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Die Gerichtsärztin #2

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin: Die Schwabinger Morde

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Ein toter Säugling, eine falsche Ehefrau – Anna und Fritz ermitteln im Schwabinger Künstlermilieu
1914: Anna Zech ist die einzige Frau in der Münchener Gerichtsmedizin. Mit dem adeligen Skandalreporter Fritz von Weynand verbindet sie eine tiefe Freundschaft, und mehr sollte es für den verheirateten Fritz und die aus einfachen Verhältnissen stammende Anna eigentlich auch nicht werden. Als in einem Hinterhof im Schwabinger Künstlerviertel ein toter Säugling gefunden wird, beginnt Fritz für seine Zeitung zu recherchieren. Anna macht diese Leichenschau sehr traurig und gleichzeitig wütend. Gemeinsam mit Fritz beginnt sie zu ermitteln, da stirbt der einzige Zeuge. Die intensive Suche nach der Mutter des Kindes bringt Anna und Fritz einander näher. Bis der Krieg ausbricht.

432 pages, Paperback

First published July 27, 2023

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Petra Aicher

3 books

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Displaying 1 - 21 of 21 reviews
Profile Image for Azyria Sun.
625 reviews4 followers
September 15, 2023
Geniale Fortsetzung der Serie

Worum geht’s?
München 1914: In einem Hinterhof wird ein toter Säugling gefunden. Von der Mutter keine Spur. Die Gerichtsmedizin untersucht das tote Kind, was Anna sehr ans Herz geht. Der Fall beschäftigt sie so sehr, dass Friedrich von Weynand alias Fritz Nachtwey beginnt, Nachforschungen anzustellen. Als plötzlich eine weitere Tote auftaucht, werden die Ermittlungen immer rasanter und gefährlicher.

Meine Meinung:
„Fräulein Anna Gerichtsmedizin – Die Schwabinger Morde“ (Ullstein Buchverlage, 07/2023) von Petra Aicher ist bereits der zweite Fall für Anna und Friedrich/Fritz. Auch hier hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gefallen. Ich mag ihre Art, die Personen und Orte zu beschreiben und zum Leben zu erwecken sehr. Dieser Schreibstil ist es auch, der dieses Buch für mich zu einem Pageturner gemacht haben.

Doch nicht nur der Schreibstil, auch die Dynamik zwischen den Protagonisten, insbesondere zwischen Fritz und Anna, und die Protagonisten selbst gefallen mir außerordentlich gut! Ich mag es, die Entwicklung der Personen zu verfolgen, sowohl die persönliche Entwicklung als auch die zwischen den einzelnen Protagonisten. Zwischen Fritz und Anna, Christiane und Annas kleiner Schwester Franzi, aber auch zwischen Fritz und den Polizisten. Alle wachsen irgendwie immer mehr zusammen und mir mehr ans Herz, je besser ich alle kennenlerne.

Was mir auch sehr gefällt, ist der Wechsel zwischen den wirklich spannenden Fällen, denen in diesem Roman nachgegangen wird und dem Leben in der damaligen Zeit. Wir erleben die Schattenseiten des Ersten Weltkrieges genauso mit wie das Leben der daheimgebliebenen Bevölkerung, die versucht, über die Runden zu kommen. Zwischen den Armen und den Reichen sowie den Künstlern. Auch das Nachtleben und das Leben der Schauspieler ist interessant. Hier hat die Autorin auf spannende Art und Weise Fakten und Fiktion vermischt und das Buch zu einem wahren Leseerlebnis gemacht, das sowohl geschichtliche Eindrücke vermittelt, als auch einen Spannungsbogen aufweist, der – obwohl Roman – wirklich einzigartig ist. Ich mochte es, die Ermittlungsarbeit mitzuverfolgen. Die Arbeit der Gerichtsmedizin kam diesmal auch mehr zum Zug, als im ersten Fall, kurz: Ich habe einfach alles an diesem Buch geliebt! Die Ermittlungen, die Ausflüge ins Nachtleben, die Polizeiarbeit auf der einen sowie die Nachforschungen von Fritz auf der anderen Seite und das alles total authentisch in den 1914er Jahren. Das Buch hat mich wirklich mitgerissen und ich fiebere schon jetzt dem nächsten Fall von Anna und Fritz entgegen und auch, wie es persönlich mit ihnen weitergeht. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!

Fazit:
Mit „Fräulein Anna Gerichtsmedizin – Die Schwabinger Morde“ hat mich die Autorin vollends von der historischen Romanserie um Anna und Fritz/Friedrich überzeugt. Die Mischung aus geschichtlichen Fakten und Fiktion, das Miterleben der Ermittlungen und Nachforschungen in den 1914er Jahren waren perfekt und authentisch. Die Protagonisten sind mir sowieso schon seit dem ersten Band ans Herz gewachsen und es ist einfach nur schön, ihre Entwicklung mitzuverfolgen. Wir hatten eine tolle Spannungskurve, einen genialen Showdown und das Buch war für mich ein absoluter Pageturner!

