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Hungerwinter: Deutschlands humanitäre Katastrophe 1946/47

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224 pages, Hardcover

First published November 1, 2009

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Alexander Häusser

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Profile Image for melzosaa.
13 reviews
September 28, 2023
„Wenn das alles in Vergessenheit gerät, wären alle umsonst gestorben.“

44 reviews
February 15, 2013
For anyone who can read German, this is a really interesting book about the winter of 1946/7, during which almost half a million Germans either froze or starved to death. It's a part of history that many are likely unaware of, and a good portrayal of the absolute ruin Germany faced following the war. It's so hard to believe that all of this happened so recently -- and sad that it mainly lives on in the memories of those who experienced it first-hand.

Here are two parts toward the end of the book that I really like (they made me both want to laugh and cry):

"Die Berliner Tagesspiegel berichtete am 19. Februar 1947: 'Warum sitzen alle schulkinder an jedem fuenften Tag schon zehn Minuten vor Beginn des Unterrichts auf ihren Baenken? Warum erscheinen einmal in der Woche sogar die notorischen 'Schwaenzer'? Warum ist mit den Kleineren an diesem Tage beim besten Willen kein vernuenftiges Arbeiten moeglich? Die Antwort gaben uns die Kinder einer Koepenicker Schule: 'An jedem fuenften Tag gibt es Schokolade in der Schulspeisung.' In den letzten Minuten vor der grossen Pause rutschen alle unruhig auf ihren Baenken hin und her, nach dem Klingelzeichen stuermen sie die Treppen hinunter. 'Die sechsjaehrigen kannten Schokolade nur aus den Erzaehlungen ihrer Eltern', sagte uns eine Lehrerin."

"Verunreinigte Lebensmittel und verseuchtes Wasser fuehren zur Verbreitung von Typhus und Tuberkulose in ganz Deutschland. Allein in der britischen Besatzungszone werden 46 000 Faelle von offener Tuberkulose registriert. Besonders trifft es diejenigen, die in engen Behelfsquartieren ohne sanitaere Einrichtungen leben muessen. Fuer die sechskoepfige Familie von Edith Eints gab es kein fliessendes Wasser. "Das Wasser, das wir zum Waschen und Kochen brauchten, haben wir aus den Graeben geholt; aus den Graeben zwischen den Feldern - das stank. Mein Brude, der wurde morgens einmal wach und fragte: "Was habe ich da?" - Und dann zog meine Mutter ihm den Spulwurm aus der Nase. Sie sagte zu ihm: "Das war eine Nudel."
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