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Paperback
Published August 6, 2014
"Seit er sich entschieden hatte, das Studium der Medizin aufzunehmen, ereignete sich so viel in seinem Leben, was ihn beunruhigte." // Seite 130"Die Seelenwärter" hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, aber ich hatte ein Problem mit dem Protagonisten. Julius Weiland, frischgebackener Student an der Friedrichs-Universität zu Halle, ist eigentlich nicht unsympathisch, im Gegenteil - gerade am Ende zeigt sich, dass er ein guter Mann ist und sein Herz am rechten Fleck hat. Dennoch konnte ich keine Verbindung zu ihm aufbauen, was vor allem daran lag, wie naiv er sich teilweise aufgeführt hat. So bekommt er beispielsweise eine Zusage zu dem begehrten Studium, aber er vergisst, sich das schriftlich bestätigen zu lassen? Wirklich? Eine mündliche Zusage mag für ihn ausreichend gewesen sein, aber er hätte sich doch denken können, dass er das bei seiner Anmeldung belegen muss... und es gibt noch ein paar andere Szenen, in denen er sich ähnlich verhält. Außerdem neigt er ein wenig zur Dramatik; davon abgesehen ist er aber, wie bereits erwähnt, recht sympathisch.