Ganz klare 5 Sterne von mir und ich fiebere schon jetzt dem dritten Teil der Serie entgegen!
Profile Image for Gitti.
1,173 reviews
September 11, 2023
Als eines Tages ein toter Säugling in der Gerichtsmedizin eingeliefert wird, nimmt das alle sehr mit. Fritz von Weynand verspricht Anna sich umzuhören, um die Mutter des totgeborenen Säuglings ausfindig zu machen. Dabei decken sie aber nur Ungereimtheiten auf und als ein schwangeres Mädchen stirbt wird die Sache noch rätselhafter.

Anna und Fritz sind weiterhin miteinander befreundet, Annas Schwester Franziska lebt mittlerweile dauerhaft in München und hat sich an ihrer Schule gut eingelebt. Wir begleiten also nicht nur Anna und Fritz bei ihren Ermittlungen, sondern auch Franziska und Christiane von Arnsberg, die Franziska fördern will und dabei nicht immer diplomatisch vorgeht.

Das Buch ist diesmal mehr ein Krimi zeigt aber eben auch gleichzeitig ein gesellschaftliches Bild von München zum Beginn des ersten Weltkriegs. Es geht immer wieder darum, dass gerade Männer, die „anders“ sind bespitzelt und bevorzugt an die Front geschickt werden. Und auch darum, dass Frauen in dieser Männerbestimmten Welt kaum eine Chance auf persönliche Freiheit und Chancen haben.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Kriminalgeschichte war sehr spannend und verwickelt, da war es wirklich nicht leicht zu erraten was denn nun passiert ist. Hier überrascht die Autorin wirklich mit der Auflösung. Und auch die persönliche Entwicklung von Anna, Fritz und eben auch Franziska hat mir gut gefallen. Fritz merkt langsam dass ihm angesichts der Toten und Verletzen des Krieges der Zynismus abhanden kommt und Anna muss lernen, dass Franziska wohl eine Zukunft offen stehen könnte, von der sie nur träumen kann.

Auch Onkel Ludwig ermittelt wieder mit zusammen mit Martin Stöttner. Die beiden müssen auch feststellen, dass sowohl Anna als auch Fritz, besonders als sein Alter Ego Fritz Nachtwey manchmal bei Ermittlungen hilfreicher sind als die Offiziellen.

Ich hoffe sehr, dass es weitere Bücher aus dieser Reihe geben wird. Mir gefällt die Konstellation sehr gut und ich möchte doch auch wissen, wie es wohl in der Gerichtsmedizin mit den beiden Ärzten weitergehen wird.

Von mir daher eine Leseempfehlung auch für diesen Band der Reihe.
Profile Image for Wiebke.
692 reviews4 followers
October 15, 2023
Spannende Fortsetzung

1914: Anna Zech ist die einzige Frau in der Münchener Gerichtsmedizin. Mit dem adeligen Skandalreporter Fritz von Weynand verbindet sie eine tiefe Freundschaft, und mehr sollte es für den verheirateten Fritz und die aus einfachen Verhältnissen stammende Anna eigentlich auch nicht werden. Als in einem Hinterhof im Schwabinger Künstlerviertel ein toter Säugling gefunden wird, beginnt Fritz für seine Zeitung zu recherchieren. Anna macht diese Leichenschau sehr traurig und gleichzeitig wütend. Gemeinsam mit Fritz beginnt sie zu ermitteln, da stirbt der einzige Zeuge. Die intensive Suche nach der Mutter des Kindes bringt Anna und Fritz einander näher. Bis der Krieg ausbricht.

