Riege der Regionalkrimiautoren zeichnet sich Oliver Buslau immerhin dadurch aus, dass er recht ordentlich schreiben kann.