Die dramatische Geschichte einer großen Frauenfreundschaft
Texas in den 1950er Joan Fortier ist das Epizentrum der Welt der Schönen und Reichen von Houston. Groß, blond, atemberaubend schön und unabhängig, zieht sie alle Blicke auf sich. Jeder Mann scheint sich nach ihr zu verzehren, jede Frau ihr nachzueifern. Texas ist in diesen Tagen eine starr geordnete Welt. Das Geld sprudelt hier wie das Öl aus den Fördertürmen, aber Freiheit, Macht und Einfluss haben nur die Männer. Was aber, wenn eine Frau sich aus der Norm bewegt? Und wie wirkt sich das auf ihre beste Freundin aus? Cece Buchanan ist Joans Freundin seit Kindertagen. Sie hat sich der glamourösen Freundin verschrieben, mit Haut und Haaren. Früh verwaist, sehnt Cece sich nach Zuneigung und Anerkennung und lebt als Ehefrau und Mutter die Rolle, die Frauen in dieser Welt zugestanden wird. Doch in ihrer Verschworenheit mit Joan wird sie deren Komplizin und Zeugin ihrer Eskapaden, die bis an den Rand der Selbstzerstörung gehen. Bis Cece eine Entscheidung treffen muss mit Folgen für sie beide ….
Houston 1950. Wir begleiten die beidem Freundinnen Joan Fortier und Cece Buchanan beim Erwachsenwerden. Die Mädchen werden in die konservative, texanische High Society hineingeboren, aber entwickeln sich in komplett unterschiedliche Richtungen. Cece entscheidet sich für ein gesellschaftlich angepasstes Leben als Mutter und Ehefrau, wohingegen die wunderschöne Joan einen ganz anderen Weg einschlägt. Die junge Frau möchte kein braves Leben inmitten einer Gesellschaft führen, in der Macht und Freiheit nur der Männerwelt vorbehalten ist und so entscheidet sie sich für ihre Unabhängigkeit. Während Cece immer ein wenig im Schatten ihrer geliebten Freundin steht, zieht Joan die Blicke aller Männer auf sich und ist heiß begehrt. Einerseits bewundert Cece ihre Freundin, andererseits sorgt sie sich stets um die wilde Joan, denn ab und an verschwindet sie aus Ceces Leben und lässt monatelang nichts von sich hören. Verbunden bleiben die Frauen dennoch ein Leben lang, denn ihre Freundschaft ist intensiv und obsessiv, aber vor allem ist sie kompliziert.
„Nach der Party“ konnte mich bereits nach den ersten paar Seiten absolut begeistern. Vor allem den Schauplatz, die Ölmetropole Houston in den 1950er Jahren, fand ich unglaublich interessant und der Blick hinter die Fassade der Glitzer- und Glamourwelt war faszinierend. Erzählt wird der Roman aus der Sicht von Cece, wobei die Autorin zwischen Geschichten der Gegenwart und der Vergangenheit wechselt. So ist stets für Spannung gesorgt, denn durch die Zeitsprünge werden die Lebensgeschichten der Frauen erst nach und nach enthüllt. Beide Protagonistinnen waren mir auf Anhieb sehr sympathisch. Sowohl die brave Cece, die immer hinter ihrer Freundin steht, sie schützt und sie scheinbar bedingungslos liebt, als auch Joan, die zwar selbstzerstörerisch handelt, deren Beweggründe ich aber zum Schluss verstehen konnte. Allerdings war mir Cece stellenweise zu besessen von ihrer Freundin. Sie fokussiert sich dermaßen auf Joans Leben, dass ich den Eindruck hatte, dass sie ihre eigene Persönlichkeit nicht voll entfalten kann. Ihre komplette Energie fließt in diese Freundschaft und darunter leidet dann schließlich auch irgendwann ihre Ehe.
Die unerwartete Wendung am Ende der Geschichte konnte mich richtig überraschen und hat nochmal gezeigt, dass Geld und Reichtum, glamouröse Partys und einflussreiche Ehemänner auf Dauer nicht glücklich machen. Bedeutend sind die Stunden „nach der Party“ und echte Freundschaften, die alle Zeiten überdauern.
Handlung: In dem Buch ' Nach der Party ' geht es um die junge, reiche Cece Buchanan, die eine sehr besondere Freundin hat: die reichste unter den Reichen, die schönste unter den Schönsten und die interessanteste unter den Interessanten: Joan Fortier. Die beiden sind Kindheitsfreunde und cece hat schon immer einen gewissen anspruch auf ihre beste freundin gehabt, sie kümmerte sich seit Jahren um Joan immer wenn sie etwas brauchte war Cece da. Doch andersherum war es nicht wirklich, Joan ist manchmal für Monate verschwunden ohne irgendjemanden etwas zu sagen und während Cece zur Hausfrau und Mutter wurde, war Joan eine unabhängige, schöne Frau die auf allen Klatschzeitschriften zu sehen war.
Orte: Das Buch spielt in den 1950ern in Texas, die Stadt der reichen und der schönen. Ich fand diesen Ort wirklich passend und ich habe ihn wirklich in mich aufgenommen und mir selber vorgestellt in dieser Zeit zu leben. Ich finde sowas allgemein immer toll, wenn ich Bücher über vergangene Zeiten lese.