„Fräulein Anna, Gerichtsmedizin – Die schwabinger Morde“ ist der zweite Band der Gerichtsärztinnen-Reihe von Petra Aicher. Man muss den ersten Band nicht kennen, um die Geschichte zu lesen.
Die Story setzt zwei Jahre nach Band eins an und für Anna und Fritz hat sich nicht so viel geändert. Anna arbeitet immer noch sehr kompetent in der Gerichtsmedizin und Fritz ist mal reicher Unternehmersohn und dann wieder als Skandalreporter Fritz Nachtway unterwegs.
Als ein toter Säugling in einem Hinterhof gefunden wird, lässt beiden dieser Fund keine Ruhe. Und während sie immer tiefer in das Geschehen gezogen werden, wird alles immer verworrener und gefährlicher für die beiden.
Gleichzeitig muss sich Anna um ihre kleine Schwester kümmern und auch der Krieg bringt das Land aus dem Gleichgewicht.
Petra Aicher hat einen wirklich fesselnden Schreibstil. Sie beschreibt nicht nur die Figuren sehr nahbar, sondern auch ihre Lebensumstände so, als wäre der Leser direkt dabei.
Sie recherchiert richtig gut und verpackt all das interessante Wissen in eine fesselnde und zeitgleich auch irgendwie informative Geschichte.
Der Fall um die schwabinger Morde hat es echt in sich, denn nichts ist wie es scheint, viele Dinge werden verschwiegen und es fehlt durch den Krieg an Leuten. Fritz muss dazu auch noch die Leitung seiner Zeitung abgeben.
Der Autorin gelingt der Spagat zwischen Hauptgeschichte und kleineren Nebenhandlungen durchweg gut, so dass ich immer weiterlesen wollte, weil jeder Strang mich interessiert hat.
Anna und Fritz machen gute Charakterentwicklungen durch, die direkt positiv auffallen und auch glaubhaft rüberkommen. Genauso toll entwickelt sich auch die Freundschaft der beiden.
Der Autorin ist hier einfach ein in sich spannender, vielfältiger historischer Krimi gelungen, der mich von vorne bis hinten begeistert hat.
Ich freue mich schon auf weitere Fortsetzungen.
194 reviews
July 25, 2023
Der neue Roman von Petra Aicher setzt die Erlebnisse eines ungleichen Ermittler-Duos vor dem Hintergrund des frühen 20. Jahrhunderts fort. Anna Zech, mittlerweile gut etablierte Assistentin am gerichtsmedizinischen Institut in München und Freiherr Friedrich von Weynand, verarmter aber reich verheirateter bayrischer Adeliger bzw. sein Alter Ego, Klatschreporter Fritz Nachtwey, geraten erneut in einen spannenden Krimi.
Als zu Beginn des 1. Weltkriegs im Münchner Künstlerviertel Schwabing erst ein totes Neugeborenes und etwas später eine schwangere junge Frau tot aufgefunden werden, machen sich Anna, inzwischen gut in ihrem Leben in der Großstadt etabliert, und der immer noch unglücklich verheiratete, sein Doppelleben führende Friedrich daran, diese scheinbar zusammenhanglosen Fälle aufzudecken. Sie stoßen dabei auf Geschehnisse, die nicht nur ein mehr als schlechtes Bild des Umgangs mit den damals als Verbrecher geltenden queeren Menschen werfen, sie enthüllen auch die tragischen und verblüffenden Hintergründe eines Selbstmordes.
Auch das Privatleben der beiden Protagonisten kommt nicht zu kurz und bietet wieder wunderbare Einblicke in die damalige Klassengesellschaft, kommen Anna und Friedrich doch aus völlig verschiedenen Kreisen. Trotzdem vertieft sich die Freundschaft, die den gängigen Konventionen widerspricht. Und dann ist da auch noch Anna's jüngere, bei ihr lebende Schwester, deren Besuch einer höheren Mädchenschule von einer Freundin Friedrichs gesponsert wird, die dem „biedermeierlichen" Verhalten ihrer Schwester wenig abzugewinnen vermag…
Dies alles schildert die Autorin sehr kenntnisreich, mit leisem Humor und bildhafter Sprache, so dass man wunderbar mitten in's Geschehen eintauchen kann. Solide Fakten und anschauliche Beschreibungen mit leichten Ausflügen in münchner Mundart lassen den Leser teilhaben an der Entwicklung einer unkonventionellen Freundschaft, die trotz aller Gegensätze Bestand hat. Dabei entsteht wie nebenbei ein faszinierendes Sittenbild des frühen 20. Jahrhunderts, mit allen menschlichem Höhen und Tiefen, verbunden mit einer sehr spannenden Kriminalgeschichte.
Diese sehr gelungene Mischung aus Historie und Krimi ist uneingeschränkt empfehlenswert!
Profile Image for JoanStef.
357 reviews
August 7, 2023
Überzeugend recherchiert - mit Tiefe erzählt

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin: die Schwabinger Morde - (2. Band der Gerichtsärztin)
wurde am 27. Juli 2023 durch den Ullstein Verlag veröffentlicht.

Das Cover ist wirklich absolut stilecht für Genre sowie die damalige Zeitepoche. Dieses Cover geht konform mit dem ersten Band und ist somit sehr stimmig.

Zum Inhalt:
Wir sind in der Gerichtsmedizin, München 1914. Fräulein Anna ist die einzige weibliche Angestellte in der Gerichtsmedizin. Heute wird sie mit einem toten Säugling und seiner Leidensgeschichte konfrontiert. Gemeinsam mit Fritz von Weynand, einem Boulevard Reporter versucht sie die Geschehen rund um den Tod des Kindes aufzudecken. Als wäre das nicht schon schlimm genug, bricht auch noch der Krieg aus.

Die Schriftstellerin Petra Aicher ist Münchnerin und liebt es Geschichten in ihrer Stadt zu erforschen um dann Geschichten erzählen zu können.

