1632: Schwarze Magie und eine Liebe unter Ausgestoßen Als Sophie den Herrn der Wildenburg heiratet, hofft sie auf eine glückliche Ehe. Doch ihr Mann ist gewalttätig und einer schönen, jungen Hexe verfallen. Sophie flieht von der Burg und versteckt sich in den Wäldern der Eifel. Da begegnet sie einem Mann, der selbst auf der Flucht ist. Er ist ein verurteilter Mörder. Die Leute nennen ihn den Leichendieb. Aber ist er wirklich ein kaltblütiger Verbrecher? Sophie wird in eine mysteriöse Teufelei verstrickt, in der Gut und Böse bald nicht mehr zu unterscheiden sind ...
1632: Sophie ist 17 Jahre alt, als sie Burgherrin der Wildenburg wird. Doch ihren Mann Marsilius hat sie nicht aus Liebe geheiratet, und so steht die Ehe der beiden auch unter keinem guten Stern. Marsilius ist gewalttätig und ansonsten an seiner Frau nicht interessiert. Als die Situation eskaliert, gelingt Sophie die Flucht von der Burg. Hilfe bekommt sie von Marx, der allerdings ein verurteilter Mörder ist. Kann sie ihm trauen?
* Meine Meinung * Ein wunderschöner und sehr bildhafter Roman, der durch die gut dargestellten Figuren, die Beschreibungen der Ortschaften und Begebenheiten sehr authentisch und lebendig rüberkommt. Man kann sich als Leser alles sehr bildhaft vorstellen und ist fast ein Teil der Geschichte. Auch kommt man in die Handlung schnell und gut hinein, und der leichte und angenehme Schreibstil lädt dazu ein, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Die Geschichte ist durchweg spannend und bietet überraschende Wendungen, so dass Langeweile nicht aufkommen kann. Auch geschichtlich scheint es mir gut recherchiert zu sein. Man erfährt so einiges über das Leben früher. Mir hat es sehr viel Freude gemacht, diesen Roman zu lesen!
Die Geschichte: Sophie ist erst 17 Jahre alt und schon Herrin der Wildenburg. Frisch verheiratet mit ihrem Mann Marsilius lernt sie jedoch schon in der Hochzeitsnacht, dass ihre Zukunft alles andere als rosig sein wird. Edith, die Geliebte ihres Mannes, macht ihr das Leben zur Hölle und hetzt das Gesinde gegen Sophie auf. Als die Lage sich immer mehr zuspitzt und sogar Sophies Leben bedroht ist, flieht sie von der Burg. Dabei begegnet sie zwei Männern: dem verurteilten Mörder Marx und dem gelehrten Julius. Beide spielen fortan eine große Rolle in den zahlreichen gefährlichen Abenteuern, die Sophie bestehen muss, bevor sie endlich glücklich werden kann.
Meine Meinung: Der Schreibstil von Helga Glaesener ist wirklich toll und absolut mitreißend. Sie beschreibt die damaligen Verhältnisse im Jahr 1632 sehr anschaulich und atmosphärisch. Da tobt zum einen ein erbitterter Glaubenskrieg und andererseits erleben wir die Nöte der jungen Sophie. Das Leben wird recht authentisch dargestellt, so dass man den Alltag der verschiedenen Bevölkerungsschichten gut nachvollziehen kann. Eine große Rolle in der Geschichte spielt auch die Hexenverfolgung, ein ebenso spannendes wie grausames Thema. Interessant ist hierbei auch, dass die Autorin das Ganze aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Selten ist etwas nur “gut” oder “böse”, es gibt etliche Zwischentöne und in diesen Grauzonen bewegen sich viele der Figuren.
Sophie ist als Hauptperson zwar alles andere als unsympathisch, aber ich hätte mir noch etwas mehr Nähe zu ihr gewünscht. Genau kann ich gar nicht sagen, woran die kleine emotionale Distanz gelegen hat, aber sie war zweifelsohne da. Wobei sie allerdings durch ihr Handeln auf den letzten Seiten noch etwas gut gemacht hat, denn da sieht man dann deutlich, wie sehr sie sich im Laufe der Geschichte gewandelt hat. Auch in den Nebenrollen sind einige nette Charaktere zu finden, wie zum Beispiel einen Pfarrer, über dessen Verhalten ich oft schmunzeln musste.
An Spannung fehlt es der Geschichte meistens nicht, auch wenn so mancher Irrweg die Lösung des Rätsels immer wieder in weite Ferne rückt. Es passiert eigentlich ständig irgendwas Wichtiges und man kann mit den Hauptpersonen schön mitfiebern und mitleiden. Auch einige actionreichere Szenen gibt es, genau wie gruselig-mysteriöse Momente. Die Emotionen kommen auch nicht zu kurz, aber die Liebesgeschichten treten niemals zu sehr in den Vordergrund, was ich sehr lobenswert finde.
Fazit: Eine spannende Geschichte mit vielen Intrigen, Irrwegen, Emotionen und einem tollen Ende!
Audiobuch 1632: Schwarze Magie und eine Liebe unter Ausgestoßen. Als Sophie den Herrn der Wildenburg heiratet, hofft sie auf eine glückliche Ehe. Doch ihr Mann ist gewalttätig und einer schönen, jungen Hexe verfallen. Sophie flieht von der Burg und versteckt sich in den Wäldern der Eifel. Da begegnet sie einem Mann, der selbst auf der Flucht ist. Er ist ein verurteilter Mörder. Die Leute nennen ihn den Leichendieb. Aber ist er wirklich ein kaltblütiger Verbrecher? Sophie wird in eine mysteriöse Teufelei verstrickt, in der Gut und Böse bald nicht mehr zu unterscheiden sind ...