Jetzt reden wir! Frauen aus allen Bereichen des Lebens kommen zu Wort – in ungehalten Reden
Frauen ergreifen das Wort. Sie sind jung, sie sind alt, sie kommen von überall und haben die unterschiedlichsten Geschichten. Doch eines haben sie Sie sind ungehalten. Und sie wollen nicht länger schweigen in einer Welt, die Frauen immer noch viel zu wenig zu Wort kommen lässt. Die in diesem Band versammelten Reden sind zornig, komisch oder nachdenklich. Gemeinsam und mutig erzählen sie von Verletzlichkeit, Widerstand und Aufbruch.
Zum zweiten Mal riefen 2022 die Stiftung Brückner-Kühner und der S. Fischer Verlag in Kooperation mit dem Archiv der deutschen Frauenbewegung, der Stadt Kassel und dem Hessischen Rundfunk dazu auf, ungehalten zu sein. Gesucht waren Beiträge von Reden von gesellschaftlicher und persönlicher Bedeutung. Knapp hundert Frauen nahmen an der Ausschreibung teil. Sechs davon werden am 10. Dezember 2022 ihre Reden vor Publikum im Kasseler Rathaus halten. Weitere Reden sind unter ungehalten[dot]net abrufbar. In der Anthologie versammeln sich neben den Texten der eingeladenen Rednerinnen noch viele weitere bemerkenswerte Reden.
Die Autorinnen dieses Buches sind durchaus vielfältig. So werden in 24 Essays Themen wie Gleichberechtigung, Sichtbarkeit von Frauen, Gewalt, Esstörungen, Kindesmissbrauch, Flüchtlinge, Krieg, Identität und noch einige mehr behandelt.
Die meisten Autorinnen haben einen Bezug zum Schreiben und/oder Reden. Dies findet sich in der Qualität der Texte wieder.
Die Vielfalt der Themen spiegelt sich in der Vielfalt des Schreibstils wieder. Es sind leise und laute Reden. Traurig, hoffnungsvoll, wütend, erschütternd. Als Leserin wurden mir viele Emotionen angeboten. Nicht alle haben mich so berührt. Einige haben mich dann aber wortlos zurück gelassen.
Insgesamt war es mir dann aber doch zu wenig, dass mich berührt hat. Ebenso ist der Stil einiger Essays so gar nicht meiner gewesen.
Wer sich vorher ein Bild der Reden machen möchte, kann dies auf www.ungehalten.net tun.
Wow, wirklich beeindruckend. Beeindruckende Reden von Frauen jeder Altersstufe, Sozialschicht oder sonstigem Hintergrund. Die ein oder andere Rede hat mich weniger abgeholt (meistens die lyrischen, weil die Form nicht meins ist), aber alle sehr wichtig und haben bei mir eine große Wirkung hinterlassen.