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Tabor Süden #21

Der Narr und seine Maschine

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Eigentlich wollte Tabor Süden seine Ermittlertätigkeit nie wieder aufnehmen, nachdem bei seinem letzten Fall ein Kollege zu Tode kam. Doch als er ohne Abschied für immer aus München verschwinden will, erteilt ihm seine Chefin in letzter Minute einen Auftrag der besonderen Art, den er nicht abschlagen kann. Zum allerletzten Mal macht Tabor Süden, Spezialist für Vermisstenfälle, auf Personensuche. Vermisst wird der Autor Cornelius Hallig, der unter Pseudonym Kriminalromane veröffentlichte und selbst ohne Abschied verschwunden ist. natürlich unbekannt. Werden sich Tabor Süden und der vermisste Schriftsteller, beide verloren für diese Welt, begegnen?In seinem neuen, düsteren Roman lässt Friedrich Ani den vielerfahrenden Detektiv Tabor Süden zurückkehren und führt die Lebensläufe von Ermittler und Vermisstem Beide versuchen den Tod zu betrügen und eine Zeit lang die Finsternis zu überwinden, die ihnen seit jeher vertraut war …»Friedrich Ani schreibt wie ein Schweizer Präzisionsuhrwerk, in diesem eigenen, eigenwilligen Ton, schlank und scharf und trotzdem satt an Atmosphäre.« Frankfurter Rundschau

Paperback

Published January 1, 2019

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About the author

Friedrich Ani

104 books28 followers
Friedrich Ani, 1959 in Kochel am See geboren, lebt heute als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in München. Neben Kriminalromanen schreibt er Lyrik, Erzählungen, Jugendromane und Drehbücher. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen u. a. den Tukan-Preis und dreimal den Deutschen Krimipreis.

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2 (7%)
1 star
2 (7%)
Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Elisabeth Müller.
83 reviews3 followers
June 15, 2025
Wenn Kafka Krimis geschrieben hätte, könnte dieser von ihm sein. Wobei…. in all der Düsternis und Ausweglosigkeit blitzt am Ende sowas wie die Hoffnung auf Nähe auf.
510 reviews16 followers
September 22, 2018
„Ein Mann in einer Bahnhofshalle, irgendein Mann in irgendeiner Bahnhofshalle.“

Tabor Süden war Kriminalhauptkommissar in der Vermisstenstelle der Kripo, quittierte den Dienst, verschwand, kehrte zurück, arbeitete in einer Detektei, jetzt will er wieder verschwinden. Seine Chefin spürt ihn auf, setzt ihn auf einen Fall an. Ein Krimi-Autor ist verschwunden.

„Mich würde niemand wiederfinden, dachte Tabor Süden, als er sich auf der obersten Treppenstufe von der Straße abwandte. Seine Zukunft wäre die allumfassende Unsichtbarkeit.“ S. 10 Der Satz ist typisch für den eher literarischen Stil des Buches, der mir dann doch gelegentlich zu viel wird: „Im irren Glauben, er könne ertwas erkennen, riss er die Augen auf und starrte die schäbige Wand vor sich an wie eine riesige, körnige, Horrorszenen speiende Leinwand.“ S. 22 Der Satz ist auch typisch für Tabor Süden und er könnte gleichmaßen für Cornelius „Linus“ Hallig stehen, den verschwundenen Schriftsteller. Beide sind sie aufgewachsen mit verschwindenden Vätern, können schweigen, haben ihre gewohnten Orte, wenige Bindungen, wenn überhaupt.

Ansonsten ist das hier eher schwierig als Krimi einzuordnen, abseits des gewohnten Schemas von Mord und Leiche, dafür liegt die Stärke darin, wie die Gesprächsführung von Süden Wirkung zeigt, wie er auf das Schuldgefühl von Angehörigen einzugehen weiß, über das ich mir vorher nicht einmal bewusst war: verschwindet jemand aus meinem Umfeld, KANN ich mich nur schuldig fühlen, schließlich hätte ich doch etwas bemerken müssen. Psychologisch meisterhaft, auch in der Düsternis der Darstellung. Kein Buch für schlechte Tage, dafür komplett unproblematisch für jene, die sensibel auf Gewaltdarstellung reagieren.

