Feuchte Träume, trockene WahrheitAndi tut, was man als sechzehnjähriger Junge so anstellt, wenn einen die Pubertät schüttelt wie ein Wettwichsen, Pimmelparaden, feuchte Träume von Mädchen … Dabei gilt Andis permanente Sorge der Größe seines besten Stücks, hatte doch Cousine Lilli damals bei den Doktorspielen „Sind die alle so klein?“ Da steht genau diese Lilli – inzwischen mit Himmelsaugen und brisanten Brüsten ausgestattet – eines Tages vor ihm. Vergessen ist Katja aus der 10b, egal, dass seine Fußballmannschaft das Pokalspiel verliert, Andi hat nur ein Ziel, und das heiß Lilli zu beweisen, dass er kein Schlappschwanz ist. Und dafür nimmt er einiges in Kauf …
Seit Jahren begeistert der in Prag geborene und promovierte Naturwissenschaftler Jaromir Konecny das Publikum bei Poetry Slams sowie auf Kabarett- und Lesebühnen aller Art. Jaromir Konecny, der 1982 in die Bundesrepublik übergesiedelt ist, hat über 100 Poetry Slams gewonnen und wurde zweimal Vizemeister der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften. Sein Werk Doktorspiele wurde verfilmt und lief 2014 erfolgreich in den deutschen Kinos. Er ist u. a. Gründer und Gastgeber des Science Kabaretts mit Frank Klötgen, Mitgründer und Gastgeber der Poetry Slam- und Lesebühne „Poetry & Parade“ – beides in der Seidlvilla in München. Außerdem ist er Gründer und Moderator des Poetry Slams und der Lach Lounge im UBO 9 in München-Aubing.
Sein letzter Roman heißt Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Němec, seine neuen Kabarettprogramme: Krapfen mit Kökölöres und Meine Angst vor natürlicher Intelligenz – ein Wissenschaftskabarett über künstliche Intelligenz und Hirnforschung. Für SciLogs des Spektrum der Wissenschaft schreibt er den Blog Gehirn & KI.
Dieses Buch habe ich mir in der Hoffnung auf eine lustige, leicht provokante Jugendgeschichte ausgeliehen. Was ich bekommen habe war ein nervtötender Teenager, der nur an das Eine denkt und sich unverschämt unhöflich ausdrückt. Beispiel gefällig?
"Kurz nach Omas Tod hatte Mama mich und meine zwei Jahre ältere Schwester Christine zu einer russischen Geisterheilerin getrieben. Wegen unseres Nasenblutens. Bei der Gelegenheit wollte Mutter sich bei der Alten was abgucken. Sie hatte vor, mit ein paar anderen Geschädigten für ein Gruppenseminar dort zu bleiben. Mich und Christine sollte mein Vater nach Hause fahren. Die fette ukrainische Blonde packte meine Hand, sagte "hmm..." und leckte mir den Zeigefinger ab. Das Gleiche bei Christine. Dann schüttelte die Olle den Kopf [...]" (S. 20)
Ich habe durchaus Verständnis dafür, wenn man seine Mutter für ein bisschen verrückt hält und alternativen Heilpraktiken nichts abgewinnen kann, aber das gibt niemandem das Recht so unverschämt über andere Menschen herzuziehen.
Wenn Protagonist Andi mal nicht am Ablästern ist, denkt er eigentlich wortwörtlich nur an "Mösen, Möpse, Pimmel" und das "Wichsen". Außerdem überschüttet der Autor den Leser mit Ausrufe-, Fragezeichen und nervigen "he?"s.
Um dem ganzen ein bisschen aktuellen Charme zu verleihen, wird auch Twilight mal wieder aus der Mottenkisten geholt und Vampir Edward zum eine Millionsten Mal durch den Kakao gezogen. Ich kann es nicht mehr hören!
Übrigens werden auch ernste Themen wie Homophobie oder häusliche Gewalt angeschnitten, aber leider nicht weiter verfolgt. Andis ältere Schwester wird beispielsweise von ihrem Mann geschlagen, aber die Familie scheint nicht wirklich etwas dagegen zu unternehmen, geschweige denn ihre Tochter sofort aus diesem Haushalt zu holen o.O
Vom Roman (und der Verfilmung) von „Doktorspiele“ habe ich viel gehört und wollte es schon lange lesen. Jetzt ist das Buch auch als E-Book vom dp Verlag erhältlich. Da das Hardcoverbuch nur 160 Seiten aufweist, ist es ein kurzes und kurzweiliges Lesevergnügen, auch für unterwegs. Von Jaromir Konecny habe ich mittlerweile schon einige Bücher gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben. Sein Schreibstil ist unverwechselbar und jedes Buch auf seine Weise einzigartig. „Herzslam“ konnte mich ebenso begeistern wie „Die unglaublichen Abenteuer des Migranten Nemec“ und bei der Krimiserie „Tote Tulpen“ und „Falsche Veilchen“ warte ich schon sehnsüchtig auf den bei der Erscheinung von „Falsche Veilchen“ angekündigten dritten Band.
