Der Band Fruhe Schriften vereinigt die drei wichtigsten Schriften Heideggers vor dem Erscheinen von Sein und die Dissertation Die Lehre vom Urteil im Psychologismus (1914 ), die Habilitationsschrift Die Kategorien- und Bedeutungslehre des Duns Scotus (1916) und den Habilitationsvortrag Der Zeitbegriff in der Geschichtswissenschaft (1916). In einem langeren Vorwort, das der Neuausgabe der seit ihrem ersten Erscheinen nicht mehr neu abgedruckten Schriften vorangestellt ist, gibt Heidegger neben einer Reihe von aufschlussreichen autobiographischen Hinweisen eine behutsame Selbstdeutung seiner fruhen Versuche. Sie lassen einen ihm damals noch verschlossenen Wegbeginn die Seinsfrage in Gestalt des Kategorienproblems in den verschiedenen Seinsbereichen, die Frage nach der Sprache in Form der Bedeutungslehre. Zu den Problemen, die schon in den fruhen Schriften anklingen und spater in Sein und Zeit von seinem eigenen philosophischen Ansatz her gestellt und beantwortet werden, gehort neben dem Kategorienproblem (Seinsproblem) und dem Bedeutungsproblem (Sprachproblem) auch das Problem von Zeit und Geschichte. In der Unterscheidung zwischen dem naturwissenschaftlichen und dem geisteswissenschaftlichen (geschichtswissenschaftlichen) Zeitbegriff liegt eine Vorform der spateren existenzial-ontologischen Scheidung zwischen der nivellierten Zeit als blosser Jetztfolge und der geschichtlichen Zeitlichkeit des Daseins. Die Behandlungsart aller Themen ist die phanomenologische, die ihre Schulung durch das Studium der Texte Husserls, insbesondere der Logischen Untersuchungen erfahren hat, aber dadurch in keine Abhangigkeit von Husserl gerat, sondern selbstandig in der Weise eigenen phanomenologischen Sehens gehandhabt wird.
Martin Heidegger (1889-1976) was a German philosopher whose work is perhaps most readily associated with phenomenology and existentialism, although his thinking should be identified as part of such philosophical movements only with extreme care and qualification. His ideas have exerted a seminal influence on the development of contemporary European philosophy. They have also had an impact far beyond philosophy, for example in architectural theory (see e.g., Sharr 2007), literary criticism (see e.g., Ziarek 1989), theology (see e.g., Caputo 1993), psychotherapy (see e.g., Binswanger 1943/1964, Guignon 1993) and cognitive science (see e.g., Dreyfus 1992, 2008; Wheeler 2005; Kiverstein and Wheeler forthcoming).
These very early writings which Heidegger himself qualified as "hopelessly naive" do have something to say about the history of philosophy (first essay) and contain some nice bits and pieces on the historiography of philosophy, as well as transcendence. Overall though, nothing revolutionary so more for the die-hards. What is really prominent here, is the entire influence of the Weltanschuungsessayistik of the 1920s, and in this sense it is integral for any study of modernity.