Plötzlich wird für Sophia alles Ihr Ex-Mann erwartet ein Kind mit seiner Neuen, und kurz darauf stirbt ihre Mutter. Es beginnt eine Zeit der unendlichen Einsamkeit – und Schlaflosigkeit. Tagsüber fühlt sich Sophia wie ein Zombie, nachts treibt sie sich auf Twitter herum. Bis sie sich traut, selbst etwas zu »Suche andere Schlaflose im Raum Hamburg«. Gleich drei Frauen melden Margarete, Klara und Katharina – alle sind schlaflos. Aber nur auf den ersten Blick ist dies ihre Gemeinsamkeit, denn in der Dunkelheit der Nacht teilen sie ihre Sorgen und Sehnsüchte miteinander. Als eines Tages eine von ihnen Hilfe braucht, zeigt sich, ob ihre Freundschaft auch im wahren Leben Bestand hat.
Total viele Menschen leiden zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens mal an Schlafstörungen. Je nach Quelle ist circa ein Viertel der Bevölkerung betroffen, genau kann man das aber nicht sagen, weil nicht alle Betroffenen darüber sprechen. Ich selbst hatte als Jugendliche über ein Jahr lang große Probleme damit, einzuschlafen. Heute habe ich Gott sei Dank wieder einen ganz guten Schlaf, der mich nur im Stich lässt, wenn ich gestresst bin. Und in der Zwischenzeit habe ich Strategien gefunden, um damit umzugehen, wenn ich mal an einem Abend gar nicht einschlafen kann. Auch die Protagonistin dieses Romans leidet nach dem Tod ihrer Mutter an Schlafstörungen.
Ich habe mich vor allem für das Buch interessiert, da ich Cover und Klappentext sehr ansprechend fand. Ich rechnete mit einer Figur, in die ich mich gut hineinfühlen konnte. Aber bitte lasst euch von Cover und co. nicht täuschen: Sophia ist bereits 49 Jahre alt und es geht hier um Themen wie die Wechseljahre und das langsame Älterwerden. Das war nicht etwas, was ich nach dem Lesen des Klappentexts und einem Blick auf das Cover erwartet hätte und nicht wirklich Themen, mit denen ich im Moment besonders viel anfangen kann. Hat sicher auch seine Zielgruppe, aber ich gehöre da halt nicht dazu. Vor allem auf dem Cover wirkt Sophia eher wie jemand in meinem Alter, vielleicht ein bisschen älter. Aber auf keinen Fall viel älter als 30. Das finde ich schade, denn ich befürchte, dass es das schwerer für das Buch macht, die richtige Zielgruppe anzuziehen. Denn zu der gehöre ich leider, wie gesagt, einfach nicht, was ich auch sehr schnell gemerkt habe. Das ist super schade, denn so hat dieses Buch nun eine negative Rezension, die leicht vermieden werden hätte können. Normalerweise hätte ich das Hörbuch wohl nicht beendet, sobald mir das aufgefallen wäre und hätte keine Rezension dazu verfasst. Dadurch, dass ich aber an einer Leserunde teilnahm, wollte ich das aber bis zum Ende durchziehen.
Vielleicht beginnen wir mit einigen positiven Aspekten des Buches? Ich war ein Fan von vieler der Nebenfiguren. Vor allem Kilian und Max haben sich in mein Herz geschlichen und auch die anderen Frauen des Clubs der Schlaflosen waren mir sympathisch. Außerdem hat die Autorin ein gutes Händchen für die Beschreibung von Innenräumen. Sophias Haus wurde auf eine sehr schöne Art beschrieben. Die Frage ist nur, ob das meine Kritikpunkte ausgleichen kann, die gleich kommen werden?