Das Buch ist der 21. (!) einer Reihe mit Tabor Süden, mein erster, ich konnte bedenkenlos einsteigen. Ich bin irgendwie beeindruckt, gleichzeitig aber nicht sehr inspiriert, weitere Bände zu lesen, dazu wirkte der Text zu desillusioniert und zu deprimierend auf mich. Die harten Brüche der Perspektivwechsel zwischen den beiden Männern hielten mich auf Distanz. Das Ende passt perfekt dazu. Jetzt bin ich ratlos und sehne mich nach einem richtig harten Thriller mit viel Gewalt oder meinem großen Teddybären oder sinniere noch ein wenig über das Buch nach oder besser später, bei Tageslicht.

4 Sterne, 3 oder 5 hätte ich genauso gegeben.
Profile Image for Daniel.
553 reviews68 followers
December 10, 2018
Mein erster Tabor Süden-Fall. Der ehemalige Hauptkommissar Süden will eigentlich nur weg aus der Stadt, hat schon alles gepackt und steht am Bahnhof, schafft es aber nicht sich komplett zu lösen und wird dann von seiner ehemaligen Chefin überrascht.
Sie hat einen neuen Fall, einen verschwundenen Schriftsteller, der dauerhaft in einem Hotel wohnt und urplötzlich nicht mehr auftaucht. Wird Süden ihn finden können?

