Sono arrivato a questo testo spulciando la ricchissima bibliografia di "Lessico Femminile" di Sandra Petrignani (preferiti). Si tratta di una raccolta di scritti di Milena Jesenská giornalista, opinionista, scrittrice. Anche la scelta di intitolare la raccolta "Tutto è vita" mi sembra azzeccata. Nella prima parte ci sono infatti riflessioni su tutto ciò che rende la vita piacevole o spiacevole, dolorosa o gioiosa, sull'essere umano in genere. Milena è arguta, colta, uno spirito libero. La seconda parte si riferisce al periodo che precede l'invasione della Cecoslovacchia da parte dei nazisti e in particolare sul destino degli esuli dalla Germania molti dei quali si riversarono in Cecoslovacchia. Duole constatare come la storia si ripeta persino ai giorni nostri...Per dirla con Joyce "History is a nightmare from which I am trying to awake." Da leggere senza fretta. Unica pecca: il prezzo! Tocca fare un sacrificio ma ne vale la pena.
Wer gerne Biographien liest und sich für den 2. WK interessiert, go for it!
In diesem recht kurzen Band von ungefähr 200 Seiten sind die Zeitungsartikel und Reportagen erst kuratiert und dann abgedruckt wurden - Journalismus, der in Milena Jesenskás kurzer Lebenszeit von 47 Jahren entstand und ein ziemlich treffendes Bild vom Tschechien dieser Zeit ablegt. Auch ich kannte sie nur über Kafka, wie bereits der Buchrücken schon ankündigt, und wusste gar nicht, dass sich hinter ihr eine moderne, schreibende Frau versteckt - die mindestens genauso tragisch und traurig lebte wie Kafka selbst. Das Buch ist definitiv was für Jemanden, der Lust auf die 20er Jahre Frauenbewegung hat und sich ein bisschen für Geschichte und Politik interessiert. Die Darstellungen zu Tschechiens Lage nach '33 waren mehr als eindrücklich und haben mir noch einmal verdeutlicht, wie bescheuert die Appeasement-Politik im Nachhinein wirkt. Jesenká schildert hier Schicksale, die mich sehr mitgenommen haben, genauso wie ihr eigenes, das im Nachwort kurz erläutert wird: konservativer Vater, Morphiumabhängig, stirbt schließlich im KZ Ravensbrück. Solche Geschichten tragen natürlich zur Mystifizierung der Person bei (davon kann Kafka wohl ein Lied singen) und ich ertappe mich ziemlich oft dabei, genau von solchen Frauen gerne zu lesen. 1 Stern habe ich Abzug gegeben, weil auch Milena Jesenskás Einstellung der ihrer Zeitgenossen ähnelte und im Buch ein paar antisemitische Zeilen stehen, sowie ein ganzer Artikel zur Rolle von Schwarzen Personen in Europa, der rassistisch und kurzsichtig ist. Klar, kann ich mir jetzt auch sagen, dass "das damals so war" und sie sicherlich nicht die einzige Frau in den 20er Jahren ist, die so dachte, aber das sorgte nun mal dafür, dass meine Begeisterung etwas abflaute und ich es daher auch nicht ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen würde.
Meraviglioso e brillante, è come avere una conversazione con la tua migliore amica. Non è un libro intrattenente, è uno di quelli che ti fa scoprire qualcosa di più su noi stessi come individui in relazione con il mondo.