Mein Leseerlebnis:

Ich kannte die Reihe bisher nicht. Meine Erwartungen waren ehrlicherweise unspezifisch. Ich wollte aufgrund des Covers, unbedingt erfahren, wie diese Geschichte mir gefallen würde. Zumal ich selten Romane aus dieser Epoche lese. Auch hoffte ich, dass der Roman keine Klischees bedienen würde.
Erzählstil:
es ist mir super leicht gefallen in die Story einzusteigen. Schon nach wenigen Zeilen war ich wie gefesselt von der beschriebenen Situation, der Hauptprotagonistin und dem Ambiente.
Personen & Research:
Die Charaktere werden sorgfältig gezeichnet und durch die Wortwahl regelrecht lebendig.
Die gesellschaftlichen Ein - & Ausgrenzungen, die Vorurteile und der Enthusiasmus, alles wurde mit großer Sorgfalt recherchiert und gekonnt in die Geschichte integriert.
Zusammenfassung:
Ein super gut lesbarer Roman, der die Eigenheiten der Zeitepoche widerspiegelt und die menschlichen Vorurteile dem Leser/in realistisch nahebringt, ohne belehrend zu wirken.
Fazit:
Ich vergebe überzeugte sehr gute 5* Lesesterne für diesen spannenden Gesellschaftsroman.
Meine Empfehlung gilt allen Lesebegeisterten, die gern in anderen Zeitepochen eintauchen möchten.

ISDN: B0BJW6JPKT
Verlag: Ullstein
Veröffentlichung: 27. Juli 2023
Profile Image for Petra Sch..
392 reviews2 followers
August 12, 2023
gelungene Fortsetzung der historischen Krimi-Reihe um eine junge Obduktionsassistentin

In Band zwei der "Fräulein Anna, Gerichtsmedizin"-Reihe werden im München des Jahres 1914 ein toter Säugling in einem Hinterhof im Stadtteil Schwabing gefunden. Doch wo ist die Mutter des Säuglings?

Es war wundervoll, wieder in die Welt der jungen Obduktionsassistentin Anna Zech und ihres guten Bekannten, des Adeligen Friedrich von Weynand, der sich als Journalist Fritz Nachtwey nennt, einzutauchen.
Ich mag den mitreißenden Schreibstil und die authentische Darstellung der damaligen Lebensweise dieser Reihe besonders gern!
Und natürlich hat die Autorin mit Anna eine sympathische und taffe Protagonistin geschaffen. Auch mit Fritz bin ich diesmal wärmer geworden, denn er entwickelt sich charakterlich weiter und ist nicht nur damit einverstanden, ernsthaften Journalismus zu betreiben, sondern er ist auch mitfühlend und empathisch.
Auch das Geplänkel zwischen den beiden wird intensiver, und wer weiß, was sich in folgenden Bänden noch ergibt.

Die Geschichte reflektiert das Leben in früheren Zeiten; die großen Probleme unverheirateter Frauen, schwanger zu werden und das Kind dann illegal abtreiben zu müssen, sowie die verpönte und mit Strafe belegte Homosexualität sind große Themen in dem Buch.
Besonders gut haben mir die Darstellung der damaligen Lebensumstände, die sozialen Gefüge, das Leben in Künstlerkreisen, die Spitzelei zu Kriegszeiten, die technischen Fortschritte und natürlich auch die Verwebung von fiktiver Handlung und historischen Ereignissen gefallen.
Die Geschichte spielt zu Beginn des Ersten Weltkriegs und man erfährt, wie große Euphorie oder Hass und Wut über den Krieg die Bevölkerung entzweit und wie einige Männer versuchen, sich (verständlicherweise) vor dem Kriegsdienst zu drücken.
Selbstverständlich war auch die Darstellung und der Fortschritt der damaligen Gerichtsmedizin sowie Kriminalistik interessant und fesselnd und die Auflösung des Falls ist hervorragend gelungen!


Fazit:
Gelungene Fortsetzung um die sympathische und taffe Obduktionsassistentin Anna Zech und den Journalisten Fritz von Weynand im Jahr 1914 mit vielen historischen Details. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall!
Profile Image for Elke Sonne.
527 reviews
July 14, 2023
Spannender historischer Roman

„Fräulein Anna, Gerichtsmedizin: Die Schwabinger Morde“ ist nach „Die Prinzregentenmorde“ der zweite Band mit den Protagonisten Anna und Fritz der in München lebenden Autorin Petra Aicher.

Anna Zech ist Krankenschwester und arbeitet in der Gerichtsmedizin. Fritz von Weynand ist Journalist. Während Anna aus einfachen Verhältnissen stammt, ist Fritz adelig und gehört der gehobenen Gesellschaft Münchens an. Beide verbindet eine innige Freundschaft.

Die Handlung beginnt 1914. In einem Münchener Hinterhof wird ein toter Säugling gefunden und Anna wird zum Fundort gerufen. Der Tod des unschuldigen Kindes berührt sie zutiefst und macht sie zugleich wütend. Gemeinsam mit Fritz versucht sie herauszufinden, was passiert ist.

