Ein mysteriöses Medallion, eine mörderische Intrige und zwei Waisen, die sich durch das Leben kämpfen Vom finsteren Schwarzwald über das mediterrane Salerno in die mächtige Reichsstadt Regensburg
1325 in den Tiefen des Schwarzwalds: Der Waisenjunge Elias hat keine Erinnerung an seine Kindheit. Lediglich ein kupfernes Medaillon mit einer seltsamen Inschrift ist ihm geblieben. Als er versucht, das Geheimnis des Schmuckstückes zu lüften, stellt er fest, dass seine Vergangenheit so manche Gefahr zu bergen scheint – dennoch begibt er sich auf die riskante Suche nach der Wahrheit. Viele Jahre später trifft er in Regensburg auf die salernitanische Ärztin Abellita Montini, und plötzlich offenbart sich ein weiteres Detail von damals. Aber hinter dem Geheimnis des Medaillons sind auch andere her, und sie sind Elias dicht auf den Fersen. Bestürzt muss Elias erkennen, dass seine Widersacher auch vor Gewalt nicht zurückschrecken ...
Die Siegel des Todes ist ein richtig spannender historischer Roman mit vielen Facetten. Elias ist als Jugendlicher etwas widerfahren, an dem er gar keine Erinnerung hat: alle Erinnerung an seiner Kindheit sind verschwunden, als er von einem Bader im Schwarzwald aufgenommen wird. Obwohl der Bader ihm Brot und Unterkunft bietet, wird Elias auch arg misshandelt. Nur ein Medaillon ist ihm geblieben, das wohl einiges an Bedeutung mit sich trägt, denn immer wieder begegnet er Menschen, die hinter dem Medaillon her sind. Das Mädchen Ranghild hat ebenfalls ein traumatisches Erlebnis miterlebt: vor ihren Augen wurde ihre Mutter geschändet und ihren Vater ermordet, Haus und Heim wurden verbrannt. Ranghild ist es gelungen, den Übeltäter zu entkommen und wird aufgenommen von einer Heilerin, die Kräutergret. Aber sowohl bei Elias als Ranghild verlangt das Schicksal, dass sie weiterziehen. Ranghild kommt dabei an die Scuola Medica in Salerno, Elias schließt sich zunächst eine Gruppe fahrende Künstler an, später einen Händler aus Regensburg. Und irgendwann kommen sie zusammen. Das Buch ist gut recherchiert und schön zu lesen.
Meinung: Diese Geschichte hat mich wirklich absolut überzeugen können, dies liegt zum einen an dem überaus gelungenen Schreibstil des Autors, der zwar durchaus sehr ausführlich und manchmal auch langsam erzählte Stellen beinhaltet, jedoch nie langwierig ist. Gerade dies ist die Stärke des Buches, denn dadurch entsteht/en unheimlich viel Atmosphäre und detailreiche Charaktere, die dem Buch eine solche Tiefe und Bildhaftigkeit verleihen, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Ein herausragenden Talent eine Geschichte zu schreiben, die einen als Leser zu 100% packt und fesselt. Denn die Charaktere in diesem Buch sind so detailreich ausgearbeitet, mit liebevollen Einzelheiten versehen und sie lösen ebenso Bewunderung und Freude, als auch Unmut und Wut in einem als Leser aus. Diese minutiöse Genauigkeit und Liebe zu den Figuren, als auch der fesselnde und flüssige Schreibstil des Autors sind das wahre Highlight des Buches. Denn dieser ist für einen historischen Roman geradezu einem Pageturner gleich und verliert dabei in keiner Sekunde die Atmosphäre oder den Charme des Genres. Und dabei ist auch noch eine gehörige Portion Spannung enthalten, die im Stande ist jedem Spannungsroman den Rang abzulaufen.
1323 lebt der Waisenjunge Elias in den Tiefen des Schwarzwalds bei einem Abdecker, der ihm das Leben schwer macht. Elias hat keine Erinnerung an sein Leben bevor er zu seinem Brotgeber kam, lediglich ein kupfernes Medaillon mit einer seltsamen Inschrift ist ihm geblieben. Er versucht, das Geheimnis des Schmuckstückes zu lüften und begibt er sich auf die riskante Suche nach der Wahrheit...
Wer auf der Suche nach einem richtig schönen, dicken Historienschmöker ist, der sollte hier unbedingt zugreifen. Ich fand dieses Buch in vielerlei Hinsicht spannend, zum einen spielt die Geschichte in Teilen im Schwarzwald was mir wirklich gut gefallen hat, da dieser Ort mal etwas anderes ist und von der üblichen Norm abweicht. Ausserdem komme ich selbst gebürtig aus Baden-Württemberg und lese immer wieder gerne Romane aus meiner Heimat.
Das Buch ist teils detailverliebt und ausschweifend, aber dennoch fand ich die Geschichte immer auch mitreißend und lesenswert. Ich habe viel neues über die damalige Zeit kennen lernen dürfen und von Kräuterkunde, über das Leben im Kloster bishin zu damaliger Medizin darf man als Leser viel kennen lernen. Alles ist gut recherchiert und schön beschrieben.
Elias ist anfangs ein sehr naiver junger Mann, dessen Handlungen ich nicht immer nachvollziehen konnte. Aber er wächst über sich hinaus und wurde mir dann auch von Seite zu Seite sympathischer. Ausserdem lernt man im Buch ziemlich früh die Kräuterfrau Gret und ihre Gehilfin Ranghild kennen. Diese beiden waren mir von Beginn an sehr sympathisch und das Heilwissen hat mich faszinieren können. Ausserdem war die forsche Art von Gret humorvoll und man wusste manchmal als Leser nicht ob man sie besser schütteln sollte, wenn sie sich mit ihrem Mundwerk in Gefahr bringen könnte, oder doch lachen soll. Ranghild ist mir mit ihrer lieben Art ebenfalls schnell ans Herz gewachsen.