Personen: Ich konnte cece nicht immer verstehen, ich konnte nicht verstehen warum sie so anhänglich war Joan gegenüber und sie immer an die erste Stelle stellte obwohl sie doch eine Familie hatte und Joan sich auch nie wirklich für Cece interessierte. Ich fand allgemein fast alle Personen ein bisschen zu oberflächlich und dieses ständige lästern hat mich auch aufgeregt.
Gestaltung: Das Cover mag ich nicht wirklich, allerdings finde ich es doch ganz passend zu dem Buch. Die Kapitelgestaltung ist mal wieder sehr schlicht und übersichtlich, was ich gut finde.
Schreibstil: Am Anfang habe ich mich etwas schwer getan, aber nach einer Weile hatte ich mich an den Schreibstil gewöhnt und ich fand die Gefühle von Cece wurden sehr gut beschrieben. Das hat mir am Ende sehr gut gefallen.
Geschichte: Es wurden immer einzelne Abschnitte aus ihrer Vergangenheit und der Gegenwart erzählt und man hat cece quasi aufwachsen sehen/lesen;) Das fand ich toll, vor allem da sie sich zum Ende hin sehr verändert hat. Außerdem gab es auch ein paar etwas größere Zeitsprünge, was ich gut fand den sonst wäre es doch etwas langweilig geworden.
Fazit: Ich möchte das Buch wirklich gerne, es hatte seine Schwächen, über die man aber nach einer Weile einfach drübergucken konnte. Ich fand das Buch trotz der vielen Seiten nur an manchen stellen langweilig. Ich fand auch das die Personen gut dargestellt waren, da man sich bei reichen Menschen meistens wirklich etwas oberflächliche Charaktere haben. Ich fand das Buch wirklich gut, weshalb ich 4 von 5 Sternen gebe.
Bisher hatte ich noch kein Buch gelesen, dass in so einer Welt spielte wie dieses. Das einzige was Ähnlichkeiten besaß, war die Serie Gossip Girl, welche mir hin und wieder während des Lesens in den Sinn kam.
Cece und Joan sind schon seit dem Kindergarten beste Freundinnen. Dennoch schien es von Beginn an, als wäre Cece von ihrer besten Freundin abhängig. Dies spiegelte sich immer wider, indem sie nach Bestätigung suchte und sogar Beziehung beendet hätte, wenn Joan diese Personen nicht mochte.
Beide unterscheiden sich in ihrem Lebensstil. Joan ist wild und unabhängig, landet regelmäßig in der Klatschpresse und hat ständig einen neuen Mann an ihrer Seite. Cece dagegen ist konventioneller: Ehefrau und Mutter.
Ich hatte leider ein paar Probleme mit Cece. Ich schaffte es nicht so wirklich sie als Protagonistin lieb zu gewinnen. Sie war mir viel zu besessen von Joan und manchmal hatte ich den Eindruck, dass sie keine Persönlichkeit ohne sie besaß. Zum einem handelte wirklich das ganze Buch um Joan und Cece fokussierte sich nicht auf ihr Leben und ihre Familie. Weswegen auch Probleme in der Ehe auftauchen.
Nach dem beenden des Buches, war ich mir zunächst unsicher, wie ich es bewerten sollte. Irgendwie konnte mich die Geschichte nicht wirklich packen, da es eher eine Erzählung war von den vielen Malen, als Cece in Joans Schatten stand, und angemerkt sollte auch sein, dass sie es genauso mochte. Natürlich war es interessant zuzusehen, wie sich deren Freundschaft in Laufe der Zeit entwickelte, doch sie wirkte so einseitig, denn Cece hing so stark an ihr, obwohl Joan sie nicht brauchte. Und das machte sie zum einen kaputt und auch die Beziehung zu ihrem Mann, da sie ihre beste Freundin immer vorzog, auch wenn sie nicht gut von ihr behandelt wurde.
Nichtsdestotrotz nahm die Geschichte eine unerwartete Wendung, weshalb ich nochmal hellhörig wurde. Ich konnte dadurch ein wenig besser die Handlungen verstehen, doch leider macht es die vorherigen Seiten nicht wett, die vor sich hin dümpelten. Mir fehlte die Spannung und Leidenschaft, und so konnte mich das Buch nicht packen, was bedeutet, dass ich öfters nach 40 Seiten das Interesse verlor weiterzulesen und mich lieber einem anderem Buch zuwenden wollte.
Der Schreibstil an sich ist in Ordnung, aber dadurch, dass Cece nur von Joan erzählt, scheint sich vieles zu wiederholen. Man konnte es schon gut lesen, aber auch der beste Schreibstil kann eine mittelmäßige Geschichte nicht zu einem Bestseller machen. Dennoch besserte sich der Schreibstil sowie die Handlung sich in der zweiten Hälfte des Buches.
Fazit: Leider hat mir das Buch nicht so sehr zugesagt wie erhofft. Mich konnte die Handlung nicht packen und die Charaktere konnten ebenfalls nicht wirklich meine Sympathie wecken. Es ist eine nette Geschichte, aber ich bin mir mal nicht sicher, ob man da mehr hätte rausholen können. Die letzten 100 Seiten waren glücklicherweise aufklärend, so dass ich einige Dinge endlich verstehen konnte. Man kann dieses Buch zwischendurch lesen, aber muss man nicht. Und da es mein Hauptbuch sozusagen war, bin ich die ganze Woche darum herum schlawenzelt und konnte es erst nach ca einer Woche beenden.