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Der Kaufmann und der Rinpoche: Leben, Sterben und Dazwischen. Roman
Unusual book
Hardcover
Published March 2, 2020
About the author
Aljoscha Long
72 books7 followersStudium der Psychologie, Philosophie, Musikpädagogik und Linguistik in Toronto und München. Mitglied von Mensa e.V. Seit 1989 freier Schriftsteller. Er lebt mit seiner Frau, der chinesischen Schriftstellerin Long Fei in München und Kanton (China).
Born as Aljoscha Schwarz
Born as Aljoscha Schwarz
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October 3, 2021
„Mit jedem Wunsch, der in Erfüllung geht, werden neue Wünsche wach, und jeder erfüllte Wunsch hinterlässt eine Leere, die größer ist als die zuvor.“ Genau das ist es, was Dorjees Leben ausmacht. Der junge Tibeter wurde als Sohn eines Hirten geboren, strebt aber nach mehr – immer höher, weiter, schneller. Und das gelingt ihm im Laufe seines Lebens auch. Dorjee wird ein reicher Kaufmann und erlangt zudem politische Macht. Im Kontrast dazu steht das Leben seines weisen Freundes aus Kindheitstagen, Sonam. Auch er ist Sohn eines Hirten, entscheidet sich aber dafür, sein Leben den Lehren Buddhas zu widmen. Er wird Mönch. Im Gegensatz zu Dorjee reist er nicht um die Welt, sondern bleibt Tibet treu. Seine Reise führt nach innen, ins Herz.
„Der Kaufmann und der Rinpoche“ erzählt die Geschichte um die beiden tibetischen Jungen Dorjee und Sonam, die unterschiedlicher nicht sein könnten, von Kindheitstagen bis zum Tod von Dorjee. Als dieser im Sterben liegt, lässt er nach seinem Freund den Mönch rufen, damit dieser ihm aus dem Tibetischen Totenbuch vorliest. Zwar war Dorjee sein Leben lang ungläubig, doch als ihm sein nahes Ende droht, setzt er dennoch auf Sonam. Er hofft, dass der Mönch ihn auf der beschwerlichen Reise durch die Zwischenwelt leitet. Denn Dorjee hält am Leben fest und möchte eine gute Wiedergeburt erlangen.
Dem Autorenduo Aljoscha Long und Ronald Schweppe – Experten in den Bereichen Psychologie, Philosophie, Lebenskraftkonzepten, fernöstliche Kampfkunst und Meditation – ist mit diesem Roman ein sehr kluges, spannendes, aber vor allem raffiniertes Werk gelungen. Man muss nicht besonders spirituell sein, um zu verstehen, dass der Mönch seinen inneren Frieden gefunden hat, während der Kaufmann am Ende seines Lebens zwar allerlei Materielles angehäuft, aber nicht zu sich selbst gefunden hat. Long und Schweppe betten diese simple Geschichte jedoch ganz wunderbar in die große Weltgeschichte ein, nämlich jene von Tibet und China. Doch damit nicht genug, im Zentrum des Romans stehen die verschiedenen Stationen im Bardo – Zwischenzustand – die sich an das klassische Tibetische Totenbuch anlehnen. Und jetzt mal ganz ehrlich: Wer würde bzw. könnte das im Original überhaupt lesen? Das Autorenduo hat daher ordentliche Arbeit geleistet, es uns schmackhaft aufzubereiten.
Der interessierte Leser kann aus „Der Kaufmann und der Rinpoche“ nicht nur allerlei Tragisches, Nützliches und Wissenswertes über Tibet lernen und mit Erschaudern feststellen, dass der Dalai Lama nun bereits mehr als 60 Jahre im Exil sitzt (!), sondern auf einfache Weise auch eine Einführung in den tibetischen Buddhismus erlangen. Großes Vorwissen ist nicht vonnöten, wohl aber eine gewisse Spiritualität und Interesse an Ostasien. Wer das mitbringt, dem wird sich die Welt eines meisterhaften und klugen Romans eröffnen, der definitiv zum Nachdenken anregt und noch eine ganze Weile nachhallen wird.
„Der Kaufmann und der Rinpoche“ erzählt die Geschichte um die beiden tibetischen Jungen Dorjee und Sonam, die unterschiedlicher nicht sein könnten, von Kindheitstagen bis zum Tod von Dorjee. Als dieser im Sterben liegt, lässt er nach seinem Freund den Mönch rufen, damit dieser ihm aus dem Tibetischen Totenbuch vorliest. Zwar war Dorjee sein Leben lang ungläubig, doch als ihm sein nahes Ende droht, setzt er dennoch auf Sonam. Er hofft, dass der Mönch ihn auf der beschwerlichen Reise durch die Zwischenwelt leitet. Denn Dorjee hält am Leben fest und möchte eine gute Wiedergeburt erlangen.
Dem Autorenduo Aljoscha Long und Ronald Schweppe – Experten in den Bereichen Psychologie, Philosophie, Lebenskraftkonzepten, fernöstliche Kampfkunst und Meditation – ist mit diesem Roman ein sehr kluges, spannendes, aber vor allem raffiniertes Werk gelungen. Man muss nicht besonders spirituell sein, um zu verstehen, dass der Mönch seinen inneren Frieden gefunden hat, während der Kaufmann am Ende seines Lebens zwar allerlei Materielles angehäuft, aber nicht zu sich selbst gefunden hat. Long und Schweppe betten diese simple Geschichte jedoch ganz wunderbar in die große Weltgeschichte ein, nämlich jene von Tibet und China. Doch damit nicht genug, im Zentrum des Romans stehen die verschiedenen Stationen im Bardo – Zwischenzustand – die sich an das klassische Tibetische Totenbuch anlehnen. Und jetzt mal ganz ehrlich: Wer würde bzw. könnte das im Original überhaupt lesen? Das Autorenduo hat daher ordentliche Arbeit geleistet, es uns schmackhaft aufzubereiten.
Der interessierte Leser kann aus „Der Kaufmann und der Rinpoche“ nicht nur allerlei Tragisches, Nützliches und Wissenswertes über Tibet lernen und mit Erschaudern feststellen, dass der Dalai Lama nun bereits mehr als 60 Jahre im Exil sitzt (!), sondern auf einfache Weise auch eine Einführung in den tibetischen Buddhismus erlangen. Großes Vorwissen ist nicht vonnöten, wohl aber eine gewisse Spiritualität und Interesse an Ostasien. Wer das mitbringt, dem wird sich die Welt eines meisterhaften und klugen Romans eröffnen, der definitiv zum Nachdenken anregt und noch eine ganze Weile nachhallen wird.
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