Das Anthropozän ist das Zeitalter, in dem menschliches Handeln zum wichtigsten Einflussfaktor auf die geophysikalischen Prozesse der Erde geworden ist – mit gravierenden Klimakrise, Artensterben, Vergiftung von Böden, Wasser und Luft. Was das Anthropozän für die Gesellschaftstheorie bedeutet, ist noch weitgehend unklar. Die Beiträge dieses Bandes entwerfen Konzepte, wie Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Natur im Zeitalter des Menschen gesellschaftstheoretisch zu denken sind.Mit Beiträgen von Frank Adloff, Sören Altstaedt, Katharina Block, Christophe Bonneuil, Dipesh Chakrabarty, Benno Fladvad, Henning Laux, Barbara Muraca, Sighard Neckel und Jürgen Scheffran.
Ein Sammelband darüber, wo die Soziologie und weitere gesellschaftstheoretische Betrachtungen angesichts des diagnostizierten Anthropozäns noch verorten (können). Dieser, so wird es in der Einleitung beschrieben, bringt fundamentale Probleme für die Disziplin mit sich, fordert er beispielsweise den Natur-Kultur Dualismus und das Verhältnis von Natur zu Gesellschaft heraus. Beiträge von Chakrabarty (Planet als notwendige Kategorie), Adloff (wir stehen vor einer Dezentrierungsaufgabe), Muraca (Dekolonisierung der Diskussion), Block (wir brauchen mehr Care) und anderen diskutieren den Stand der Gesellschaftstheorie.