Allerorten werden die innovativen Kräfte in Wirtschaft, Technik, Politik und Gesellschaft beschworen - es herrscht eine regelrechte lnnovationsinflation. Wolf Lotter, Mitbegründer und ständiger Autor des Wirtschaftsmagazins "brand eins", fordert in seinem Essay einen weg von den Routinen der Erneuerung, hin zu einem barrierefreien Denken.Innovation bedeutet für Lotter die Bereitschaft zu beständiger Infragestellung und zum Experiment, Das heißt, die Forderung nach Interdisziplinarität und Kreativität ernst zu nehmen. Und es heißt auch, den Mut zu Irrtum und Irrweg zu haben und das Feld der Innovation nicht nur den Jungen zu überlassen. "Innovatoren sind Unternehmer", schreibt Lotter. "Ihre Arbeit braucht Begeisterung, Ausdauer, Nüchternheit, Know-how, Leidenschaft, Pragmatismus, von allem reichlich."
Ein außergewöhnlich kluges und wichtiges Buch von Wolf Lotter, das jedem dringend ans Herz gelegt sei, der das Wesen der Innovation und wie man sie ermöglicht, begreifen will. Ermächtigung zum selbst denken und Auflehnung gegen den Status Quo inklusive.
Es lebt den Geist von Franz Kafkas Gedanken: “Wege, die in die Zukunft führen, liegen nie als Wege vor uns. Sie werden zu Wegen erst dadurch, dass man sie geht.”
Ein Abrechnung mit den Bewahrern. Ein Appell für das eigenverantwortliche Denken. Und Handeln. Gegen Widerstände. Für eine bessere Zukunft. Sätze, die ballern wie seine Tweets. Lotter in Rage. So mögen wir das.
Ein bereicherndes Spiegel-Vorhalten für den wirtschaftsstandort Deutschland. Trotz vieler absolut relevanter und notwendiger Punkte überwiegt die Beschwerdekultur. Es wird viel gezeigt warum etwas nicht funktioniert aber nur im überschaubaren Maß, wie eine Zukunft aussehen könnte.