Margit Fischer erzählt ihre Geschichte - und damit auch die Geschichte dieser Republik. Sie schildert ihre frühe Kindheit in Schweden, dem Land, das ihren Eltern Schutz vor den Nationalsozialisten gab und ihr zur zweiten Heimat wurde. Sie beschreibt das Aufwachsen im beengten Wien der Nachkriegszeit. Sie erzählt, wie sie ihren Mann, Heinz Fischer, kennen - und lieben lernte und an seiner Seite Politik über fünfzig Jahre aus nächster Nähe miterlebte ohne sich selbst aus den Augen zu verlieren. Margit Fischer ist keine Persönlichkeit, die das Licht der Öffentlichkeit sucht. Aus der zweiten Reihe beobachtet sie vieles - und hinterlässt ihre Spuren.Ihre Erinnerungen sind ein Stück Zeitgeschichte, ihre Gedanken zur Gegenwart machen nachdenklich. Die Autobiografie einer hochpolitischen und sehr klugen Frau.
Das Buch hat mich total überrascht. Ich schätze sowohl Frau Fischer als auch unseren Bundespräsidenten Heinz Fischer sehr und dachte an eine "ganz normale" Biographie. Was mich jedoch erwartete war eine Biografie verpackt in einem Geschichtsbuch. Gelebte Geschichte also und genau so merkt man sich Geschichte auch. Vielen Dank für dieses überraschende und herzliche Buch.