Der Schreibstil von Petra Aicher ist lebendig und schon nach wenigen Seiten habe ich mich zeitlich um mehr als 100 Jahre zurückversetzt gefühlt. Der Erste Weltkrieg hat gerade begonnen, seine Schrecken und die düstere Atmosphäre, die damit einhergeht wird spürbar. Dabei geht die Autorin auch auf die unterschiedlichen Ansichten der Bevölkerung bezüglich dieses Krieges ein, so dass alles erschreckend nah und greifbar wird. Durch historische Details merkt man, dass die Autorin ausgiebig recherchiert haben muss. Wer sich in München auskennt, wird auch merken, dass die Petra Aicher Ortskenntnisse besitzt. Sie benennt und beschreibt die Handlungsorte so genau, dass ich stets alles vor Augen hatte.

Der Fall um den Säugling ist spannend und ich habe Anna und Fritz gerne bei ihren Ermittlungen begleitet, um auch selbst ein wenig mitzurätseln.

Zum Verständnis des Kriminalfalls sind keine Vorkenntnisse aus dem vorherigen Band notwendig. Allerdings lohnt sich dieser nicht nur weil er ebenso spannend ist wie dieser, sondern auch, weil es interessant ist die Entwicklung der Protagonisten zu verfolgen.

Ich kann diesen historischen Kriminalfall Liebhabern historischer Romane, Krimifans und Lesern, die München mögen nur empfehlen.
Profile Image for Hexenaugen.
163 reviews
July 31, 2023
Meinung:

Nachdem ein totes Baby in der Gerichtsmedizin untersucht wurde, ermitteln Anna und der Reporter Fritz Nachtwey, alias Fritz von Weynand wieder gemeinsam. Zusammen wollen sie herausfinden, was es mit dem toten Säugling auf sich hat und geraten von einer Sackgasse in die nächste.
Da es nicht bei einem Leichenfund bleibt, ermittelt die Polizei.
Eine weitere tote, junge, schwangere Frau wirft ebenfalls mehr Fragen als Antworten auf und Anna und Fritz wollen herausfinden, was die zwei Fälle gemeinsam haben.
Die Geschichte spielt während des Ersten Weltkrieges (1914) und somit werden die Themen Spitzelei, Homosexualität, Kriegsverweigerer und die gesellschaftliche Rolle von Frau und Mann in die Geschichte integriert.
Da es nicht bei einem Leichenfund bleibt, ermittelt die Polizei.
Anna und Fritz machen sich wieder auf die Suche nach dem Mörder, finden wichtige Informationen, die der Polizei verborgen blieben und so kommen sie dem Mörder auf die Schliche.
Es gibt einige überraschende Wendungen und einen spannenden Showdown.
Im Zuge der Ermittlungen wurden auch die Themen Homo- und Transsexualität mit den entsprechenden gesellschaftlichen Vorbehalten der damaligen Zeit besprochen, wobei sich die Scheinheiligkeit der Gesellschaft wie ein roter Faden durch die Story zieht.
Das Ganze ist in einem flüssigen sowie angenehmen Schreibstil verfasst, der es schwer macht das Buch aus der Hand zu legen.
Die damalige Zeit wurde sehr gut beschrieben und auch das Buchcover ist ansprechend.

Fazit:

Das Buch punktet für mich durch die Mischung aus Krimi und historischem Gesellschaftsroman, den beiden tollen Protagonisten sowie der richtigen Portion Lokalkolorit.
Ich habe den spannenden Krimi mit Vergnügen gelesen und empfehle diesen sehr gerne weiter.
Profile Image for Kateryna Eggeling.
62 reviews1 follower
July 25, 2023
Wir sind wieder in München 1914. Die Ereignisse in diesem Roman schlissen direkt an dem vorband und fangen mit einem Mysteriösen Zwischenfall an. In einem Hinterhof wird ein toter Säugling gefunden ohne einen einzigen Hinweis darauf wer die Mutter sein könnte. Anna Zech von Gerichtsmedizin und Fritz Nachtwey (alias Fritz von Weynand) fangen wieder an zu ermitteln. Der Fall schein immer verwirrender zu werden und je mehr sie erfahren, desto weniger Sinn ergibt das ganze. Außerdem hat Anna alle Hände voll zu tun mit ihrer kleinen Schwester Franziska, die bei ihr wohnt.

Der Fall war sehr verwirrt und am Anfang wurde man mit jeder neuen Erkenntnis verzweifelter. Trotzdem habe ich ungefähr ab dem zweiten Drittel des Buches durch die platzierten Hinweise den Ausgang der Geschichte erraten.

In diesem Buch wurden viele wichtige gesellschaftliche Themen angesprochen aber die Autorin hat diese leider nicht weiter vertieft. An dieser Stelle hätte ich mir ausführlichere Beschreibungen gewünscht und vielleicht mehr Einzelheiten zu den Themen wie zum Beispiel Vorurteile und gesellschaftliche Normen, Kriegsgegner, Homosexuelle, Transvestite, Frauen und wie schwer es für diese wirklich war.
Selbst der erste Weltkrieg taucht immer nur am Rande auf obwohl die Geschehnisse im Buch zu der Zeit passieren.

Von mir bekommt das Buch 3,5/5 ✨ da ich es mir anders vorgestellt habe. Ich kann es aber auf jedem Fall für jeden weiterempfehlen der leichte historische Detektive mag.