Worum geht es jetzt aber im Buch „Doktorspiele“? Der 16-Jährige Andi hat es nicht leicht bei den Mädchen, noch schwerer wird es, weil sich seine Gedanken ständig um seinen Intimbereich drehen. Mit dem ehemals besten Freund hat er sich zerkracht, Mädchen gegenüber ist er schüchtern und nur beim Fußballspielen blüht er richtig auf. Auch zu Hause ist es schwierig – Geldsorgen, Arbeitslosigkeit des Vaters und eine schwierige Beziehung der Eltern zueinander setzen Andi zu. Außerdem kommt bald seine gleichaltrige Cousine zu Besuch, die er das letzte Mal vor 10 Jahren bei gegenseitigen Doktorspielen gesehen hat.
Beim Lesen musste ich an mehreren Stellen laut loslachen, so witzig und treffend waren einige Szenen beschrieben. Die Handlung ist, für die Kürze, gut. Obwohl über manche Charaktere gar nicht so viel geschrieben ist, hauchen ihnen die Dialoge so viel Leben ein, dass ich eine gute Vorstellung der Personen und der Umgebung bekommen habe, das Kopfkino war sofort aktiv. Meine Identifikationsfigur in dem Buch war Lilli, die ich wegen ihres Fachwissens und ihrer direkten Art sofort in mein Herz geschlossen habe.
Fazit: Wer das Buch bisher noch nicht gelesen hat, sollte es dringend nachholen. Gute Unterhaltung für Junge, Junggebliebene und alle, die mit Jugendlichen zu tun haben.
Andi ist sechzehn, die Hormone spielen verrückt und das Thema Sex steht im Fokus seiner Gedanken. Besonders auf Katja hat sein es sein Penis abgesehen, doch sie ist für ihn unerreichbar - so bleibt ihn nur das Wichsen und die Vorstellung wie sie.. alles mögliche mit ihm anstellt. Die Sache mit seinem Penis ist auch ein bisschen kompliziert, Andi ist nämlich schwer traumatisiert, da seine Cousine seinen Penis als klein bezeichnet hat, da war er neun. Seit dem ist er von Selbstzweifeln geplagt und diese lassen ihn eh ein bisschen untergehen bei den Mädels. Als er dann erfährt, dass ausgerechnet diese Cousine, Lilly, einen Teil der Ferien bei ihm verbringen wird will er ihr und vorallem auch sich beweisen, dass sein Penis gar nicht mehr so klein ist..
Gestaltung: Das Cover ist sehr schlicht gehalten und hauptsächlich der Titel sticht ordentlich hervor und der allein reicht vollkommen aus um die Zielgruppe neugierig zu machen oder zu beschämen, je nachdem, eventuell auch beides. :D
Meinung: Dass dieses Buch für junge Leser gedacht ist, war mir natürlich klar, dennoch gab es viele Empfehlungen auch von Lesern in meinem Alter und darüber hinaus, so dass ich schon gewisse Erwartungen an das Buch hatte, die allerdings nicht zu hoch angesiedelt waren - meiner Meinung nach. Natürlich muss man ein Buch anders betrachten wenn man eben nicht mehr der Zielgruppe entspricht, das gilt schon zu berücksichtigen, aber auch wenn ich das tue, dann schneidet dieses Buch bei mir einfach nicht gut ab.
Die ganze Geschichte ist plump und unglaublich flach, nicht frech, witzig oder gar mutig wie es schon über das Buch hieß. Andi ist ein unglaublich unsympathischer Junge der häufig dämlich daherkommt und natürlich ständig nur an Sex denkt, was natürlich durch das ganze Testosteron, dass durch seinen Körper rast gut begründet ist Ich bin kein Junge weshalb es natürlich nicht leicht für mich ist zu beurteilen wie "wahr" diese Verhaltensweise bei pubertierenden Jungen ist, aber auf mich wirkte es wie die typische, klischeehafte und vor allem übertriebende Darstellung wie es halt üblich ist. Nur wenig authentisch, aber ich mag mich irren, es ist nur das Gefühl was ich beim lesen immer hatte. (zu mal ich sicher auch schon in Kontakt mit pubertierenden Jungen war, die sich nie, nie so verhalten haben. ;) ) Ich hätte mir hier einfach ein bisschen weniger gewünscht, das käme besser.
