Obwohl ueber die DDR schon viel geforscht worden ist, haben HistorikerInnen bislang kaum ueber Städte gearbeitet. Besonders auf Festen und Feiern wurde Herrschaft repräsentiert und Stadtöffentlichkeit aktiviert. Staat und Partei brauchten die Städte als sichtbares Zeichen der von ihnen proklamierten Leistungsfähigkeit des sozialistischen Systems. Sondermittel sollten die städtische Infrastruktur und die Versorgungslage verbessern. Nach auáen hin dienten die groáen Ereignisse dazu, Einigkeit zwischen Staat und Stadt zu inszenieren und vielfältige Identifikationsangebote zu schaffen. In Reden, Schriften, Filmen, Photos, Zeitungsberichten und Souvenirs wurden die Feiern festgehalten und positive Erinnerungen zu erzeugen versucht. Dieser Band zeigt nun durch Einblicke in die Akten auch die zahlreichen Spannungen zwischen Staat und Stadt auf, besonders bei Fragen der Geschichtskultur, der Veranstaltungstypen, der Politisierung sowie der Sicherheit und Organisation. "àa pioneering workô German History "Fuer die Stadtgeschichtsschreibung setzt dieser Sammelband Maástäbe. Die beispielhaft vorgefuehrte Integration von Sozial-, Politik- und Kulturgeschichte ist aber auch ein weiterfuehrender Beitrag zur DDR-Forschung insgesamt, nicht zuletzt weil sie die Aufmerksamkeit fuer die Ambivalenzen im Verhältnis von Herrschaft und Gesellschaft in der Diktatur schärft." sehepunkte "Der Band ist ein gelungenes Werk, das fuer die untersuchten Bereiche den derzeitigen Forschungsstand zur DDR-Stadtgeschichte dokumentiert. [à] das Buch stellt einen wichtigen Beitrag zur DDR-Forschung dar, vor allem, weil es zahlreiche Anknuepfungspunkte fuer die Diskussion ueber das Verhältnis von Politik und Gesellschaft im SED-Staat bietet." H-Soz-u-Kult "Well-written by all hands, these trenchant political analyses and rich microhistories not only give one a first-hand insight into intrastate GDR politics but also truly make one get a sense of æwie es eigentlich gewesen ist'. One should therefore look forward to their forthcoming comparative volume with special anticipation." H-Net-Reviews "Die Fallstudien sind in sich geschlossene Beiträge und können als Einzelgeschichten gelesen werden, zumal auch sie jeweils am Ende kurze Resuemees der Forschungsergebnisse aufweisen. Die Einbettung der Beiträge durch Einleitung, Einfuehrung und Zusammenfassung ist jedoch ein gelungenes Beispiel, wie mikrohistorische und ereignisorientierte Forschung zusammengefuehrt, gebuendelt präsentiert und vor allem kommentiert werden kann. Der Band leistet damit einen wichtigen und vor allem differenzierten Einblick in die Stadtgeschichte der DDR. Die Lektuere im Zusammenhang ist daher nur zu empfehlen." Zeitschrift fuer Geschichtsdidaktik "Der Franz Steiner Verlag hat mit dem ersten Band der éBeiträge zur Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschungæ einen ansprechenden Reihenauftakt vorgelegt (Festeinband, gute Qualitätà)" Westfälische Forschungen.