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Gangster

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Dieser geradezu genial illustrierte Prachtband ist ein absolutes Muss für alle Krimifans, Hollywood-Nostalgiker, Zigarrenraucher, Liebhaber schöner Bücher und intelligenter, auch visuell höchst aufregender Unterhaltung. Ein Buch nicht nur für Männer!

Gangster gibt Einblick ins Chicago der Roaring Twenties und erzählt von einer quirligen, boomenden Stadt und den lebenshungrigen Menschen, die dort im anbrechenden neuen Zeitalter nach dem großen Krieg ihre Freiheit genießen. Vor allem aber zeigt er die zwielichtige Szene, die sich im Schatten der Prachtentfaltung entwickelt: Mit der Einführung der Prohibition formieren sich Gangsterbanden, deren äußerst einträgliches Geschäft der Alkoholschmuggel ist. Betrug, Erpressung und kaltblütige Morde sind an der Tagesordnung. Die anekdotenreich erzählten Geschichten um die Gangsterbosse, korrupten Politiker und bestochenen Polizisten ergänzen sich zu einer durchgehenden Erzählung, deren Krönung die Schilderung vom Aufstieg und Fall des mächtigsten und wohl berühmtesten Vertreters seiner Zunft ist: Al Capone. Er, der Boss der Bosse, führte sein Leben nach dem Motto: »Man erreicht mehr mit einem freundlichen Wort und einer Pistole als mit einem freundlichen Wort allein.«

144 pages, Hardcover

Published January 1, 2005

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Robert Nippoldt

14 books1 follower

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Profile Image for Steffi.
1,142 reviews282 followers
October 26, 2019
Es gab nicht nur Al Capone, sondern zahlreiche weitere Gangster, die das Chicago der Prohibitionszeit beherrschten. Eine nicht unwesentliche Rolle spielte bei allen Machenschaften zudem der Bürgermeister William Hale Thompson.

In kleinen Steckbriefen, die in einer kleinen Infobox immer erreichtes Alter, Anzahl der begangenen Morde, Jahre im Gefängnis und jährliches Einkommen enthalten, erfahren wir mehr über die zahlreichen Kriminellen dieser Zeit. Und dass Alter und Morde oft in einem ungesunden Verhältnis zueinander stehen, muss wohl kaum angemerkt werden. Beispielsweise brachte es der „Blumenbaron“ Dion O‘Banion in gerade mal 32 Lebensjahren auf 29 Morde. Neben illegalen Geschäften war er in der Tat Blumenhändler, und zwar derjenige, der die Bouquets zu den Beerdigungen verschiedener Unterweltgrößen lieferte. Ein einträgliches Geschäft, denn in der Branche waren Bouquets bis in die Tausende ein Muss.

Natürlich gehen die hier gelieferten Informationen nicht allzu sehr ins Detail. Das Wesentliche an dem Buch sind – wie immer bei Nippoldt – die Illustrationen, die Laune machen, sich weiter auf leichte Art mit dem Thema zu beschäftigen, zum Beispiel vielleicht mal wieder einen Film wie The Untouchables schauen.
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