Leider eine Enttäuschung durch die Katze im Sack. Die Aufmachung sowie Klappentext des Buches versprechen eine feurige Abhandlung über die freie Rede, man könnte meinen eine Handreichung dazu, wie man zum grandiosen Redner wird. Stattdessen überraschte mich eine sehr zähe, trockene und lang ausschweifende historische Abhandlung, die an fleißig recherchierte Literaturteile von Abschlussarbeiten erinnert. Was dann nicht überraschend war, war die Info am Buchende, der Autor promovierte über die griechische Rhetorik. Das erste Drittel von “die Kunst der freien Rede” klingt verdächtig nach dieser Promotionsarbeit. Gut recherchiert, aber leider gehen die vielen spannenden geschichtlichen Gegebenheiten und Persönlichkeiten in dem trockenen Text unter. Eine Rede über das Thema wäre vielleicht anschaulicher gewesen.