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Respekt geht anders

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Deutschland ist im Kampfmodus. Andersdenkende werden verunglimpft, und statt aufeinander zuzugehen, breitet sich in der Öffentlichkeit ein aggressives Klima der Intoleranz aus. Gabriele Krone-Schmalz versucht Brücken zu schlagen und zeigt, wo die Fallen lauern, die aus pluralistischen Debatten polarisierende Spaltpilze werden lassen. Ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Streitkultur, das zum Nachdenken anregt, ob es nicht auch anders ruhiger, gelassener, selbstkritischer, respektvoller. Respekt voll streiten, das wär’s doch!Die Welt steht vor großen Herausforderungen. Stoff genug für erregte Debatten. Doch wie wollen wir sie führen? Respektvoll? Konstruktiv? Hart in der Sache, aber versöhnlich im Ton? Besser wäre es, gerade auch für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Stabilität unserer Demokratie. Stattdessen herrscht viel zu oft das «Entweder-oder» und nicht das «Sowohl-als-auch». Es wird überspitzt, es wird Panik geschürt, es wird die Würde des Andersdenkenden verletzt, und jeder kann zwar alles sagen, muss sich aber im Anschluss von denen beschimpfen und bedrohen lassen, die nicht seiner Meinung sind. Wie wäre es, nach Gemeinsamkeiten zu suchen statt aufeinander rumzuhacken, Kompromisse zu würdigen statt auf Maximalforderungen zu beharren und sich einen Blick dafür zu bewahren, wieviel auch gut läuft in Deutschland? Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins, das wusste schon Marie von Ebner-Eschenbach. Und wer wäre nicht gern selbstbewusst?

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Gabriele Krone-Schmalz

14 books8 followers

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136 reviews
June 23, 2025
Ein weiteres lesenswertes Buch von Frau Krone-Schmalz! Wie immer ist jeder Satz ein Treffer, über den es sich nachzudenken - und zu diskutieren - lohnt.
Profile Image for Wedma.
438 reviews10 followers
November 19, 2020
Frau Krone-Schmal spricht in diesem Buch viele akuten Themen an, zeigt geistreich wie charmant, was seit einigen Jahren im öffentlichen Diskurs hierzulange schiefläuft.
Klappentext beschreibt den Inhalt sehr treffend: „Die Welt steht vor großen Herausforderungen. Stoff genug für erregte Debatten. Doch wie wollen wir sie führen? Respektvoll? Konstruktiv? Hart in der Sache, aber versöhnlich im Ton? Besser wäre es, gerade auch für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Stabilität unserer Demokratie. Stattdessen herrscht viel zu oft das «Entweder-oder» und nicht das «Sowohl-als-auch». Es wird überspitzt, es wird Panik geschürt, es wird die Würde des Andersdenkenden verletzt, und jeder kann zwar alles sagen, muss sich aber im Anschluss von denen beschimpfen und bedrohen lassen, die nicht seiner Meinung sind. Wie wäre es, nach Gemeinsamkeiten zu suchen, statt aufeinander rumzuhacken, Kompromisse zu würdigen, statt auf Maximalforderungen zu beharren und sich einen Blick dafür zu bewahren, wieviel auch gut läuft in Deutschland? Gelassenheit ist eine anmutige Form des Selbstbewusstseins, das wusste schon Marie von Ebner-Eschenbach. Und wer wäre nicht gern selbstbewusst?“
Die Psychologen sagen, wenn einem das Problem bewusst wird, wenn es klar vor Augen steht, dann ist die Lösung nicht mehr weit. Und gerade dafür ist dieses Buch gut: für Einsteiger ein Augenöffner, für Fortgeschrittene, die auch eigene Beispiele aus dem Leben zu den im Buch besprochenen Themen nennen können und evtl. die Dinge ähnlich sehen, ein bereichernder Lesestoff.
Der Anfang ist stark, und es geht dann auch so weiter. Jedes Kapitel, ob „Hysterikerland“, „Die Würde des Andersdenkenden“ oder „Die Aufmerksamkeitshändler“ hat seine Highlights, treffende, reichhaltige Gedanken, Denkanstöße, die man am besten im Freundes- und Bekanntenkreis ausdiskutieren sollte. Man muss sich unbedingt mit diesen Themen befassen.
Frau Krone-Schmalz spricht mit viel Fingerspitzengefühl diese Dinge an (für mehr Details s. Inhaltsverzeichnis.), die gesagt werden müssen, damit diese der Gegenstand der Debatte und des Umdenkens werden und evtl., hoffentlich, eine Besserung eintreten kann. Bleiben wir doch optimistisch. Auch im postdemokratischen Zeitalter ist Platz und Möglichkeit zur Besserung, wenn man sich nicht gedanken- und willenlos in die entgegengesetzte Richtung treiben lässt.
Am Anfang des letzten Kapitels liest man: „Frieden ist kein Geschenk, weder der Frieden, der den Gegensatz zu Krieg darstellt, noch sozialer und gesellschaftlicher Frieden. Frieden, ganz gleich welcher Art, ist harte Arbeit.“ Wie wahr. Das sollte man sich jeden Tag vor Augen führen. Auch die Politiker, die hier effektiv und unmittelbar zum Frieden beitragen könnten.
Und ganz am Schluss: „Streit im Sinne von Streitkultur ist etwas durch und durch Konstruktives und hat nichts mit Ausgrenzung oder gar Vernichtung zu tun. Respektvoll streiten – das wär’s doch.“
Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
P.S. Wer nicht genug bekommt, liest „Meinungsunfreiheit“ von Wolfgang Kubicki. In vielen Aspekten ähneln sich die Aussagen der Autoren, insb. was die Hysterie, die Meinungen abseits vom vorgegebenen Mainstream uvm. angeht.
Profile Image for gina.
27 reviews1 follower
April 15, 2026
für ein buch mit dem titel “respekt geht anders” sind hier doch ganz schön viele formulierungen drin, die ich nicht unbedingt als respektvoll oder ausgewogen bezeichnen würde.
zusätzlich ziemlich interessant, wenn jemand über die gespaltene gesellschaft schreiben will, sich aber weder mit den sozialen medien beschäftigen, noch auf die tatsächliche spaltung in der gesellschaft eingeht. angebracht werden zitate von politer*innen, wissenschaftler*innen und journalist*innen (und das oftmals ohne anschließende eigene reflexion), aber die wirkliche meinung der bevölkerung wird hier gar nicht rüber gebracht, sondern nur mal gesammelt als “die öffentlichkeit” erwähnt. nur als es um e-autos geht und da ist die einzige bürgerliche meinung ihre eigene.

