Mein Name ist Max – nicht Maxl, wie mein Frauchen behauptet –, und ich muss da mal was loswerden. Mein Frauchen hat einen neuen Freund. Er mag angeblich Hunde, aber gegen mich hat er jede Menge Vorurteile, das rieche ich. Immerhin sind wir uns einig, dass ein Urlaub auf Sylt eine ziemlich doofe Idee ist, noch dazu in einem Wohnwagen auf dem Campingplatz.
Zumindest dachte ich das, bis ich beim ersten Spaziergang über Frauchens Lieblingsinsel meine Jugendliebe Goldie erschnüffelt habe. Ich muss sie wiedersehen! Und wenn ein Dackel sich mal was in den Kopf gesetzt hat, ist das Chaos nicht weit.
Hunde-Freundin und Sylt-Liebhaberin Sina Beerwald erzählt für Fans von »Dackelblick« und »Herrchenjahre« von einer ganz besonderen Suche auf Sylt aus Dackel-Perspektive
Nachdem ich vor einigen Jahren die „Dackel Herkules“-Reihe von Frauke Scheunemann sehr gemocht habe und im Urlaub zufällig auf dieses Buch gestoßen bin, war direkt klar, dass ich es mitnehme. Eine Geschichte, die aus der Sicht eines Dackels erzählt wird UND an der Nordsee spielt, hätte genau mein Ding werden können. Leider kam dieses Buch in der Qualität aber noch nicht mal ansatzweise in die Nähe der Geschichten um Dackel Herkules.
Die Entwicklung der Handlung ist im Grunde sehr früh vorhersehbar, wird aber EXTREM in die Länge gezogen. Das Buch hat „nur“ 320 Seiten, theoretisch hätte man die Geschichte aber trotzdem nochmal problemlos um 50-80 Seiten kürzen können, weil oft einfach „vor sich hin geplänkelt“ wird oder gewisse Situationen sich wiederholen bzw. in sehr ähnlicher Form mehrfach erzählt werden und die Handlung dabei einfach nicht voran kommt.
Am meisten gestört hat mich aber leider der Schreibstil. Man merkt, dass Sina Beerwald ihre Liebe zu Sylt deutlich machen möchte. Das wäre ihr für mein Empfinden aber wesentlich besser gelungen, wenn sie die Landschaft nicht ausschließlich in gefühlt endloser, wörtlicher Rede zwischen den Figuren beschrieben hätte. So wirken die Dialoge auf mich sehr gestellt (ich glaube tatsächlich, dass es niemanden auf der Welt gibt, der dauerhaft so redet) und Max‘ Frauchen wird (eher unfreiwillig) zur Klugscheißerin, die sich über die gesamte Länge des Buches als unsympathische Möchtegern-Fremdenführerin gibt. Erzählende, bildliche Beschreibungen wären in meinen Augen das deutlich angenehmere Mittel gewesen. Außerdem kam es mir persönlich an einigen Stellen vor, als würde der Leser für ein bisschen zu „beschränkt“ gehalten, angedeutete Zusammenhänge zu verstehen. Die Autorin lässt die Charaktere nämlich wirklich jede einzelne Anspielung, die in einem Dialog auftaucht, direkt im nächsten Satz schon erklären/auflösen. Dadurch wirken sowohl die Sprache, als auch der komplette Schreibstil oft sehr einfach. Nicht nur ich selbst kam mir ziemlich blöd beim Lesen vor, sondern auch die jeweils betroffenen Figuren machen immer einen etwas dümmlichen Eindruck, weil ihnen das eigenständige Denken von der Autorin mehr oder weniger abgesprochen wird.
Halbwegs „gerettet“ wird das Ganze eigentlich nur von Max und den anderen tierischen (Neben-) Figuren, die für einige skurrile Szenen und lustige Dialoge sorgen, die allerdings zu oft schon so sehr in Albernheiten abtriften, dass es auf die Dauer auch nicht mehr witzig, sondern nur noch nervig ist. Ehrlicherweise habe ich die Geschichte auf den letzten 80 Seiten nur noch quergelesen und insgesamt bin ich einfach gar nicht überzeugt, weshalb ich die Reihe auch leider nicht fortsetze werde.
Max Frauchen Ronja hat einen neuen Freund, der angeblich Hunde mag. Doch Max riecht ihm an, dass dies eine Lüge ist. Da er ziemlich viele Vorurteile gegen ihn hat und bei jeder Gelegenheit Max als unerzogenen Dackel da stehen lässt. Und ausgerechnet mit diesem Mann, den sein Frauchen immer „Mäusebär“ nennt, muss er auch noch in den Campingurlaub auf Sylt. Das Menschen einmal im Jahr ihr Revier wechseln müssen um zu entspannen, kann Max so gar nicht verstehen. Und als er auf einem Spaziergang mit seinem Frauchen die Fährte seiner Jugendliebe Goldie erschnüffelt, ist an Entspannung sowieso nicht mehr zu denken…
Das Buch wird aus der Sicht von Max erzählt und es ist so schön als Leser an seinen Gedanken teilhaben zu können. Vor allem, wie er einige Handlungen von den Menschen als komisch ansieht oder Sprichwörter durcheinander bringt, ist total unterhaltsam und ich hatte auf jeder Seite einfach pure Lesefreude.
Aber als dann seine Jugendliebe Goldie ins Spiel kommt, wird es auch noch ganz schön chaotisch. So ein liebeskranker Dackel kann schon viel Unordnung anrichten und sich jede Menge Ärger einhandeln. Um seine Goldie wieder zu finden lässt er sich so einiges einfallen um seinen Frauchen zu entwischen und vermiest nebenbei Mäusebär ganz schön den Urlaub. Was auch einen großen Unterhaltungsfaktor bot. ;)
Aber auf dem Campingplatz gibt es auch andere Hunde, die für Max noch wichtig werden könnten. Diese bunte Gruppe nach und nach kennen zu lernen, fand ich besonders schön und interessant.
Hier lässt Sina Beerwald mal einen Dackel zu Wort kommen und für die Liebe kämpfen. Und das auf eine so humorvolle Art, dass man aus dem Lächeln nicht mehr raus kommt und gleichzeitig muss man diesen kleinen Dackel einfach ins Herz schließen und mit ihm mitfiebern, ob er seine große Liebe wieder treffen wird. Dieses Buch bietet somit alles was eine unterhaltsame Liebesgeschichte braucht, nur eben mal aus Dackelsicht… Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band und freue mich darauf wieder von Max und seinen Freunden zu lesen.
Ein wirklich nettes Buch. Mir hat es gefallen, dass es aus der Sicht des Dackels Max geschrieben wurden. Ich habe so mitgefiebert ob er seine Goldie bekommt. Es war für mich alles dabei was eine Liebesgeschichte braucht, sogar Spannung, Action und die ein oder andere Träne wo ich dachte oh nein wieso, warum hilft keiner. Ich mochte es, dass Sylt so toll beschrieben wurden ist das hat Lust gemacht auf Sylt zu sein und seinen nächsten Urlaub dort zuverbringen. Ein Stern Abzug, weil es sich etwas in die Länge gezogen hat und weil ich Goldie nicht ganz verstanden haben, wenn Max auch ihre große Liebe war bzw. es immer noch ist warum macht sie es ihm dann so schwer. Aber alles in allem der Roman liest sich super gut weg.
wie lang kann man ein buch nur strecken?? manchmal geschmunzelt, sonst eher genervt weil absolut nichts oder immer dasselbe passiert. lohnt sich echt nicht