Der junge Gefängnisaufseher Nick kommt mit dem Stress in seinem Job nicht klar. Seine Kollegen schikanieren ihn, wo sie nur können, von den Häftlingen ganz zu schweigen. Als es ein paar Gefangenen gelingt, draußen ihre Kumpel zu mobilisieren, und die seine Familie bedrohen, ist Nick gezwungen, ihnen einen kleinen "Gefallen" zu Um Frau und Tochter zu schützen, schmuggelt er für Gangsterboss Caesar Drogen in den Knast. Doch ein Gefallen führt zum nächsten, und Nick wird Schwere Jungs verstehen nur die Sprache der Gewalt ...
Nick arbeitet seit kurzem als Gefängnisaufseher. Sein Job ist alles andere als leicht. Er wird von Kollegen und Insassen gleichermaßen schikaniert. Noch hat er die Hoffnung, dass mit der Zeit alles besser werden wird. Aber es wird schlimmer, denn einer der Insassen bittet ihn um einen Gefallen. Als Nick den ablehnt, werden seine Frau und seine Tochter bedroht. Also macht er, was man von ihm verlangt in der Hoffnung, dass es bei dem einen Mal bleibt. Aber das tut es nicht und bald sieht Nick nur noch einen Ausweg: er muss mit den gleichen Mitteln arbeiten wie die Leute, die ihn bedrohen.
Black Jail braucht lange, bis die Geschichte ihn Gang kommt. Am Anfang geht es nur um die vielen kleinen Gemeinheiten, die Nick jeden Tag ertragen muss. Manchmal ist nicht klar, was er sich davon nur einbildet und was echt ist. Druck bekommt Nick auch von seiner Frau. Als sie schwanger wurde, hat der damals Siebzehnjährige nicht gezögert und die ältere Frau geheiratet. Seitdem schlägt sich die kleine Familie durch. Die Hauptverdienerein war Jackie, aber die hat ihre Stelle verloren und Nick hat die erste Chance ergriffen, die sich ihm geboten hat. Deshalb will und kann er auch nicht aufgeben.
Nach und nach wird Nick der Stress zu viel und er greift zu Beruhigungsmitteln. An die kommt er ja leicht heran, schließlich trägt er sie bei fast jeder Nachtschicht durch das Gefängnistor. Bald braucht er auch Aufputschmittel. Die Spirale nach unten dreht sich immer schneller. Irgendwann verschwimmen Wirklichkeit und die Bilder, die ihm sein überreiztes Gehirn liefert. Auch für mich war es schwer, den Überblick zu behalten.
Ich wusste von Anfang an, dass Nick nicht mehr in Freiheit war. Aber wo genau er einsaß und wie er dorthin gekommen war, das wurde mir erst ganz am Schluss klar. Black Jail ist kein typischer Krimi, weil man nie genau weiß, was wirklich passiert ist und was sich Nick nur eingebildet hat. Das macht die Geschichte so spannend. Der einzige Minuspunkt ist der zähe Anfang.