»Ich will mit leichtem Gepäck nach Irland reisen. Und alles Materielle, was wir haben, ist sowieso nur eine Leihgabe im Leben«.Giovannas Leben liegt in Trümmern. Ihre Tochter studiert in den USA, ihr Mann hat sie verlassen, sie hat ihr Haus verloren. Doch als sie am Tiefpunkt angekommen scheint, erinnert sie sich an einen nach Irland zu gehen. Schon bald lassen Landschaft und Menschen auf der grünen Insel sie ihren Kummer vergessen – allen voran der schüchterne Lichttechniker Shane.Als sie Monica kennenlernt, die wie eine Einsiedlerin in ihrem ehemaligen Bed & Breakfast haust, kommt Giovanna einem Geheimnis auf die Spur. Legenden ranken sich um Monicas Haus aus Perlmutt. Sind die Gerüchte wahr, dass Monica ihre Familie auf dem Gewissen hat? Kann Giovanna Monica zusammen mit Liam helfen, ihr Schicksal wieder in die Hand zu nehmen? Zwei Frauen, zwei miteinander verwobene Schicksale und der Wunsch nach einem glücklichen Leben.
Egal wie lange man verheiratet ist, es kann dennoch vom einem auf den anderen Tag vorbei sein. Genau das muss Giovanna am eigenen Leib erfahren. Denn ihr Mann Henry will die Scheidung. Schon seit Monaten betrügt er Giovanna mit einer anderen Frau. Als diese nun auch noch von ihm ein Kind erwartet, schenkt Henry er seiner Frau endlich reinen Wein ein. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, schlägt er ihr auch noch einen Deal vor. Er bietet ihr einen Haufen Geld an, dafür dass sie ihr gemeinsames Haus räumt. Seine neue Freundin möchte nämlich dort leben und ihr Kind aufziehen. Zunächst weiß Giovanna gar nicht wie sie mit dieser neuen Wendung ihres Lebens klarkommen soll. Doch plötzlich fällt ihr ein, dass sie als junge Erwachsene einen Traum hatte, der nie in Erfüllung ging. Einmal nach Irland reisen. Ihr Tochter ist in den USA, ihr Mann hat sie betrogen und will die Scheidung, ihr steht eine große Summe an Geld zur Verfügung - warum also nicht?
Giovanna beschließt, dass es Zeit ist ihren damaligen Traum endlich in die Realität umzusetzen. Von heute auf morgen packt sie die wichtigsten Dinge zusammen, lagert einen Teil bei einer guten Freundin ein und schon beginnt das Abenteuer, nach dem sich Giovanna schon seit ihrer Jugend sehnt.
Charaktere:
Von Giovanna kann man nur beeindruckt sein. Trotz eines so herben Schlags rafft sie sich in Rekordzeit wieder auf und packt ihr Glück beim Schopf. Einerseits finde ich das wirklich umwerfend, andererseits allerdings auch eher unrealistisch. Innerhalb von ein paar Tagen wegstecken, dass der Mann, mit dem man seit Jahren verheiratet ist, einen seit Monaten oder Jahren betrügt, eine andere Frau geschwängert hat und nun mit der neuen Familie im eigenen Haus leben möchte? Also das ist schon wirklich eine Menge, um einfach zu sagen: „Ich packe ein paar Sachen und erfülle mir meinen Jugendtraum“. Ich hätte es realistisch gefunden, hätte sie etwas länger getrauert und sich dann erst aufgerafft.
Henry und seine neue Freundin mache ich mal einem Absatz. Absolut furchtbar die Beiden. Das Buch beginnt in der Vergangenheit mit dem ersten Treffen zwischen Henry und Giovanna. Er bewilligt ihr damals keinen Kredit, weil er sie gerne Daten, sie aber nach Irland reisen möchte. Was ich auch schon nicht in Ordnung fand. Die Tatsache, dass er dann Jahre später sie jedoch betrügt, anstatt sich fair und ehrlich von ihr zu trennen. Wow, einfach nein. Richtig, richtig miese Nummer. Dass seine Freundin dann auch noch verlangt, dass er Giovanna aus dem gemeinsamen Haus ‚wirft‘? Nochmal wow, die beiden verdienen sich wirklich. Einer schlimmer als der andere.
