Conny Pyper jobbt ziemlich lustlos in einem Copyshop, in dem die Kopierer wie Star-Wars- Figuren heißen und auch sonst alle ein bisschen verrückt spielen. Han Solo ist häufiger mal kaputt und macht Sachen, die er nicht sollte, aber wenn Connys Chef versucht, ihn zu reparieren, wird es meist noch schlimmer. Alle paar Wochen kommt der schüchterne Schriftsteller Anno in den Laden, um ein Manuskript ausdrucken zu lassen. Conny wirft heimlich einen etwas zu neugierigen Blick auf Anno und seine Geschichte – und weil sie das Ende so traurig findet wie den Autor, beschließt sie, etwas zu unternehmen ...
Eine Liebesgeschichte, die in einem Copyshop spielt? Das mutet erst einmal mehr als merkwürdig an, doch Kriss Rudolph hat es geschafft, eine amüsante Geschichte zu stricken, die mit kleinen Geheimnissen aufwartet und durch spannende Charaktere überzeugt. Im Zentrum steht das Manuskript eines geheimen Autors, welches Conny findet und von dem sie sofort gefesselt ist. Das kann wohl jeder Leser nachempfinden, denn es gibt wohl kaum etwas Spannenderes.
Der Schreibstil ist eher leicht und locker, passt aber perfekt zur Geschichte. Conny ist ein interessanter Charakter. Ist sie doch vehement gegen typische Frauenromane, lebt jedoch selber einen. Doch man kann sich einfach gut in sie hineinversetzen, ist sie doch eine typische Frau mit ein paar Kilos zu viel und natürlich Buchvernarrt. Witzige und ziemlich nerdige Situationen lockern die Geschichte zudem gekonnt auf, sodass man einfach gut unterhalten wird. Sicherlich nicht der innovativste Roman, jedoch ziemlich unterhaltsam.
Ein vergnüglicher Roman, der einfach gut unterhalten kann und durch eine herrlich normale Hauptperson überzeugt und den nötigen Schuss Nerdigkeit hat.