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Das Ende des Imperiums: Was aus den Staaten der Sowjetunion wurde

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Rare Book

Paperback

Published December 16, 2015

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Thomas Kunze

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Profile Image for Florian Lorenzen.
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February 16, 2026
Als sich die Sowjetunion im Dezember 1991 nach beinahe siebzigjährigem Bestehen auflöste, zerbrach damit nicht nur das sowjetische Imperium, sondern hinterließ zudem 15 Nationalstaaten in die Unabhängigkeit. Wie ist es diesen Ländern seitdem ergangen? Dieser Frage gehen Thomas Kunze und Thomas Vogel in „Das Ende des Imperiums. Was aus den Staaten der Sowjetunion wurde“, erstmals erschienen 2011 bei Ch. Links nach.

Kunze und Vogel stellen hierzu die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen aller ehemaligen Sowjetrepubliken seit Auflösung der Sowjetunion dar. Verbunden wird dies mit persönlichen Gesprächen und Eindrücken, die die Autoren vor Ort sammeln konnten. Besonders gelungen fand ich hierbei die Porträts zu den zentralasiatischen Staaten.

Die dritte und letzte aktualisierte Auflage des Buches stammt aus dem Jahr 2016, weswegen ich die Befürchtung hatte, dass viele Darstellungen mittlerweile veraltet sein könnten. Doch dieser Umstand fällt weniger stark ins Gewicht als gedacht. Auch wenn seit 2016 u.a. der russische Angriffskr1eg auf die Ukraine begann, der Bergkarabach-Konflikt durch Aserbaidschan m1litärisch „gelöst“ wurde und so mancher porträtierter Machthaber mittlerweile verstorben ist, sind viele Schilderungen des Buches weiterhin aktuell und lesenswert.

Was dem Buch an manchen Stellen wiederum nicht so gut gelingt, ist die richtige Ausbalancierung. Kunze und Vogel verfolgen in „Das Ende des Imperiums“ den Ansatz, jeder Ex-Sowjetrepublik positive wie auch negative Aspekte abzugewinnen. Der Umgang Lettlands mit russischen Minderheiten wird kritisiert, ebenso wie der Person Lukaschenkos „Kultstatus“ attestiert wird. Dies ist an sich kein schlechter Ansatz, doch werden hierdurch die doch beträchtlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern teilwiese nivelliert.

Informativ ist „Das Ende des Imperiums“ am Ende trotzdem. Berichterstattung über den Kaukasus oder Zentralasien findet in unseren Medien nur selten statt, weswegen Bücher wie dieses besonders dazu beitragen, unser Wissen über diese Regionen in unseren Breitengraden zu mehren

Review auf Instagram: https://www.instagram.com/p/DUXyaQYAhEk
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