Eine weitere wichtige Rolle spielt Monica. Zu ihr konnte ich leider keinen Bezug finden. Ich hatte im Allgemeinen schon Probleme bei dem Buch, da die Protagonisten einfach deutlich über meiner Altersklasse liegen. Monica mit ihren über 60 und dazu noch ziemlich verbittert war dann leider absolut nicht mein Fall. Allerdings war es schön zu verfolgen, wie sie nach und nach aufgetaut ist und das Giovanna sie mit ihrem Ehrgeiz und Optimismus ein wenig anstecken konnte.
Schreibstil/Spannungsbogen:
Der Schreibstil war in Ordnung, aber auch nicht unbedingt meins. Er war sehr simpel gehalten und mir an manchen Stellen auch ein bisschen zu wenig ausgefeilt. Es hätte für mich gerne ein bisschen ausgeschmückter und runder sein können. Was ich allerdings gut fand, ist das dadurch das Buch nicht zu lange geworden ist. Mal 300 Seiten zu lesen fand ich sehr angenehm. Von der Spannung her konnte es mich leider auch nicht ganz mitreißen. Wie erwähnt bin ich aber vielleicht auch einfach nicht unbedingt in der entsprechenden Zielgruppe für diese Geschichte. Mir war es doch ein bisschen zu unaufgeregt.
Fazit:
Für mich persönlich war „Das Haus aus Perlmutt“ eine ganz nette Geschichte für zwischendurch, die mich aber nicht richtig packen konnte. Wie bereits erwähnt denke ich allerdings auch, dass es wahrscheinlich eher eine ältere Leserschaft ansprechen könnte. Die Charaktere befinden sich in einem Alter zwischen Mitte 40 und 60. Dementsprechend befinden sie sich auch in einem ganz anderen Abschnitt ihres Lebens und haben andere Probleme als ich mit Mitte 20. Weswegen meine Rezension gerne ein bisschen unter Vorbehalt betrachtet werden darf. Wenn ihr gerne Geschichten lest, in denen das Leben einer Person auf den Kopf gestellt wird und diese sich auf beeindruckende Weise wiederaufrichtet, dann könnte dieses Buch etwas für euch sein. Wenn ihr aber vielleicht auch eher etwas jünger, wie ich, seid und eine gewisse Identifikation mit den Charakteren und deren Problem braucht, dann ist dieses Buch vielleicht nicht die beste Wahl für euch. Außer ihr wollt mal etwas Neues, Reiferes testen, dann gebt dem Buch gerne eine Chance. Vielleicht könnt ihr euch ja aber auch einfach besser in eine solche Geschichte hineinversetzen als ich. Auch absolut im Bereich des Möglichen! 😊
Giovannas Welt bricht zusammen, als sie just am selben Tag, als ihre Tochter Ophelia für ein Jahr als Au Pair in die USA aufbricht erfährt, dass ihr Mann seit einem Jahr eine Affäre hat. Das Fass schlägt schließlich den Boden aus, als ihr dieser erklärt, dass Giovanna ausziehen soll, weil seine Freundin mit ihm ins gemeinsame Haus einziehen möchte. Nach dem allergrößten Schock erinnert sich Giovanna an ihren großen Traum vor der Hochzeit mit Henry: ein Studium in Irland. Sie packt daraufhin ihre Koffer, verlässt Zürich und erfüllt sich ihren Jugendtraum: eine Rundreise durch Irland von dem Geld, das sie für die Haushälfte von ihrem Mann erhält. Bald nimmt sie die grüne Insel mit den liebenswerten Menschen gefangen. Als sie die einsame Monica kennenlernt, die von den anderen Einwohnern gemieden wird, versucht sie zu helfen und herauszufinden, welches Geheimnis diese verbirgt...
Der Verlust des Ehemannes/Verlobten, sowie meistens auch des Jobs, ist momentan ein sehr beliebtes Thema in diversen Frauen- und Liebesromanen. Nachdem ich die bezaubernde Leseprobe gelesen hatte, wollte ich trotz des bereits zu oft duchgekauten Themas, diesen Roman gerne lesen und hatte bei der Lovelybooks Auslosung Glück. Die ersten Seiten bis Giovanna nach Irland aufbrach, waren auch wunderschön zu lesen und ich trauerte und fieberte mit Giovavanna mit. Ich fasste es nicht, dass sie sich von ihrem Ehemann und seiner Geliebten schikanieren lässt und sich viel zu wenig wehrt. Doch dann bricht Giovanna ihre Zelte in der Schweiz ab und versucht ihren Lebenstraum zu leben. Sie ist eine äußerst sympathische Protagonistin, der man all diesen Herzschmerz nicht wünscht und man hofft, dass sie in Irland ihre neue Heimat findet.