Vielen Dank an den Ullstein Verlag, der mir in Kooperation mit Vorablesen ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Profile Image for Christina.
58 reviews1 follower
July 29, 2023
Endlich ein zweiter Fall für Anna, Angestellte in der Gerichtsmedizin, und ihren hochwohlgeborenen Klatschreporter Fritz. Ein toter Säugling und die ungeklärte Identität seiner Mutter bewegen die Gemüter der Münchner Polizei und der Schwabinger Boheme. Die beiden entführen uns in eine aufregende Welt von Künstlern und modernen Lebensentwürfen, wie sie ihrer Zeit, stets in Gefahr, um Längen vorauslebten. Drumherum ist der Krieg auch nach Bayern gekommen und auch die Brüder unserer Protagonisten gefährden ihr Leben auf den Schlachtfeldern des ersten Weltkrieges. Die Autorin weiß diese Gemengelage bildhaft aufzugreifen und lässt uns tief in ein vielschichtiges München von 1914 eintauchen. Eine mehr als überraschende Lösung des Falles belohnt uns zum Schluss!

Als etwas in enge Grenzen gelegt (wahrscheinlich dem Radius einer einfachen, jungen Frau in dieser Zeit entsprechend) empfinde ich die Settings des Romans - bewegen sich Anna und Fritz doch fast ausschließlich in der Gerichtsmedizin, bei Emmi, dem Restaurant in dem sie über ihre Fälle grübeln, und in Fritz Wohnung, in der Anna mit Schwester residiert. Zum Glück darf Fritz mal kurz in die Berge! Ich freue mich auf einen dritten Fall, der vielleicht auch Anna mal einen kleinen Tapetenwechsel gönnt?! Fall 2 ist in jedem Fall schon ein Lesetipp für den Herbst.
550 reviews
August 10, 2023
Anna und Fritz ermitteln wieder

Bereits am Cover erkennt man gut, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt bzw. dass die beiden Bücher zu einer Reihe gehören. Ähnliches Foto, aber nicht das gleiche Bild - das gefällt mir gut. Hoher Wiedererkennungswert ist gerade bei (Krimi-)Reihen ein wichtiger Aspekt für mich.
Ich denke, das Buch lässt sich auch gut lesen, wenn man den Vorgänger nicht kennt, aber es ist ja immer schöner, wenn man bei einer solchen Reihe auch die Hintergrundgeschichte der Protagonisten und weiterer Personen weiterlesen kann und sie "ein Stück des Lebensweges" begleiten kann. Allerdings ist es auch gut, wenn man dieses Vorwissen nicht unbedingt benötigt und somit mehr Leser*innen erreichen kann.
Der Erste Weltkrieg, das Ineinandergreifen der Allianzen, die ganzen Zwänge, die Kriegseuphorie zu Beginn des Krieges, all das spielt hier neben dem Kriminalfall auch eine große Rolle und wurde gut eingebunden.
Der Fall, der mit einem toten Baby beginnt, ist nicht ohne. Die Ermittlungen führen die Leser auf manch eine falsche Fährte.
Insgesamt ein gelungener zweiter Band, der gut das Zeitempfinden darstellt und dennoch nicht immer düster ist, sondern auch unterhalten konnte.
Profile Image for Dragonreading.
296 reviews1 follower
August 10, 2023
München 1914 - die Welt scheint aus den Fugen oder schlicht verrückt geworden zu sein. Der gerade begonnene Erste Weltkrieg hat auch Auswirkungen auf die Münchner Gerichtsmedizin in der Anna Zech arbeitet, ebenso auf die Familie des Reporters und guten Freundes von Anna - Friedrich von Weynand alias Fritz Nachtway. Alles beginnt mit einem toten Säugling, der in einem Hinterhof gefunden wird - doch es bleibt nicht bei dem einen Toten. Dies ist der zweite Band mit den beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten und wieder schafft es die Autorin, historische Ereignisse und den Kriminalfall spannend zu verbinden. Gleichzeitig beschreibt sie sehr lebendig, welchen Hindernissen und Schwierigkeiten sich Frauen zu dieser Zeit, sowohl gesellschaftlich, in der Familie und beruflich gegenüber sahen. Auch die Bekanntschaft/Freundschaft zwischen Anna und Fritz entwickelt sich - sie können immer besser zusammen recherchieren, trotz ihrer verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, die das eigentlich verbieten. Aber in dieser unruhigen Zeit scheint alles anders als normal zu sein. Ich kann es gar nicht erwarten einen nächsten Band zu lesen, so es einen geben wird. Klasse!
Profile Image for Hanni.
3 reviews
August 17, 2023
Schon der erste Band von Fräulein Anna hat mir sehr gut gefallen. Als der zweite Teil erschien, konnte ich es kaum abwarten ihn zu lesen.
Der Einstieg des Buches ist schon sehr fesselnd.

