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Weit gefehlt, denn auch der alljährlich wachsende Bücherberg war ja nicht die Lösung, sondern stellte einen erneut vors Problem: "Too much information" (Dan Trap). Schließlich hatte auch die Frankfurter Buchmesse ihre Website. Wie mag sie also aussehen, Die Bibliothek der Zukunft? Es machte schon immer Spaß, Dieter E. Zimmer zu lesen: "Wer den Computer boykottiert, schadet nur sich selbst". Dies ist der diskrete Charme der Analyse, dem womöglich der standhafteste Bildungsbürger erliegt: "Wer den Computer als universales Schreib- und Lesegerät nutzt, hat mehr davon, wenn er versteht, was er kann und was nicht und warum." Zimmer versteht viel davon, und es ist leicht einzusehen, dass im Bibliothekswesen etwa "die Elektrifizierung der Kataloge kein neumodischer Schnickschnack" ist, der bloß den Ungeduldigen das Leben leichter macht. Jetzt, wo nicht mehr nur in Regalmeter sondern in Gigabyte gedacht wird ("Vom Ruß auf Holz zum Pixel im Kristall"), sind Kulturtechniken wie Suchen, Lesen, Sammeln, Schreiben nötiger denn je.
Wie geht es weiter mit "U®heberrecht", "Hypertext" und den"eNzyklopädien"? Dieter E. Zimmer liefert ein äußerst lesenswertes Update zur Quellenkunde in den Zeiten des WWW. --Michael Langer
331 pages, Hardcover
First published January 1, 2000