»Ich will mit leichtem Gepäck nach Irland reisen. Und alles Materielle, was wir haben, ist sowieso nur eine Leihgabe im Leben«.
Ab dem Zeitpunkt, als sich Giovanna in Irland befindet, empfand ich die Geschichte leider nicht mehr so authentisch, sondern teilweise vorhersehbar und stereotyp. Kaum unterwegs, liegt Giovanna schon der erste tolle Typ zu Füßen! Muss das sein? Sie hat eine 20jährige Ehe hinter sich, da verliebt man sich nicht mal eben gleich wieder. Ich konnte auch keine Funken zwischen den Beiden sprühen sehen bzw. empfand ich diese plötzliche Verliebtheit total unrealistisch. Vorallem...muss man sich sofort wieder einen Mann aufgabeln? Kann man als Frau nicht alleine Spaß haben? Von der erwarteten Rundreise, die mir die Insel näher bringen hätte sollen, hätte ich mir mehr erwartet. Esther Destratis hat aber die Beschreibungen der Insel und vorallem der freundlichen und hilfsbereiten Menschen sehr lebendig und bildhaft dargestellt. Man fühlt sich sehr schnell auf der grünen Insel angekommen. Giovanna landet schlussendlich bei Monica, die früher ein Bed & Breakfast mit ihren Eltern bewirtschaftet hat. Die mittlerweile ältere Frau lebt zurückgezogen in ihrem Haus und wird von den Bewohnern gemieden. Es ranken sich einige Gerüchte um ihre Person. Obwohl Monica sich anderen Menschen verschließt, lässt sie Giovanna bei ihr übernachten und freundet sich mit ihr an.
Die Autorin zeigt in ihrem ersten Roman, dass es nie zu spät ist, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen! Mit der einsamen und geheimnisvollen Monica hat sie eine weitere Figur entworfen, die man mögen muss, bei der man aber auch unbedingt wissen möchte, was in ihrer Vergangenheit passiert ist. Ganz besonders ans Herz gewachen ist mir allerdings Liam, der Monica aus ihrem Schneckenhaus herauslocken kann. Giovannas Freundin Jasmina aus Zürich ist ebenfalls ein sehr liebenswerter Charakter, den man schnell ins Herz schließt. Sie ist die Einzige, die nach dem Eheaus zu Giovanna hilft und sie unterstützt.
Esther Destratis hat zum Ende hin alle offenen Fragen beantwortet, bis hin zu jeder Nebenfigur. Das fand ich großartig, denn oftmals bleiben nach dem Beenden eines Romans einige Fragen zu Handlungsträngen oder Figuren offen. Das Ende war mir dann leider etwas zu Happy End-lastig. Eines hätte mir genügt, aber nicht eine Fülle von glücklichen Enden...das war mir ehrlich gesagt zu viel!
Schreibstil: Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist flüssig, emotional und die Dialoge sind humorvoll. Man versinkt sehr schnell in der Geschichte. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Über jedem steht der Name der Protagonistin, aus deren Leben wir gerade lesen.
Fazit: Ein netter Wohlfühlroman mit liebenswerten Charakteren, aber noch kleinen Schwächen. Leichte Lektüre für zwischendurch - zum Seele baumeln lassen und besonders für Happy End und Irland Liebhaber.