Es wird ein toter Säugling im Hinterhof gefunden und bei Anna abgegeben. Es handelt sich um einen schweren Fall, da die Todesursache bis dato unklar ist. Diese Idee finde ich sehr innovativ. Die Geschichte knüpft direkt an den ersten Band an, kann aber auch unabhängig von diesem gelesen werden. Es ist trotzdem sehr verständlich, weil alle Vorgeschichten kurz angerissen und erklärt werden. Dies ist auch sehr gut, wenn man das erste Buch vor ein paar Monaten gelesen hat und nicht mehr alle Details behalten hat.

Das Buchcover ist passend zum ersten Band und passt sehr gut in das Genre hinein. Und ich finde den Schreibstil sehr angenehm und man konnte das Buch flüssig in einem Rutsch durchlesen. Es war bis zum Schluss fesselnd.
Dennoch hat mir das erste Buch etwas besser gefallen.
Ich würde es jederzeit weiterempfehlen, der/die gerne historische Romane und Kriminalgeschichten stehen.



Profile Image for _ich. lese_.
849 reviews2 followers
October 8, 2023
Fräulein Anna Zech ist 1914 die einzige Frau in der Münchner Gerichtsmedizin. Zusammen mit dem Reporter Fritz von Weynard ermittelt sie in einem Fall in Schwabing. Ein toter Säugling wurde im Schwabinger Künsterviertel in einem Hinterhof gefunden. Anna und Fritz machen sich gemeinsam auf die Suche nach der Mutter und kommen sich dabei näher, was aber nicht sein darf. Kommt Anna doch aus äußerst einfachen Verhältnissen und Fritz ist verheiratet.


Es handelt sich um das zweite Buch der Fräulein Anna Reihe. Im ersten freunden sich Anna und Fritz an, auch diesmal ermitteln sie gemeinsam, obwohl es doch Aufgabe der Polizei ist, den Fall aufzuklären. Anna, in einer Männerdomäne die einzige Frau hat es nicht leicht.
Mir gefällt es sehr wie Anna selbstbewusst ihrem Beruf nachgeht, die Zeit des letzten Jahrunderst mag ich besonders gerne, da Frauen endlich weg von Heim und Herd einem Beruf nachgehen und viel selbstständiger werden. Ein schöner Schreibstil, eine spannende, aber auch sehr unterhaltsame Story. Es macht Spaß mit Anna und Fritz durch München zu stromen und den Fall langsam aber sicher aufzuklären.
Profile Image for Kathrin Kraft.
175 reviews
July 23, 2023
Fräulein Anna ist eine toughe Frau, die bereits 1914 und trotz des Krieges weiß, was sie will. Die gelernte Krankenschwester arbeitet in der Gerichtsmedizin und blüht trotz der schaurigen Leichen in ihrem Beruf auf. Was sie jedoch noch mehr erfüllt ist die Recherche in Kriminalfällen, die sie gemeinsam mit dem Adeligen Fritz von Weynand durchführt. Mit Spannung und jeder Menge unerwarteter Wendungen erzählt Petra Aicher die Geschichte eines toten Säuglings und beweist wahres Können beim zusammenführen der losen Enden.
Für alle Hobbyermittler ist mitermitteln hier vorprogrammiert.
Aicher verleiht ihren Figuren einen Tiefgang, der selbst bei Nebencharakteren nicht fehlt und zieht den Leser somit sofort in eine andere Welt. Man kann sich das München von 1914 bildlich vorstellen und auch die geschichtlichen Elemente verleihen dem Buch eine ungeahnte Tiefe, die weit über das Ermitteln herausgeht.
Eine wahrlich gelungene Fortsetzung der Reihe um Fräulein Anna, bei der man schon gespannt auf Buch Nummer 3 sein darf!
2,291 reviews13 followers
August 1, 2023
Zum Inhalt:
Anna ist nach wie vor die einzige Frau in der Münchener Gerichtsmedizin, mit Skandalreporter Fritz ist sie weiterhin freundschaftlich verbunden. Als ein toter Säugling im Schwabinger Künstlerviertel gefunden wird, beginnt Fritz für seine Zeitung zu recherchieren und Anna hilft ihm dabei. Doch der einzige Zeuge stirbt, was nun? Dass der Krieg ausbricht macht die Sache nicht leichter.
Meine Meinung:
Mir hatte der erste Teil um Anna Zech schon gut gefallen, denn ich mag Typen, die eben nicht so 0815 sind und das ist Anna für ihre Zeit nun wirklich nicht. Die Recherche zum Fall wird immer wieder erschwert und immer wieder müssen neue Ansätze gefunden werden. Die schließliche Lösung habe ich so nicht kommen gesehen und das hat mir gut gefallen. Der Schreibstil war wieder sehr gut und sehr angenehm lesbar. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung der Serie um Anna Zech.
Fazit:
Hat mir wieder gut gefallen
Profile Image for Firieth.
128 reviews8 followers
August 23, 2023
Ich hatte ja bereits Band 1 gelesen. Das Cover ist im selben Stil gestaltet und gefällt mir auch diesmal sehr gut.

