"Es geht nicht darum, die Moral zu tadeln. Es geht um ihren Missbrauch, um den Übereifer, die Grenzüberschreitung im Dienst narzisstischer Bedürfnisse der Eiferer." Immer schneller, immer lauter werden Urteile gefällt in den Medien und der Politik. Aber auch in der alltäglichen Interaktion. die Bewältigung der schnellen Affekte von Angst und Wut. In "Helikoptermoral" macht sich Wolfgang Schmidbauer auf die Suche nach den Bedürfnissen und vor allem den Ängsten, die sich in diesem Prozess bemerkbar machen. Scharfsinnig und prägnant analysiert er die Dynamik der Hypermoral anhand von Beispielen aus den verschiedensten Bereichen von Erziehung, über Partnerschaft bis hin zu Religion und Glauben. Er zeigt, worum es in der Helikoptermoral vor allem Um den Umgang mit eigenen Schwächen und um einen inneren Kampf. Seine kluge Analyse zeigt, wie gegenwärtig die Unterscheidung zwischen einer Moral, die gut genug funktioniert, und dem moralischen Perfektionismus schwindet.
Auch im Nachfolgetitel "KALTES Denken, WARMES Denken" analysiert Wolfgang Schmidbauer den Schmerz unserer Gesellschaft und weiß ihn zu lindern.
Wolfgang Schmidbauer wurde als zweiter Sohn des Juristen im Staatsdienst Eduard Schmidbauer und der Lehrerin Elisabeth Schmidbauer, geborene Günther, geboren.[1] Der Vater starb 1944 im Zweiten Weltkrieg in der Ukraine. Schmidbauer selbst äußerte 2024, dass dieser frühe Verlust seine eigene Vaterrolle geprägt habe. Er habe diese Rolle von seinen Kindern gelernt.[2] Schmidbauer wuchs an verschiedenen Orten in Bayern auf.[1]
Auf einer Exkursion lernte Schmidbauer 1964 seine erste Ehefrau Silke kennen, die 2005 starb.[3] Er hat drei Töchter[4] und lebt in München und in Dießen am Ammersee.