Die Geschichte an sich war einfach klasse. Eine Frau Mitte 40 erfährt, kurz nachdem ihre Tochter für ein Jahr in die USA geht, dass ihr Mann sich von ihr trennen will und schon lange eine andere Frau hat. Eine Welt bricht für sie zusammen, aber Giovanna ist eine sehr starke und positive Frau. Sie macht sich auf nach Irland. Das war schon immer ihr großer Traum und nun erfüllt sie ihn sich. Was sie dort erlebt, welche Leute sie trifft und wie von da an ihr Leben verläuft war sehr interessant. Vor allem die Charaktere im Buch fand ich klasse. Mal abgesehen von Giovanna, mochte ich Liam unheimlich gern. Er ist zwar nur eine Nebencharakter aber ich mochte den alten Fischer sehr. Ab etwa der Hälfte des Buches gibt es eine zweite weibliche Hauptfigur. Monica ist schon Mitte 60, hat ein hartes Schicksal hinter sich und ist total verbittert. Da treffen die beiden Lebensstränge von Giovanna und Monica zusammen und beide geben dem jeweils anderen Halt. Auch die verrückten Freundinnen, die Giovanna in Irland kennenlernt waren einfach göttlich und ich hab es sehr genossen über sie zu lesen. Leider konnte der Schreibstil mich gar nicht begeistern. Er war sehr einfach und wirkte ungelenk. Monicas Charakter wurde viel zu abrupt und unrealistisch entwickelt. In einem Moment ist sie die verbitterte, alte Frau, die Leuten extrem vor den Kopf stößt und einen Tag später ist sie das nette, liebevolle Muttchen, dass ein Herz für jeden hat. Das war richtig unglaubwürdig und ich musste mich zwingen meinen Kopf auszuschalten, um das Buch noch weiter zu genießen. Die veränderte Monica gefiel mir dann aber so sehr, dass ich mich damit abfand. Trotzdem hätte man von Anfang an ihren Charaktere nicht so auf die Spitze treiben müssen. Auch im allgemeinen war der Schreibstil wirklich sehr einfach. Dem Leser wurde alles vorweggenommen, selbst Gedanken wurde ausgeschrieben, die längst auf Grund von Dialogen oder Beobachtungen klar waren. Alles verläuft sehr linear und zu perfekt und idyllisch. Naja, ich werde sicher kein weiteres Buch mehr von der Autorin lesen, aber ich habe es trotzdem nicht bereut dieses hier gelesen zu haben, da die Story und die Charaktere wirklich was ganz besonderes waren.
Story 4,0/5 (tolle Lebensgeschichte) Charaktere 4,4/5 (großartige Protagonistin und tolle Nebencharaktere) Schreibstil 2,0/5 (sehr einfach) Gesamt 3,0/5 (ich habe das Lesen nicht bereut, kann es aufgrund des Schreibstils aber nicht empfehlen)
Von einer Minute auf die andere ändert sich schlagartig Giovannas Leben. Ihre Tochter geht in die USA und ihr Mann erklärt ihr nach 26 glücklichen Jahren, dass er schon seit einem Jahr eine Geliebte hat und sich nun trennen möchte. Zudem fordert er auch noch das gemeinsame Haus. Jetzt ist für Giovanna endlich der richtige Zeitpunkt gekommen, um sich ihren Jugendtraum zu erfüllen und nach Irland zu gehen. Dort trifft sie auf Monica, die vom Schicksal auch nicht gerade verschont wurde ...
"Das Haus aus Perlmutt" ist die zweite Geschichte mit der mich Esther Destratis absolut begeistern konnte. Giovanna ist der Typ Frau, den man sofort zur Freundin haben möchte. Sie ist stark, läßt sich nicht unterkriegen und ist immer für andere da, obwohl es ihr selber alles andere als gut geht. Ich habe sie sehr bewundert, wie sie sich ihrem Mann gegenüber verhalten hat. Die Geschichte wird abwechselnd zwischen Giovanna und Monica erzählt, was die Geschichte ziemlich kurzweilig und auch spannend macht. Auch Monica habe ich schnell ins Herz geschlossen und ich hätte die beiden zu gerne in den Arm genommen und getröstet. Es war sehr schön zu lesen, wie die beiden sich ergänzt haben. Auch Shane war mir sehr