Es ist weiterhin spannend von Orten zu lesen, die man in der heutigen Zeit kennt und man auch weiß, dass manche Dinge sich verändert haben.
Die Hauptfiguren waren mir in diesem Buch tatsächlich noch sympathischer, als im ersten, auch wenn ich mir unsicher bin, wie realistisch das ganze tatsächlich ist.

Der zweite Band war aus meiner Sicht dann doch deutlich spannender, als der erste und hat einige Wendungen genommen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Neben den Ermittlungen erfährt man auch einiges über die Zeit. Es sind praktisch zwei Handlungsstrange, die miteinander verbunden sind. Diesmal waren die langatmigen Stellen deutlich kürzer, aber immer noch vorhanden.

Fazit: Deutlich spannender als Band 1 aber ein bisschen Luft nach oben ist immer noch.
94 reviews
September 20, 2023
Dunkel

Zunächst: Wäre dieses Buch kein Geschenk gewesen, so hätte ich es mit Sicherheit nicht gekauft. Mir ist ein schönes, überzeugendes Cover im Zusammenspiel mit dem Titel beim Bücherkauf sehr wichtig und dieses Buch hätte mich dahingehend sicherlich nicht überzeugt. Altbacken und langweilig wirken die Fotos in Kombination mit dem Schriftstil und laden mich nicht zum Eintauchen in die Geschichte ein. Klar - die Story spielt im Jahr 1914, was das Ganze natürlich plausibel macht. Nichtsdestotrotz wollte ich das Buch natürlich lesen, da ich es ja nun schon einmal hatte. Leider bin ich nicht richtig in die Geschichte hineingekommen, da mich der Schreibstil gelangweilt hat. Mit der Thematik eines toten Säuglings, kombiniert mit Kriegsbeginn wird ein enorm dunkles Muster gezeichnet. Manchen mag dies gefallen, mir hat es leider nicht zugesagt.
Profile Image for Sarah Who .
215 reviews13 followers
July 16, 2023
Auch im zweiten Teil haben die bürgerliche Anna und der charmante Adlige Fritz wieder einen spannenden Kriminalfall zu lösen. Aber nicht nur die Arbeit in der Gerichtsmedizin hält Anna auf Trab, auch privat hat sie mit ihrer Schwester Franziska allerlei um die Ohren. Natürlich kommt die erfrischende Beziehung zwischen Anna und Fritz auch nicht zu kurz.

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der mich in die Zeit zurückversetzte. Der Erste Weltkrieg lastet schwer auf München. Familien, Freunde und Arbeitskollegen werden auseinander gerissen, die Stimmung ist selbst im sonst so lebhaften Künstlerviertel bedrückt. Aicher schafft es den Wandel von der herrschenden Kriegseuphorie zur Niedergeschlagenheit zu beschreiben.
Eine Empfehlung für alle Krimifans, die gern Fälle vor historischer Kulisse lösen.

Vielen Dank an den Ullstein Verlag, der mir in Kooperation mit Vorablesen ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Profile Image for Sandra.
420 reviews6 followers
May 29, 2024
Eine tolle Fortsetzung! Ob noch einmal ein neuer Band kommt? Weiß jemand was?
Profile Image for bookishlifelines.
202 reviews3 followers
November 4, 2023
Bereits zum zweiten Mal hat mich Petra Aicher mit ihrer Gerichtsärztin Reihe nach München ins frühe 20. Jahrhundert entführt und wie zuvor im ersten Band ab der ersten Seite an die Geschichte gefesselt. Der Schreibstil machte es mir geradezu einfach durch die Seiten zu fliegen.

Im Mittelpunkt stehen auch in diesem Buch die beiden Protagonisten Anna und Fritz und ich hatte bereits ab der ersten Seite das Gefühl als würde ich auf alte Freunde treffen. Fritz welcher mir ja erst zum Ende des ersten Band hin sympathisch wurde, hatte dieses Mal mein Herz auf Anhieb in Besitz genommen. Doch besonders hat es mir Anna erneut angetan, denn die Entwicklung von der „kleinen grauen Maus“ zur willensstarken und für sich selbst einstehenden Frau hat mir deutlich imponiert.

In Hinblick darauf, dass diese Kriminalgeschichte zum Zeitpunkt des 1. Weltkrieges spielt, muss ich sagen, dass man dies im Buch gar nicht so bemerkt hat. Was mir persönlich jedoch sehr gut gefallen hat, da somit ganz klar der Kriminalfall im Vordergrund stand. Und der hatte es nun, für mich persönlich, wirklich in sich und ließ mir sehr oft das Herz schwer werden. Die Geschehnisse und die Verbindungen zueinander zeigen einmal mehr wie dunkel dieses frühe 20. Jahrhundert war und sorgten immer wieder für Gänsehaut bei mir.

Ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen und bin sehr gespannt ob es weitere Bände zu der Reihe geben wird.
Displaying 1 - 21 of 21 reviews

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