Sophia ist eine Protagonistin, der alles Angst macht. Sie hat sich ihr Leben lang eigentlich nie aus ihrer Komfortzone hinausbegeben und scheint sich mit ihrem eingeschränkten Radius sehr wohl zu fühlen. Sich professionelle Hilfe zu suchen, hat sie bisher scheinbar nicht für nötig gehalten. Dabei kann sie inzwischen nicht mal mehr Rad fahren und wenn sie mit dem Auto fährt, bekommt sie Panik. Aber nicht nur durch ihren eingeschränkten Bewegungsradius begibt sie sich in Abhängigkeit: Sie hat auch ihr Leben lang nie gearbeitet, was jetzt zu einem Problem wird, denn ihr Mann hat sich von ihr getrennt und wird bald auch seine monatlichen Zahlungen an sie einstellen. Was ich ehrlich gesagt auch verstehen kann, denn er und seine neue Partnerin erwarten ein Kind. Ja, er ist ein Arsch, aber trotzdem: Warum sollte er sie ihr restliches Leben lang finanzieren? Sophias Erwartung, dass sich immer jemand auf finanzieller Ebene aber auch sonst um sie kümmern wird, halte ich für unglaublich naiv. Und leider erkennt sie ihre Naivität im Laufe des Romans an keiner Stelle. Das finde ich sehr schade, vor allem, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass sich die neuen Abhängigkeitsverhältnisse, in die sie sich am Ende des Buches begibt, irgendwann wieder negativ auf sie auswirken werden.
Gewundert hat mich Sophias Umgang mit Twitter. Laut der Aussage ihres Neffen Kilians und ihrer eigenen Aussage ist Sophia auf Twitter eine kleine Berühmtheit. Im Verlauf des Buches bekommen wir davon aber nicht viel mit. Wann auch immer sie etwas postet, sind das nur Kalendersprüche und Zitate, die ich alle bereits aus anderen Quellen kannte. Da wäre mehr Spannung möglich gewesen.
Ich sage das nicht gerne, aber mich hat dieses Buch gelangweilt. Ich bin ein sehr offener Mensch, wenn es um den Inhalt meiner Lektüren geht. Nur eines möchte ich: Das Buch sollte irgendwas in mir auslösen. Das einzige, was ich hier spürte, war leider Gleichgültigkeit. Ich hatte ziemlich schnell leider jedes Interesse an der Handlung verloren, was unglaublich schade ist.
Mein Fazit? Das war leider nicht ganz mein Geschmack. Allerdings entspreche ich, wie bereits erwähnt, nicht ganz der Zielgruppe. Schade.
Vier Frauen, jede mit eigenem belastendem Päckchen auf dem Rücken, treffen zufällig in einer schlaflosen Nacht zusammen – und mit Unterstützung der anderen gelingt für jede ein Neuanfang.
Ich mochte es sehr, wie die Autorin ernste Themen mit einer gewissen Leichtigkeit verbindet und den ganzen Roman so nicht allzu schwer wirken lässt. Ich konnte mich gut in die verschiedenen Charaktere einfühlen: Sophia ist von ihrem Ehemann wegen einer anderen verlassen worden und verliert durch den dann auch noch eintretenden Tod ihrer Mutter völlig den Lebensmut. Sie ist zunächst eine in sich völlig zusammengefallene Frau, die sich ihrer überhaupt nicht bewusst ist, zum Glück aber macht sie im Laufe der Geschichte eine schöne Entwicklung durch, die nicht nur Mut macht, sondern auch absolut glaubhaft war. Dabei geholfen haben ihr Klara, Margarete und Katharina – auch sie haben es im Moment nicht leicht und fühlen sich vom Leben gebeutelt. Die eine kämpft mit ihrer Gesundheit, die andere mit den Koliken ihres Kindes, die auch ihr den Schlaf rauben. Gemeinsam aber unterstützen sie sich von nun an und finden so Lösungen, an die jede alleine so nicht gedacht hätte.
Es sind oft Alltagsprobleme, um die es geht und die jeder in der einen oder anderen Weise kennt – aber sie können ganz schön ärgern und das Leben als schwer empfinden lassen. Umso schöner ist es, wie aus den ganz unterschiedlichen Frauen ein festes Team wird, wo jeder für den anderen einsteht. Gefallen hat mir die Hoffnung, die dadurch gegeben wird, und die mich auch in eigenen Alltagssorgen nicht verzweifeln, sondern an die Kraft der Freundschaft glauben lässt.
Einiges, was dann auch tatsächlich eintritt, habe ich so auch vorhergesehen, das aber mich nicht gestört, weil ich den Weg dahin sehr mochte. Im Mittelteil war es dann aber doch etwas langatmig, weil sich manches wiederholt hat und die Handlung ein wenig vor sich her plätscherte.
