Jump to ratings and reviews
Rate this book

Muslimisch, weiblich, deutsch! Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam

Rate this book
Thilo Sarrazin hat mit seinen umstrittenen Thesen die öffentliche Meinung gespalten, aber auch die Integrationsdebatte neu in Gang gebracht. Das war überfällig. Zu viel lief schief. Das denkt auch Lamya Kaddor. Doch pauschale Anklagen helfen ihrer Ansicht nach nicht weiter. Aufgewachsen als Tochter frommer arabischer Einwanderer, will sie als eine der ersten islamischen Religionspädagoginnen in Deutschland mit ihrem sehr persönlichen Buch einen Beitrag für eine fundierte Debatte leisten. Die Stimme einer neuen Generation.

206 pages, Paperback

First published January 1, 2010

2 people are currently reading
17 people want to read

About the author

Lamya Kaddor

11 books4 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
2 (20%)
4 stars
6 (60%)
3 stars
1 (10%)
2 stars
1 (10%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Monerl.
482 reviews10 followers
May 5, 2018

"In den sechziger Jahren, als die ersten Muslime einwanderten, war man entweder oder , aber spätestens in der zweiten, dritten und vierten Einwanderergeneration sind wird und .
Dieses Zitat bringt es auf den Punkt, was viele Deutsche als auch in Deutschland lebende Nicht-Muslime vergessen!

Lamya Kaddor erzählt und beschreibt in ihrem Buch sehr schön und nachvollziehbar ihren Alltag als Islamkunde-Lehrerin auf einer Hauptschule in Lohberg, NRW. Und eins wird dabei deutlich: Die muslimischen Schüler wissen wenig bis gar nichts über ihre Religion, außer, dass sie keinen Alkohol trinken und kein Schweinefleisch essen dürfen, dass Sex vor und außerhalb der Ehe verboten ist und dass eine gläubige Muslima ein Kopftuch zu tragen hat. Weiteres Wissen ist ihnen meistens fremd. Auch hat noch nie eine kritische Auseinandersetzung mit der Religion stattgefunden oder dass sie hinterfragt haben, warum sie dieses oder jenes tun oder unterlassen sollen.

Auch wird dem Leser nahe gebracht, welche "Kämpfe" Frau Kaddor mit Eltern von Schülern, den ortsansässigen Moscheen und dessen Imamen sowie Verbänden und Menschen um sie herum ausfechten muss. Ihre liberale und moderate Auslegung des Korans und einiger Koranverse wird oftmals und lautstark von Gegnern kritisiert.

Die Autorin verdeutlicht viele Hintergründe, Einstellungen und Lebensformen von Muslimen in Deutschland. Sie macht sich stark für die liberale und moderne Stimme des Islam. All jene Muslime, die glücklich und friedlich in Deutschland leben wollen und nicht zu den Konservativen, den Islamisten oder den Fanatikern gehören, müssen endlich in die Öffentlichkeit treten, auf sich aufmerksam machen und zeigen, dass sie einfach Bürger muslimischen Glaubens sind. Nicht mehr und nicht weniger.

"Noch immer gibt es viel zu wenig Angebote gerade für Menschen, die einen weltoffenen und toleranten Islam kennenlernen wollen.", so Frau Kaddor und ich stimme ihr vorbehaltlos zu! Ihr Buch war ein Genuss für mich, und ich hege mit ihr die Hoffnung, dass Muslime in Deutschland schlussendlich als integrierte Gemeinschaft ein Teil von Deutschland werden dürfen.

Denn eins darf nicht vergessen werden, wir sprechen hier nicht von muslimischen Flüchtlingen, die nach dem Krieg wieder in ihre Heimat zurückgehen können und wollen. Nein, hier geht es vorallem um Muslime, die in Deutschland geboren sind, dessen Eltern schon in Deutschland auf die Welt gekommen sind und sie sich nicht nur deutsch fühlen sondern auch deutsch denken und leben und Deutschland als ihre Heimat bezeichnen, da sie natürlich keine andere haben (können).
Displaying 1 of 1 review

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.