Bei einem Autounfall verliert die 18-jährige Läuferin Hanna ihren Unterschenkel – und ihre beiden besten Freundinnen. Ihr Traum, an der Deutschen U20-Leichtathletik-Meisterschaft, teilzunehmen, und die Goldmedaille zu gewinnen, ist geplatzt. Einsamkeit, Phantomschmerzen und Panikattacken bestimmen fortan ihren Alltag. Doch dann lernt sie David kennen, den Jungen im Rollstuhl. Er scheint der Hoffnungsstreifen am Horizont zu sein, denn er ermutigt sie wieder und wieder, gegen den Sturm der Verzweiflung, der seit dem Unfall über ihr tobt, anzukämpfen, statt in ihm unterzugehen. Und am Ende bleibt nur eine Wird Hanna es schaffen, dem tosenden Sturm zu entkommen?
» 4.5 von 5 Sternen « mit klarer Tendenz nach oben. Sarah Nierwitzki hat hier mit Hanna und David zwei unglaublich liebenswerte, authentische und vor allem greifbare und nachvollziehbare Figuren ins Rennen geschickt, mit denen man sich problemlos identifizieren kann. Mitfühlen, mitfiebern, mitleiden - das ist in diesem Roman groß geschrieben. Die Autorin setzt, nach einem sehr rasanten Einstieg in die Geschichte vor allen Dingen auf Gefühle und hat darüber hinaus eine eher ruhige Art des Erzählens gewählt. So wirken die Emotionen umso deutlicher und werden intensiv und berührend rüber gebracht. Zwischen Herzschmerz, Kummer und Leid gibt aber auch genügend schöner Momente, die Hoffnung spenden und zum Lächeln animieren. Für mich persönlich kam das Ende etwas abrupt, aber trotzdem empfand ich es als würdigen Abschluss für die Geschichte und alles in allem komplett rund. Eines weiß ich jetzt, nach dem Lesen, mit absoluter Bestimmtheit: Hanna und David werden mich mein ganzes Leben lang begleiten, denn sie haben mir Mut, Kraft und Motivation gegeben, selbst zu kämpfen und sollte ich jemals in ein Loch fallen, sind sie es, die mich rausziehen werden - durch die bloße Erinnerung an sie. Falls ihr meine ausführliche Meinung noch lesen möchtet, könnt ihr das » hier « auf meinem Blog gerne tun. Viel Spaß dabei ♥
Zuerst war ich skeptisch, ob das Buch richtig für mich ist. Ob ich es überhaupt lesen soll. Ob ich nicht lieber ein Buch zur Hand nehmen sollte, welches einfachere Protagonisten hat. Protagonisten, die keine Panikattacken oder Stürme mit sich tragen.
Aber dann habe ich angefangen zu lesen...und konnte nicht mehr aufhören. Ich habe gemerkt, dass Protagonisten nicht immer geradlinig sein müssen. Es darf ihnen genauso gehen, wie es uns außerhalb der Geschichten eben auch oft geht. Ich konnte mich so viel mehr mit ihnen identifizieren und sie haben mir mehr geholfen, als es ein Roman ohne Ecken und Kanten hätte tun können.
Dieses Buch hat so viel mehr mit mir gemacht. Es hat mir geholfen zu verstehen, dass man an manchen Tagen einfach einen Sturm in seinem Kopf schweben hat, der nicht verschwindet. Aber ebenfalls, dass er wieder weggeht. Und, anders als erwartet, konnte ich bei der Lektüre doch wieder in die Geschichte eintauchen. Hanna und David haben ihre Macken, aber diese machen sie perfekt. Genau diese Macken haben mich wieder nach oben gezogen, heraus aus dem Sturm, der auch so oft in mir tobt.
Danke, liebe Sarah! Mit deinen Büchern bietest du immer einen Zufluchtsort wenn der Sturm in meinem Kopf mal wieder zu stark wird. Denn dann lichten sich die Wolken und der Regen verschwindet zumindest für einen kurzen Moment. Und, ich glaube, die Vorstellung eines Sturmes in meinem Kopf, der wieder vorbeizieht, die behalte ich bei mir. Denn diese Vorstellung macht einiges so viel leichter.