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Alte Engel

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Franka Raben, Kunststudentin mit Katze, kommt in die Heimatstadt ihrer Mutter, um ihrem Vater bei der Pflege der Gromutter unter die Arme zu greifen und auch, weil es sonst gerade keinen Platz fr sie gibt. Oma Maria, die frher zur Begrung stets mit ausgebreiteten Armen am Hoftor gewartet hat, behauptet nun, blind zu sein, verlsst das Haus nur noch unter Geschrei und nlt das Ende eines jeden Tages herbei. Frankas Vater, ihr Schwiegersohn und routinierter Kiffer, kmmert sich um sie, pflegt hingebungsvoll ihren Garten, repariert Dinge und wird von der Gromutter trotzdem konsequent nur der Moa genannt". Der Moa, das ist die Mundart des Vogtlands, aus dem Maria einst zu ihrem Mann kam und das sie zeit ihres Lebens vermisst hat. In ihren Erinnerungen, die sie oft mit ihren Nchsten geteilt hat, erstehen Menschen, Lnder, Hunde und alte Bruche wieder auf, z.B. das Neunerlei am auf neun verschiedene Arten belegte Brote, von denen man jeweils nur eines essen darf, damit man Glck hat im neuen Jahr.Glck, das war in dieser Familie ein rares Gut, Die spannenden Geschichten sind ja eher immer die, in denen irgendwas Schlimmes passiert, nicht wahr.In Mareike Schneiders Debt sehen alle dem Sterben der Patriarchin entgegen, als sei er die Lsung unausgesprochener Konflikte. Mit erzhlerischer Wucht und Originalitt bringt sie uns die Geschichte einer Familie nahe, die ihre Mitte lange vor dem Tod der Gromutter verloren hat - und sich doch nicht von ihr lsen kann.

Hardcover

Published March 13, 2018

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February 19, 2022
Ich weiss nicht genau, wieso ich diesem Buch vier Sterne geben. Anfangs dachte ich, dass es mir nicht ganz so gut gefiele wie es mir das schlussendlich tat. Und ich kann es nicht genau erklären; es gab keine wirklich interessante Handlungskette, es war mehr so statisch geschrieben, dass man es schon fast als langweilig bezeichnen hätte können, aber es hat mich in keiner Sekunde gelangweilt. Viele Lebensaspekte der Hauptfiguren werden nur am Rande erwähnt, sind aber eigentlich von grosser Bedeutung im Leben der jeweiligen Personen und deren Umwelt (z.B. die Alkohol- und Drogensucht des Vaters, die komplett heruntergespielt wird; auch, dass die Erzählerin nicht weiss, wohin mit sich). Alles dreht sich schlussendlich um die Grossmutter, wobei ich immer noch nicht ganz fassen kann, wieso sie ihrer Verwandtschaft eigentlich so verhasst war, dass alle einfach nur noch darauf warteten, dass sie stirbt? Ich weiss nicht, mir kommt es so vor, als hätte ich ein gewisses Potential dieses Buches nicht wirklich erkannt. Und gibt es für das Vorkommen von Käthe einen Grund?

Die Stimmung war es mal wieder, nicht die Handlung, die mich an diesem Buch fasziniert hat. Der Vogtländerdialekt der Grossmutter war sehr passend und hat mir ein irgendwie ...heimeliges Gefühl verliehen? obwohl ich nicht von dort bin? wow.
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