Der Schreibstil ist einfach, sehr lebendig und voller Dialoge; Katja Danowski hat mit ihrer jungen Stimme diese Lebendigkeit sehr gut einfangen können und so die Hoffnung und den Mut, die in der Geschichte schwingen, wunderbar transportiert.
Mein Fazit Eine Geschichte um vier Frauen, die alle in einer schwierigen Situation stecken, die sich aber gegenseitig unterstützen und so wieder Mut und Hoffnung schenken – ich mochte das Hörbuch sehr gerne, auch wenn es im Mittelteil doch einige Längen gab. Ich gebe daher knappe 4 von 5 Sternen.
Ich mochte den Roman, die Art und Weise, wie die Beziehung zwischen den Frauen sich immer mehr vertieft und wie jede von ihnen lernt, mit den Hindernissen des Lebens umzugehen. Dabei sind die Charaktere sehr unterschiedlich, jede hat ihr eigenes Päckchen zu tragen (ich hätte es nur schön gefunden, wenn Karla oder Katherina einen anderen Namen gehabt hätten, so hab ich die beiden ob der ähnlichen Namen doch öfters verwechselt). Allerdings hatte ich ein paar Probleme mit Sophia, der Hauptfigur, weil sie am Anfang so naiv und passiv war - das wird zwar dann schon noch erklärt, warum das so ist, aber für mich hat sie für ihr Alter dann teilweise sehr ... unbeholfen gewirkt, das fand ich beim Lesen etwas schwierig. Besonders schön fand ich aber ihre Beziehung zu ihrem Neffen und auch wie sich der Plot insgesamt entwickelt hat, hat mir gefallen. Also gibt es drei solide Sterne von mir.
Der Klappentext und das Cover weisen leider nicht darauf hin, dass die Protagonistin schon 50 Jahre alt ist, daher ist das Buch eher nicht für meine Altersklasse gewesen, allerdings habe ich die Charaktere trotzdem immer mehr ins Herz geschlossen. Vor allem, dass es ein schwules Pärchen und feministische Themen aufgebracht wurden haben mir gefallen!
I found this book as a free audiobook on youtube. I thought it would be one of those cheesy romances that I like to listen to as a pastime. I never expected a book that would offer so much depth, humour and life. Although there is a small, really casual romance, it is mainly about personal development and true friendship that can find us at any time. Absolutely loved it!
Kurzmeinung / Hörerlebnis Vielen Dank an Netgalley und den CovaLit-Verlag für das kostenlose Hörbuch-Leseexemplar! Die Sprecherin war sehr angenehm. Da mein Schlaf auch nicht optimal ist, sprach mich der Titel an. Allerdings konnte ich persönlich mit der Story nicht allzuviel anfangen. Eher eine Empfehlung für Frauen, die am Scheideweg des Lebens stehen oder gerne über solche Situationen lesen.
Sophias Leben ist geprägt von Veränderungen: Ihr Ex-Mann erwartet mit seiner neuen Partnerin ein Kind und ihre geliebte Mutter verstirbt. Diese Veränderungen sind zu viel für sie. Sophia findet weder Ruhe noch Schlaf und gründet kurzerhand den Club der Schlaflosen. Nichtsahnend, dass sie damit weitere, große Veränderungen herbeiführt…
„Nachts ist man am besten wach“ ist eine einfühlsame Erzählung von Kristina Sanders aka Kristina Günak übers Älterwerden, Freundschaft und dass es nie zu spät ist, etwas neues zu lernen.
Die Geschichte dreht sich um die 50-jährige Sophia, die quasi vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens steht. Aus der Not heraus gründet sie online einen Club der Schlaflosen und lernt dadurch Katharina, Klara und Margarete kennen. Alle 4 Frauen verbindet neben der inneren Unruhe auch eine leichte Unzufriedenheit mit ihrem aktuellen Leben. Diese Gruppendynamik fand ich klasse.
Ich konnte mit jeder Frau mitfühlen und ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Die Autorin erschafft eine tolle Balance zwischen harter Realität und rosa Happy End.
Zwar verfängt nicht jeder Spannungsbogen, jedoch tat dies dem Zuhörspaß keinen Abbruch.