Auch der Versuch die Sprache der Jugend anzupassen finde ich nicht gelungen, manche Erwachsene mögen es eventuell nicht glauben, aber auch Jugendliche können ganz normal reden. ;) Der Versuch wirkt einfach zu gewollt und zu zwanghaft, dass passt absolut nicht.
Generell ist mir das ganze Buch zu sehr mit Klischees gefüllt und gerade weil sich das Buch an junge Leser richtet finde ich das schade, man sollte denen früh genug zeigen, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern die Dinge differenziert zu betrachten sind.
Den Versuch das Thema Sex offen zu behandeln finde ich schon lobenswert und irgendwo auch wichtig, da es schon ein Thema ist das immernoch von Erwachsenen tabuisiert wird und gerade für junge Leute als "Gefahr" angesehen wird, aber leider ist die Umsetzung hier einfach schlecht.
Fazit: Ein Buch das außer dem Thema Sex nichts hermacht, kein Buch das ich empfehlen würde, auch nicht der eigentlichen Zielgruppe.
Der erste Satz Der Schnee lag auf den Schwarzwaldhügeln wie ein großer Doktorkittel.
Meine Meinung Jaromir Konecny erzählt in diesem Buch frech und provokativ die Geschichte des 16-jährigen Andis, der nur das im Kopf hat, was alle Jungs in seinem Alter im Kopf haben: Sex. Eigentlich beinhaltet die Geschichte überhaupt nicht viel Aktion bzw. Handlung, aber der Autor hat einen Weg gefunden einfühlsam und offen mit dem Thema Sexualität umzugehen und das gleicht die etwas zu kurz gekommene Handlung meistens aus. Ich spreche von "meistens", weil ich zwischendurch von dem Buch wirklich ein wenig gelangweilt war. Es gab Längen in der Geschichte, in denen eigentlich nichts passiert ist, außer dass der Protagonist sich mal wieder einen runtergeholt hat und dabei an die Doktorspiele mit der kleinen Lilli gedacht hat. Anfangs war ich persönlich etwas abgeschreckt von der doch sehr offenen und provokanten Jugendsprache, denn der Autor scheut sich nicht davor Wörter wie "Pimmel", "Möse" oder "wichsen" zu benutzen. Doch irgendwie passte gerade das zu dem Protagonisten und seiner Konzentration auf Sex. Gerade das hat für mich den Schreibstil realistisch und authentisch wirken lassen. Andi war für mich anfangs ziemlich anstrengend als Protagonist, da er wirklich rund um die Uhr nur an Sex denkt und daran wann und mit wem er sein erstes Mal erleben wird. Dennoch hatte er eine offene und ehrliche Art, die auf mich irgendwann sehr sympathisch und liebenswert gewirkt hat. Aber vor allem hat er auf mich authentisch gewirkt. Er ist nun mal 16 Jahre und ich würde fast vermuten, dass seine Gedankengänge bei 80% der Jungs in seinem Alter zu treffen. Die Nebencharaktere lernt man leider nicht so gut kennen. Das wär aber bei der Seitenanzahl auch fast nicht möglich. Dennoch hätte ich einige von ihnen gerne näher kennengelernt und ihre "Geschichte" erfahren. Der Titel ist in diesem Buch an der Tagesordnung und das Cover unterstreicht ihn perfekt.
Mein Fazit "Doktorspiele" von Jaromir Konecny ist ein freches, provokantes und ehrliches Buch, das das Thema Sexualität laut anspricht und damit einfühlsam umgeht. Trotz einiger Längen in der Geschichte und teilweise zu kurz kommender Handlung kann man das Buch ganz gut zwischendurch mal lesen
Ein wunderbares Buch. Ich habe wirklich sehr gelacht :D Es erzählt die Geschichte des 16-Jährigen Andi, der seit einer Begegnung vor rund 8 Jahren mit seiner Cousine Lilli, bei der er seinen "Pimmel" entblöste, nur noch an diese Begegnung denken kann und nur darüber nachdenken kann, ob sein "Pimmel" zu klein ist. Zu allem Überfluss kommt nächste Woche auch noch Lilli zu Besuch. Wie soll er sich ihr gegenüber nur verhalten? Sie hat schließlich seinen Penis gesehen. Katastrophe!! Denn schließlich stellt sich heraus, das Lilli mittlerweile eine ziemlich heiße Cousine ist... Andi schlittert von einer in die nächste Katastrophe...