sympathisch, hat er doch ein ähnliches Schicksal wie Giovanna durchgemacht. Der Schreibstil der Autorin ist so authentisch, lebendig und bildhaft, man hat das Gefühl, die Protagonisten persönlich zu kennen und fühlt daher umso mehr mit ihnen mit. Ich liebe ja Irland, war aber leider noch nicht dort, aber alles wurde so wunderbar beschrieben, dass ich mich wenigstens gedanklich dorthin träumen konnte. Fazit: Eine sehr zu Herzen gehende Geschichte, die das Reisefieber weckt und mich mit äußerst sympathischen Protagonisten bekannt gemacht hat, die ich nur sehr ungern wieder verlasse. Für so schöne Lesestunden vergebe ich sehr gerne 5 Sterne +++
Protagonistin Giovanna steht nach 25 Jahren vor dem Ende ihrer Ehe. Ihr Mann hat seit einem Jahr eine Affäre und verlässt sie für eine Jüngere, ihre Tochter ist gerade für 1 Jahr in die USA gezogen. Nun möchte er mit seiner neuen Partnerin in ihrem Haus leben und Giovanna soll ausziehen. Doch sie hadert nicht wirklich mit ihrem Schicksal. Frei nach dem Motto „Alles Materielle, was wir haben, ist sowieso nur eine Leihgabe im Leben“ lässt sie ohne Groll ihren Mann ziehen und beschließt, noch einmal ganz von vorne anzufangen. Es war früher, als sie noch frei und ungebunden war, ihr Traum, nach Irland zu gehen. Spontan setzt sie das innerhalb weniger Tage in die Tat um. Die wenigen Sachen, die sie behalten möchte, lagert sie ein und zieht mit leichtem Gepäck einer ungewissen Zukunft entgegen. Doch Landschaft und die Iren heißen sie willkommen. Schnell lernt sie neue Menschen kennen und findet auf der Suche nach einer Unterkunft ein heruntergekommenes ehemaliges Bed & Breakfast. Obwohl es seit vielen Jahren nicht mehr betrieben wird, schafft es Giovanna, Einlass zu bekommen. Doch um die Wirtin, die einsam und allein lebt und zu niemandem Kontakt haben möchte, ranken sich alte Erzählungen und Gerüchte. Kann Giovanna ihr helfen, ihrem Leben wieder einen Sinn zu geben?
Nicht ich habe dieses Buch gefunden, sondern das Buch ist zu mir gekommen. Lange Geschichte, ist für die Rezi aber auch egal. Ich wusste also vorher nicht so richtig, was mich erwartet. Dennoch waren meine Erwartungen ziemlich weit oben angesiedelt, denn ich habe direkt vorher eine andere Geschichte der Autorin gelesen, die mich absolut positiv überrascht hat.
Auch hier wurde ich überrascht, natürlich positiv 😉. Die Geschichte hat alles, was eine romantische Liebesgeschichte braucht: Schicksalsschläge, Liebe, Familiengeheimnisse, Freunde, zufällige Weggefährten und eine schöne Landschaft drum herum. Sie hat mich von der ersten Seite an völlig in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen, bis ich alles gelesen hatte.
Der Schreibstil ist einfach großartig. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich persönlich in dieser wunderhübschen Pension in Irland in der Nähe eines schönen Strandes. Doch nicht nur die Liebe, auch Schicksalsschläge finden hier ihre Berechtigung. Die Geschichte ist so, wie das Leben manchmal spielt: überraschend!
Dabei hatte die Autorin immer auch alle Nebenfiguren im Blick. Ein Nebencharakter hat es mir zu Beginn der Geschichte besonders angetan. Während des Lesens habe ich immer wieder gedacht, wie schön es wäre, von ihr nochmal zu lesen, obwohl es für die Entwicklung der Protagonistin egal war. Wie überrascht war ich, als ich zum Ende des Buches hin noch erfuhr, wie es ihr ergangen ist. Das hat die Sache wirklich rund gemacht.
Ich gebe dieser wundervollen Geschichte 5 von 5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.
Das Cover fand ich sofort wunderschön, es ist direkt entspannend und man freut sich auf eine schöne Geschichte bei idyllischer Stimmung.