Die Sprecherin Katja Danowski liest unaufgeregt und ihre rauchige Stimme passt toll zu den Figuren.
Insgesamt ein toller Roman, der mich gut unterhalten hat.
Es wirkt zwar nicht wirklich realistisch, wie schnell sich hier 4 ganz verschiedene Frauen zu einem "Club der Schlaflosen" treffen und so ziemlich sofort neue beste Freundinnen werden, die sich gegenseitig mit ihren jeweiligen Problemen helfen. Aber ich fand die Hauptfigur Sophie sofort sympathisch (wenn auch ein kleines bisschen schrullig) und hab mich fast mehr über die unverschämten Forderungen ihres Ex-Mannes Uwe geärgert als sie selbst. Ich habe immer gehofft, dass sie in diesem Punkt endlich mal den Kopf aus dem Sand zieht und sich von Profis beraten lässt.
Ihre Erlebnisse mit ihren neuen Freundinnen, aber auch mit ihrem Neffen + Anhang, mit der Schwester und mit Nachbarin Elvira, wurden mir von der Sprecherin Katja Danowski wunderbar vorgetragen. Es war wirklich angenehm, Sophia und den anderen zu lauschen.
Ich mag, wie Katja Danowski Hörbücher liest, deshalb habe ich mal in der Onleihe nach ihr gesucht und diese Geschichte gefunden. Zuerst wollte ich sie aber nicht anhören, weil mir die Ausgangslage mit dem Tod der Mutter zu traurig war, aber jetzt bin ich sehr froh, dass ich es doch gehört habe. Es geht um Frauen, die sich einzeln total hilflos fühlen. Nachdem sie sich verbünden, lösen sie gemeinsam ihre Probleme und machen sich ein schönes Leben. Das Konzept hat Zukunft! Diese schöne Geschichte möchte ich allen Frauen ans Herz legen. Sie macht Mut. Lasst uns Banden bilden, Unfug machen und Verantwortung für einander übernehmen!
Ich habe das Buch einfach mitgenommen, weil ich das Cover schön fand und habe nicht viel von dem Buch erwartet. Ich habe mit einem einfachen und witzigen Buch gerechnet, was man mal eben zwischendurch liest. Aber das Buch war der absolute Hammer! Ich habe beim Lesen tausend Emotionen gespürt und ständig mitgefühlt und mitgefiebert. Ein wunderschönes Buch!
Ich kannte die Autorin nicht, entschied mich aber aufgrund des Covers und des Klappentextes für dieses Buch. Am Anfang lernt man die Hauptprotagonisten Sophia kennen, die eine wirklich schwere Zeit durchmacht. Ihr Noch-Ehemann lässt sich von ihr scheiden, und zusammen mit seiner neuen Freundin erwarten sie ein Kind. Ausserdem ist ihre Mutter gestorben, und Sophia steht erstmal ziemlich alleine vor einem Scherbenhaufen, der ihr Leben ist. Aber schon nach einigen Kapiteln bekommt man ein leises Hoffnungsgefühl und es ist eine wahre Freude ihr und den anderen Frauen aus dem Club der Schlaflosen bei ihrer Weiterentwicklung zuzusehen. Zugegebenermaßen fand ich den Einstieg in das Buch etwas schwierig, aber es hat sich wirklich so positiv entwickelt und mir einfach Spaß beim Lesen gemacht, da muss ich 5 Sterne vergeben!
Auf die Geschichte wurde ich durch den Titel aufmerksam, den ich irgendwie witzig und sofort ansprechend fand, so dass ich unbedingt das Buch lesen wollte.
Anfangs hab ich mit Sophia sehr gelitten, aber mit jedem Kapitel mehr wurde ich stolzer auf ihre Entfaltung. Aber nicht nur Sophie entwickelt sich während dieser Story, sondern auch die Leute um sie herum.
Ich bin absolut begeistert von dem Buch und obwohl ich die Sprecherin des Hörbuches nicht perfekt fand, hat es mir trotzdem sehr gut gefallen, was sicher mit an dem angenehmen Schreibstil der Autorin liegt, durch den ich mich regelrecht in die Personen hinein fühlen konnte.
Ein Buch das aufzeigt, wie wichtig das eigene Umfeld, Freunde und die Liebe sind.