Die gegenwartige Philosophie ist durch eine Zersplitterung gekennzeichnet, die so weit reicht, dass die einzelnen philosophischen Disziplinen sich haufig ganzlich unabhangig voneinander weiterentwickeln. Entsprechend drangt sich die Frage nach dem spezifischen Gegenstandsbereich der Philosophie auf. Auch die Abgrenzung der Philosophie zu den Einzelwissenschaften wird zunehmend schwieriger. Die Beziehungen zwischen der Philosophie und anderen Wissenszweigen wie beispielsweise den Neurowissenschaften, der Psychologie, den Lebenswissenschaften oder den Gesellschaftswissenschaften genauer auszuloten ist darum heute eine dringend erforderliche Aufgabe. Die moglichen Antworten werden je nach Ausrichtung, Herkunft und allgemeinem theoretischem Hintergrund des Autors oder der Autorin sehr unterschiedlich ausfallen. Daher schliesst sich auch immer wieder die metaphilosophische Frage nach einer gemeinsamen Basis der philosophischen Richtungen der heutigen Zeit an. Diesen Fragen ist die Schweizerische Philosophische Gesellschaft an ihrem Symposium 2006 in Neuenburg nachgegangen. Die wichtigsten Beitrage dieses Symposiums sind in den vorliegenden Band der Studia philosophica eingegangen und werden durch zusatzlich angeforderte Stellungnahmen zur Symposionsfrage aus der Feder weiterer namhafter Philosophen erganzt. Zu den Autorinnen und Autoren zahlen Michael Esfeld, Manfred Frank, Sebastian Husch, Harry Lehmann, Maria-Sibylla Lotter, Herbert Schnadelbach, Daniel Schulthess, Gerhard Seel, Erwin Sonderegger.