Für den Autor war es sicher nicht leicht, diese Biografie zu schreiben. Er hat seinen Vater offensichtlich mehr gehasst als geliebt, weil das Wort Liebe im Hause Buchheim nicht existierte. Er bewunderte aber auch seinen Schaffensdrang und seine Vielseitigkeit. Ein sehr aufschlussreiches Buch, vor allem über Buchheims Sammlerleidenschaft und Kunstkenntnis, da man ihn ja sonst fast ausschließlich als Autor von Kriegsliteratur kennt.
Natürlich ist das Buch kein literarisches Meisterwerk, aber es bietet einen interessanten Einblick hinter die Kulissen des wahren Protagonisten der Bücher „Das Boot“ und „Die Festung“
Überrascht hat mich an dieser Biographie, dass Yves Buchheim, der sehr unter seinem Vater gelitten haben muss, häufig versucht objektiv auf das geschehene zu blicken und die möglichen Ursachen für die Konflikte herauszuarbeiten.
Wenn man sich für das Thema interessiert, eine Empfehlung.