Inhalt und Meinung: Das Buch geht um das Leben von Monica und Giovanna. Man liest auch abwechselnd aus ihrer Sicht. Es beginnt mit Giovannas Geschichte, als sie vor 26 Jahren ihren Ehemann kennen lernt. Nach einigen Seiten gibt es einen Zeitsprung ins Jetzt. Giovannas Ehe steht vor dem Aus. Später kommen dann auch Kapitel aus Monicas Sicht dazu, sie lebt in dem ehemaligen Bed and Breakfast ihrer Eltern, das allerdings seit langer, langer Zeit nicht mehr betrieben wird. Ihre Eltern und Schwester sind leider verstorben, und Monica wird von furchtbaren Alpträumen geplagt. Giovanna war mir anfangs eher unsympathisch aber mit der Zeit habe ich sie ins Herz geschlossen. Monica mochte ich von Anfang an. Auch die Nebencharaktere haben alle ihre kleinen Eigenheiten und Details, man kann sich in die meisten Charaktere gut hineinversetzen, wodurch sie sehr gut vorstellbar sind. Die Beschreibungen der Orte und Begebenheiten sind bildhaft beschrieben und ich hatte immer ein gutes Bild vor Augen. Der Schreibstil war ab und zu etwas holprig, aber meistens konnte ich das Buch flüssig lesen. Das Buch geht ziemlich rasant voran, es passiert unglaublich viel in kurzer Zeit. Das hat mich leider oft aus dem Lesefluss geworfen, in dem Buch ändern sich gleich zwei Leben, bzw eigentlich sogar mehr, aber auf jeden Fall die beiden Leben der Protagonistinnen um 180 Grad. Das war ab und zu etwas zu viel Informationen und Änderungen auf einmal. Dadurch gab es leider auch oft Situationen, die sehr vorhersehbar waren, aber trotzdem einfach unrealistisch. So viele Zufälle und Schicksalswendungen kann es, meiner Meinung nach, einfach nicht geben. Nicht innerhalb eines Jahres. Das Ende hat mir grundsätzlich gefallen, nur auch das war mir zu perfekt und dadurch unrealistisch, es war einfach etwas zu viel.
Fazit: Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen und die Geschichten von Giovanna und Monica mit Freude verfolgt. Ich bin definitiv gespannt auf weitere Bücher der Autorin!
Vielen Dank an die Autorin für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplar! Dies hat meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.
Ich gebe zu, am Anfang dachte ich oh nein bitte nicht schon wieder ein Buch über einen Neuanfang im Ausland, wo vermutlich die große Liebe warten wird.. denn Giorgia, die Hauptfigur, zieht es nach dem Ehebruch ihres Mannes direkt nach Irland. Praktischerweise bekommt sie eine dicke Abfindung von ihrem Ex, so dass Geld keine Rolle spielt, daher kündigt die auch gleich ihren Job als Lehrerin. (Wobei ich mich Frage, ob es nicht wunderschön sein muss zwischen Bergen und Seen in der Schweiz zu leben - aber wie immer zieht es einem zu dem was man eben nicht vor der Tür hat: das Meer in diesem Fall. Aber dann kommen neue Protagonistin hinzu, deren Lebensgeschichten das ganze Buch in seiner Form aufwerten. Hinzu kommt das Giorgia gerade so vor positiver Lebenseinstellung strahlt und so gute Energie vermittelt, dass ich dadurch von der Geschichte überzeugt bin. Das Glas ist stets halb voll . Die Geschichte zeigt, dass das Leben immer einen anderen Weg bereit hält, dass es dir zweite Chancen ermöglicht, wenn du nur mit positiven Willen und Freundlichkeit voran gehst.
Es mag vielleicht kein literarisch anspruchsvolles Buch sein und hier und da noch kleinere Rechtschreibfehler enthalten, aber wer bitte achtet in einem Roman auf sowas, statt mit dem Herzen in der Geschichte dabei zu sein?! Es ist ein wohlfühl-Buch für reifere, starke Frauen. Einzig das Thema Geld hat mich hier beschäftigt, denn es wird auf so selbstverständliche Weise verpulvert, dass ich mich frage, wie Giorgia die Situation wohl ohne Vermögen gemeistert hätte...?
