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Die Seelenwärter

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Halle 1805: Julius Weiland, der jüngere Bruder von Unterinspektor Weiland, beginnt ein Medizinstudium an der Friedrichs-Universität zu Halle. Doch an der Lehranstalt geschehen merkwürdige Dinge... Betreibt Erasmus Brackhagen, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Nervenkrankheiten, ein geheimes Forschungslabor und experimentiert an den "Irren", wie die Geisteskranken genannt werden? Ausgerechnet Brackhagen, der widerliche Frischvermählte von Eleonore - der Frau, die Julius um alles in der Welt liebt!

Paperback

Published August 6, 2014

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for ♡ Sonja Rosa Lisa ♡  .
5,460 reviews663 followers
April 18, 2023
Halle 1805: Julius Weiland möchte in Halle Medizin studieren. Er bekommt einen Studienplatz, doch seine Freude wird dadurch getrübt, dass seine Jugendfreundin Eleonore sich verlobt. Dabei ist Julius selbst unsterblich in Eleonore verliebt. Er kann sich jedoch ablenken, indem er sich für seinen Bruder, den Unterinspektor Laurenz Weiland, auf die Suche nach einer jungen Frau begibt. Er kommt seltsamen Vorkommnissen auf die Spur, in die auch Eleonores Ehegatte verwickelt zu sein scheint.
***
Mein Leseeindruck:
Leider habe ich den ersten Teil "Die Schädeljäger" noch nicht gelesen, aber trotzdem hatte ich keine Probleme, der Handlung zu folgen. Die Geschichte ist sehr spannend, unterhaltsam und mitreißend.
Ich mochte Julius von Beginn an und habe mit ihm fühlen können. Es wird ihm im Studentenheim nicht leichtgemacht, und auch seinen Liebeskummer habe ich nachvollziehen können. Seine Suche nach Margot und die Geschehnisse, die darauf folgten, waren sehr spannend, so dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen mochte.
Auch Eleonore ist eine sehr sympathische Figur, die man einfach ins Herz schließen muss. Auch mit ihr konnte ich mitfühlen und habe mich zeitweise sehr verbunden mit ihr gefühlt.
Die Autorinnen haben ein großes Erzähltalent; mich hat das Buch nicht mehr losgelassen. Ich freue mich darauf, bald den ersten Teil zu lesen und hoffe, dass noch weitere Bücher folgen werden!
Profile Image for Kerstin.
831 reviews
August 23, 2016
"Seit er sich entschieden hatte, das Studium der Medizin aufzunehmen, ereignete sich so viel in seinem Leben, was ihn beunruhigte." // Seite 130
"Die Seelenwärter" hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, aber ich hatte ein Problem mit dem Protagonisten. Julius Weiland, frischgebackener Student an der Friedrichs-Universität zu Halle, ist eigentlich nicht unsympathisch, im Gegenteil - gerade am Ende zeigt sich, dass er ein guter Mann ist und sein Herz am rechten Fleck hat. Dennoch konnte ich keine Verbindung zu ihm aufbauen, was vor allem daran lag, wie naiv er sich teilweise aufgeführt hat. So bekommt er beispielsweise eine Zusage zu dem begehrten Studium, aber er vergisst, sich das schriftlich bestätigen zu lassen? Wirklich? Eine mündliche Zusage mag für ihn ausreichend gewesen sein, aber er hätte sich doch denken können, dass er das bei seiner Anmeldung belegen muss... und es gibt noch ein paar andere Szenen, in denen er sich ähnlich verhält. Außerdem neigt er ein wenig zur Dramatik; davon abgesehen ist er aber, wie bereits erwähnt, recht sympathisch.

Besonders gut gefallen haben mir die Einblicke in das Leben eines Medizinstudenten im Jahre 1805 und generell, dass das Buch an einer Universität spielt. Dieser Aspekt der Geschichte war interessant und auch informativ. Zugleich aber merkt man schon früh, dass irgendetwas nicht stimmt und vermutlich Verbrechen geschehen, in die Angehörige der Universität verwickelt sein könnten. So wird aus "Die Seelenwärter" eine Mischung aus historischem Roman und historischem Krimi, was ich sehr mochte. Julius' Suche nach der Wahrheit, die von seinem Bruder, einem Unterinspektor, angeregt und unterstützt wird, war spannend und den Autorinnen ist es auch sehr gut gelungen, eine falsche Fährte zu legen. Die Auflösung hat mich überrascht, obwohl es im Rückblick fast schon offensichtlich ist. Leider muss ich aber auch sagen, dass mir am Ende alles zu schnell ging. Erst hat Julius eine Spur, dann ist er in Gefahr und dann wird er auch schon gerettet. Über die Motive des Täters erfährt man ebenfalls nicht sehr viel, was ich schade fand. Eine ausführlichere Darstellung hätte mir gefallen und dafür hätten im Mittelteil ein paar eher unwichtige Szenen gestrichen werden können.

Fazit
"Die Seelenwärter" ist ein gelungener historischer Roman, der interessante Einblicke in das (Studenten-)Leben des 19. Jahrhunderts gibt und auch einen spannenden 'Fall' bietet. Ich konnte keine wirkliche Verbindung zum Protagonisten aufbauen und hätte mir am Ende mehr Erklärungen gewünscht, aber davon abgesehen ist das Buch gut.
3,5/5 Sternen
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