sure, das buch ist mittlerweile 5 jahre alt, aber das sollte eigentlich nur bedeuten, dass mir die diskussionen um die angesprochenen themen bekannt vorkommen. stattdessen hat mich die oberflächlichkeit, mit der viele der themen behandelt wurden, nur fragen lassen, welchen wert ich aus dem lesen bekomme.

zusätzlich hier noch ein paar formulierungen, die mich gestört haben:
- “Kopftuch, Chimar, Burka, Abaja, Tschador, Nikab, oder was es da sonst noch alles gibt”
- “Darf etwa ein dunkelbrauner Schokokeks, der seit geraumer Zeit heißt, weil die verwendeten Kakaobohnen von dorther stammen, seinen Namen behalten? Oder ist das rassistisch? Darüber wurde im März 2020 allen Ernstes diskutiert”
- “Es ging wie so oft in diesen Tagen um das Thema Rassismus”
- “Wer im Fußballstadion Affengeräusche von sich gibt, sobald ein - na Sie wissen schon - auf dem Platz agiert”
- “dann bleibt nur ein Schluss übrig: Wenn es Euch (die Alten) nicht gäbe, ginge es uns (den Jungen) besser” [WER sagt das?? honestly jetzt]

finde es seltsam zu kritisieren, dass alle sich in die opferrolle stecken um meinungen zu politisieren, nur um sich dann selber mehrfach in einer opferrolle zu beschreiben……
Profile Image for Johannes.
190 reviews4 followers
October 31, 2020
I can not rate it 5 stars because she didn't change some thoughts i always had. She has the same point of view in 90% of the topics that's super interesting. She is a completely different generation who lived as a journalist in Russia for many years and still has the same point of view in life. That's super interesting and shows me that even completely different people with different backgrounds can have nearly 100% the same point of view.
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