Vielen Dank für diese positive Geschichte voller Lebensmut
Endlich kam ich dazu, Haus aus Perlmutt von der lieben Esther Destratis zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr nach 30 Jahren Ehe betrogen zurückgelassen werdet? Bestimmt nicht wie Giovanna, unsere Protagonistin. Sie packt einfach alles zusammen und erfüllt sich ihren lange gehegten, aber damals begrabenen Traum, nach Irland zu gehen. Dort trifft sie auf die Mitsechzigerin Monica, die ihr ganz eigenes Päckchen zu tragen hat. Ihre Begegnung scheint Schicksal und man weiß nicht, wer genau wen „rettet“. Ich mag wie mutig Giovanna ist. Sie hat ein großes Herz, ist eine Löwenmama, eine Kämpferin, aber auch Gefühlsmensch. Wir erleben ihren Neuanfang in Irland, lernen aber auch Monica kennen und wie sich durch ihr Kennenlernen etwas Neues entwickelt. Ich mag wie beide Frauen das Leben annehmen, wie es kommt und versuchen etwas Gutes aus dem Negativen zu machen. Die Autorin beschreibt die Protagonistin so eingängig, dass ich schon fast glaubte, selbst zum Freundeskreis zu gehören. Auch Irland hat sie mir durch die bildliche Sprache und Begeisterung für das Land schmackhaft gemacht. Von mir gibt‘s 4 ⭐️ Einen Stern habe ich abgezogen, weil mir das Ende dann doch ein wenig zu over the top war (Tochter) und ich das Bewerben von Neuschnee des Lebens etwas „nervig“ fand, auch wenn sie es geschickt eingewoben hat (sorry liebe Esther, aber ich bin halt ehrlich 🤷🏼♀️) Ich lege euch dieses Buch ans Herz, denn daraus lässt sich viel für das eigene Leben mitnehmen. Ganz besonders toll finde ich das Zitat über das leichte Gepäck. Doch lest selbst ❤️
Lesezeichenfee zum Buch und Inhalt: Giovanna wird von ihrem Mann Henry betrogen. Seine Geliebte bekommt ein Kind und möchte in das Haus einziehen. Sie packt und fängt in Irland neu an.
Lesezeichenfees Meinung: Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist so herrlich romantisch und einfach schön, es passt wunderbar zum Buch. Auch der Rückentext ist aussagekräftig und das Zitat ist exakt das, was ich auch gewählt hätte:“ ..alles Materielle, was wir haben, ist sowieso nur eine Leihgabe im Leben.“ Eine 1 mit Sternchen.
Der Liebesroman selbst ist total nach meinem Geschmack. Der Schreibstil ist so, dass ich sofort im Buch zuhause bin. Für mich ist das eine Mischung aus Milena Moser und Sheila O’Flanagan. Da das einige meiner Lieblingsautorinnen sind, bin ich total gespannt, was Esther Destratis weiter schreibt, denn die Geschichte hat mir sehr gut gefallen.
Die Geschichte in der Geschichte mit Marlene und Pablo fand ich wunderschön. Das könnte auch jederzeit eine Kurzgeschichte sein. Sie war so rührend und herzerwärmend. Perfekt zu Weihnachten.
Die Charaktere waren alle sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir vorstellen konnte. Bis auf Henry mochte ich alle.
Meine – Lesezeichenfees – Fazit: Für mich der Sommerstrandroman 2019. Leichte, wunderschöne Lektüre für den Strand. 10 Sterne. :-)
Wundervoll. Anmutig. Stärkend. Leseerlebnis : Ich verliere selten ein Wort bezüglich des Cover eines Buches, doch dieses hat mich direkt in seinen Bann gezogen. Glücklicherweise trügt der Schein nicht. Dieses Buch ist definitiv ein Jahreshighlight für mich. Dies vorweg! Im Prolog lernen wir die Protagonistin Giovanna im Jahre 1990 kennen. Sie begegnet ihrem zukünftigen Mann, der ihre Zukunft ungefragt lenkt. Mit Beginn der ersten Kapitel erleben wir das Ende ihrer Ehe. Tiefe Verbundenheit und Mitgefühl mit Giovanna erfasste mich beim Lesen. Ich konnte mich extrem gut in sie hineinversetzen. Während der Handlung habe ich mir ihr mitgelitten, mitgefiebert und ihr applaudiert. Nach einigen Kapiteln stößt Monica zur Geschichte hinzu. Im Wechsel werden nun die Kapitel entweder aus ihrer oder Giovannas Sicht erzählt. Esther Destratis schreibt einfach wundervoll: gefühlvoll, anmutig und gleichzeitig mit einer unheimlichen Leichtigkeit. In kürzester Zeit habe ich "Das Haus aus Perlmutt" durchgelesen und mich in die Atmosphäre, die Landschaft und die charmanten Nebencharaktere verliebt. Das Buch hat mich einfach überwältigt und ich habe es glückseelig nach dem Ende beiseite gelegt. Ich liebe Geschichten mit Hallmarkfeeling und das bietet dieser Roman vom Allerfeinsten. Dies war zwar mein erstes Buch der Autorin, aber ganz sicher nicht mein letztes. Fazit : Ein traumhaft schöner Roman über das Wiederaufstehen, das Wiederfinden und eine Liebeserklärung an das einzigartige Irland. Ein Jahreshighlight!