Gelungenes Experiment aus der Blütezeit der der SF in der Bundesrepublik (Anfang 80er Jahre). Damals beim Erscheinen gleich gelesen. Zu den Collagen des in der Phantastik bekannten amerikanischen Illustrators Harry O. Morris haben deutschsprachige SF-Autor:innen Erzählungen geschrieben. Im Gedächtnis geblieben sind mir besonders Thomas Ziegler mit "Delirion: Lisa" und Wolfgang Jeschke mit "Osiris Land". Letztere spielte in einem postapolalyptischen Ägypten, ein Raodtrip eines Europäers mit einem einheimischen Führer. Der Nassr-Staudamm ist zerstört und Europa ist atomar verseucht. Aber die ägyptischen Götter sind wieder präsent, denn dahinter verbergen sich Außerirdische. Das hat mir letztlich nicht sonderlich gefallen, aber der Kurzroman (später wurde er als Einzelband noch mal veröffentlicht) besticht durch Atmosphäre und Imagination.