„... aber wenn nicht bald irgendwas passiert, was Gutes, ein Zauber vielleicht,ein Wunder, dann steuern wir hier auf ein Drama zu, und das wäre mir dann doch peinlich, weil ich mir eigentlich vorgenommen hatte, Ihnen eine Komödie zu erzählen.“ (S. 26)
„Die Letzten“ das sind Kramer, Buttkies und Jersey - die letzten Hausbewohner der Hebelstr. 13. Und fortan soll die Hebelstr. nicht mehr ihr Zuhause sein, denn der Eigentümer Gruber möchte die drei kauzigen Mieter rauswerfen und ein schickes Luxus-Appartement errichten.
Doch wissen sich die Mieter zu wehren und aus der anfänglichen Abneigung wird ein Bündnis und ein vertrautes Miteinander im Kampf gegen den bösen Eigentümer.
Prahs schreibt so schnoddrig, dass ich einige Seiten benötigte, um in die Geschichte hineinzufinden. Doch schnell entwickelte die Geschichte einen Sog und ich empfand große Sympathien mit den Figuren. Jede von ihnen hat so ihr Päckchen zu tragen und das Erlebte der Vergangenheit formte sie zu dem, was sie sind: Eigentümlich, kauzig und teilweise abweisend. Mögen wir nicht alle solche Charaktere, die auf den ersten Blick seltsam erscheinen und sich im Laufe der Geschichte als verletzliche und gütige Herzensmenschen erweisen? Prahs verknüpft Tragisches und Lustiges und komponiert eine amüsante tragikomische Geschichte - dabei rechnet sie ab mit einer Gesellschaft, die Existenzen wie Kramer, Jersey und Buttkies aus ihren Wohnungen verdrängt und daraus Wohnungen für Besserverdiener und Gewinner macht. Leider die bittere Realität: Sozialwohnungen sind rar und notwendiger als Luxus-Appartements, die täglich aus dem Boden sprießen.