Nach meinem dritten Buch bin ich absoluter Ani-Fan, sehr tolle Art zu schreiben, die einen fesselt. Ein sehr kurzes Buch, das sich wunderbar lesen lässt.
Absolute Empfehlung!
274 reviews3 followers
October 23, 2018
Ein Blick in den Spiegel?
Tabor Süden will weg. Er will seinen Job als Ermittler nicht mehr haben und er will einfach nur weg aus München. Wohin weiß er selbst nicht. Aber da hat er nicht mit seiner Chefin gerechnet. Sie kommt an den Hauptbahnhof und hat einen Auftrag zu dem Tabor Süden nicht nein sagen wird. Also will er sich noch einmal auf die Suche nach einer vermissten Person machen, nur noch einmal! Und wen soll er suchen? Cornelius Hallig, ein Mann der schon seit langem in einem Hotel wohnt und sich nach dem Tod seiner Mutter immer mehr verändert hat. Cornelius Hallig war mal eine kleine Berühmtheit. Unter dem Namen Georg Ulrich hat er Kriminalromane geschrieben. Je mehr sich Tabor Süden mit dem vermissten Mann beschäftigt, desto mehr werden ihm die Parallelen zwischen der Welt von Cornelius Hallig und seiner eigenen bewusst. Und Tabor Süden schafft es natürlich! Er kann den vermissten Mann finden. Aber wie wird das Zusammentreffen der beiden Herren aussehen? Und vor was rennt Cornelius Hallig wirklich davon?
Die Bücher um den einzigartigen Tabor Süden sind ein ganz besonderer Genuss. Der Autor schafft es auch in diesem Buch wieder trotz der wenigen Seite eine ganz genaue Beschreibung der Orte und Personen wieder zu geben. Die Belange, Gefühle und auch Ängste der einzelnen Personen werden sehr gut beschrieben und bringen dem Leser auch ein deutliches Bild vor Augen. Mit Sicherheit wird die Geschichte noch den einen oder anderen Moment nachwirken und lässt vor allem auch Hoffnung aufkommen, dass Tabor Süden seine Berufung doch noch nicht sein lassen wird. Ich kann hier ohne Bedenken 5 Sterne vergeben!
Profile Image for yexxo.
921 reviews28 followers
October 4, 2018
Der Suhrkamp-Verlag hat wohlweislich gut daran getan, dieses kleine Büchlein mit seinen nicht einmal 140 Seiten nicht in irgendeine Genreschublade zu stecken. Zwar ist der Protagonist (unter anderem) Tabor Süden, der frühere Polizist und Privatdetektiv, doch mit einem Kriminalroman hat dieses Buch nun wirklich nichts zu tun.
Eigentlich wollte Süden es seinen 'Fällen' gleich tun: einfach verschwinden. Doch kurz bevor es soweit ist, erwischt ihn seine frühere Chefin und gute Freundin und bittet ihn, noch einmal einen Auftrag zu übernehmen. Ein früher berühmter Schriftsteller ist verschwunden und seine Freunde sorgen sich.
Weshalb Süden den Auftrag angenommen hat, bleibt unklar - vielleicht, weil er den Autor von früher kennt (und seine Bücher gelesen hat) und es damit für ihn eine Art Reise in die Vergangenheit ist. Als LeserIn folgt man den beiden Männern: dem Schriftsteller, der auf der Suche nach seiner Vergangenheit ist; und Tabor Süden auf der Suche nach ihm. Beide ähneln sich, sowohl in ihrer Art wie auch ihren Absichten: Das bisherige Leben hat ihnen zuviel zugemutet und beide wollen verschwinden, wenn auch auf unterschiedliche Art.
Eine kleine, traurige Geschichte über zwei Menschen, die am Leben leiden und die wenig Hoffnung lässt, dass man über Tabor Süden noch einmal etwas lesen wird.
60 reviews
November 4, 2018
Das Buch ist so komplett anders, wie die aktuellen Bücher auf dem Markt. Es wird sicher Befürworter genauso finden, wie Leute die es komplett ablehnen.
Ich finde es eine gute Abwechslung und eigentlich auch sehr ansprechend, aber 100% warm bzw. zu 100% konnte es mich nicht überzeugen.
Das Buch ist wirklich sehr düster (Cover sowie auch inhaltlich) - beim Lesen merkt man auch, dass man sich selber von dieser düsteren Stimmung einfangen lässt. Die Übertragung auf den Leser ist dem Autor hervorragend gelungen.
Die eigentliche Krimi Geschichte und die Spannung, welche dadurch hätte entstehen sollen ist auf mich nicht so ganz übergegangen, wie es bei einem Krimi hätte sein sollen. Das Ende war für mich nicht ganz so überraschend.
Eine etwas andere Lektüre - sorgte definitiv für Abwechslung bei mir, aber ich war ehrlich gesagt auch froh darüber, dass das Buch eine doch eher geringere Seitenanzahl hatte - ansonsten, wäre es vielleicht mühsam geworden...
31 reviews
November 30, 2018
Band 21 der Tabor Süden Reihe und es ist mein Erster. War ich doch sehr überrascht über das handliche Format und die geringe Seitenanzahl, war ich sehr gespannt auf den Inhalt. Ich mag die Art, wie Friedrich Ani sich ausdrückt und muss ganz ehrlich sagen, viele Sätze haben mich formal und von den Worten so gefesselt, das ich hin und wieder das warum verloren habe. Es ist nicht viel passiert auf diesen Seiten und doch habe ich sprachlich dies sehr genossen. Ich bin gespannt, wie die anderen Tabor Süden Ermittlungen aussehen und ob es ( wie ich es nun schon mitbekommen habe) eine ganz spezielle Art ist, wie Friedrich Ani formuliert. Er wirkt für mich nah bei den Personen, melancholisch, aber auch tief. es geht nicht um Effekte, zumindest nicht in plakativer Art. Da es ein kostenfreies Exemplar über vorablesen war, stört mich der Preis für das kleine Büchlein nicht- normalerweise wäre es mir zu teuer.
1,421 reviews6 followers
April 11, 2019
Na ja, ein sehr langweiliger Tabor Süden, der einen verschwundenen alten Schriftsteller suchen soll und ihn auch bald gefunden hat.
85 reviews
June 19, 2025
Mhm, mein erster Tabor Süden und ich weiss noch nicht so recht, was ich davon halten soll
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