Das Buch steckt voll Rätsel, Spannung und auch Abenteuer, es reicht von Intrigen bishin zum allgemeinen Leben zur Zeit von 1323. Ich fand den Spannungsbogen gut gewählt, wurde bestens unterhalten und konnte sogar noch einiges über die damalige Zeit lernen. Da die Geschichte manchmal etwas ausschweifend wurde, und man manches hätte kürzen können, ziehe ich einen halben Stern ab.
Fazit: Schöner historischer Schmöker, den ich empfehlen kann.
Das Cover von "Die Siegel des Todes" zeigt eine Burg, betrachtet durch eine Brücke, welche hinter einem See in die Höhe ragt. Dieses Motiv wirkt direkt düster und mysteriös, so dass bereits im Buchumschlag eine gewisse Spannung zu finden ist.
Das Buch besteht aus zwei Handlungssträngen: zum einen verfolgen wir das Leben von Elias - einen Jungen, der nicht weiß, woher er kommt und wer genau er ist - zum anderen das von Ranghild, ein Mädchen, dessen Familie in ihrer Kindheit einem brutalen Anschlag zum Opfer gefallen ist. Besonders am Erzählstrang von Elias ist, dass dieser ein geheimnisvolles Medaillon mit einer lateinischen Inschrift besitzt, hinter dem finstere Gesellen her sind. Wir begleiten die Protagonisten über mehrere Jahre und lernen dabei einiges über verschiedene Schauorte - das mediterrane Salerno, den düsteren Schwarzwald sowie die Stadt Regensburg. Es gibt viele historische Details und auch Intrigen, welche einen immerfort in ihren Bann ziehen.
Elias und Ranghild sind gut gezeichnet und dem Leser direkt sympathisch. Man versucht mit ihnen gemeinsam, die Geheimnisse ihrer Vergangenheit zu lüften und gegen Ende des Buches gelingt dies auch. Die Handlung an sich ist weitestgehend sehr interessant und mitreißend, in meinen Augen jedoch manchmal etwas langatmig. Es ist auf jeden Fall ein Buch, welches man aufmerksam lesen muss, wenn man der Handlung korrekt folgen möchte.
Peter Orontes vermag es vortrefflich, die Sprache des 14. Jahrhunderts wiederzugeben. Es macht einfach Spaß, durch die Sprachgestaltung noch viel tiefer in das Buch abzutauchen, auch wenn dieser Schreibstil zunächst gewöhnungsbedürftig ist.
Alles in allem hat mir "Die Siegel des Todes" wirklich gut gefallen. Lediglich das Ende ist für mich nicht ganz rund, aber das ist schließlich auch Geschmackssache. Dennoch kann ich das Buch nur wärmstens weiterempfehlen, es lohnt sich!
++ 1325-1337 - - es ist gut geschrieben, aber für mich zu langatmig und ausschweifend
Das schöne Cover hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht und der Klappentext hat eine interessante Handlung angedeutet. Es geht um die beiden Hauptfiguren Ranghild und Elias. Ranghild flüchtet nach einem Überfall auf ihre Familie in die Wälder und landet bei einer Kräuterfrau, die sie ausbildet. Später führt sie ihr Schicksal nach Salerno in die medizinische Schule. Elias verbringt seine Jugend bei einem Schinder und hat keine Ahnung über seine Abstammung und Herkunft. Da ist nur eine Leere. Das Einzige was er besitzt ist ein Medaillon, mit einer Inschrift. Dieses Medaillon birgt ein Geheimnis und Elias muss sich öfters gegen windige Gesellen behaupten, die ihm nachstellen.
Obwohl ich historische Romane sehr gerne lese und auch oft dickere Exemplare, bin ich hier mit der Handlung nicht richtig warm geworden. Für mich waren die wechselnden Handlungsstränge und auch Zeitsprünge von 1-2 Jahren anstrengend, weil irgendwie kein Lesefluss entstanden ist. Ich musste mich immer wieder motivieren weiterzulesen.
Das Buch selber ist sprachlich wirklich gut geschrieben und ich konnte mir auch alles sehr gut vorstellen.
Wer eine breit angelegte Handlung mit vielen kleinen Episoden mag, hat hier wahrscheinlich schöne Lesestunden. Ich persönlich mag es lieber, wenn es eine Haupthandlung gibt, die mich fesselt.
Zwei Kinder wachsen nach einem schrecklichen Ereignis, das sie zu Waisen gemacht hat, getrennt von einander auf. Elias verliert sein Gedächtnis und verdient sein karges Brot bei einem Schinder der ihn schlecht behandelt, Ranghild kommt bei einer Kräuterfrau unter die ihr das Heilen beibringt . Dort geht es ihr gut doch das wird nicht von Dauer sein. Elias Weg führt ihn dann nach Freiburg und Ranghild kommt bis nach Solerno. Hinter Elias sind Männer her die sein Medaillon haben wollen. Das Medaillon ist das einzige was er aus seiner Vergangenheit besitzt aber er weiß nicht was es bedeutet. ---- Vor einigen Jahren habe ich das Buch " Der Seelenhändler" von Peter Orontes gelesen was mir sehr gut gefallen hat . Deswegen habe ich diese Buch gekauft und bin auch wieder begeistert. Zwar hat das Buch einige Längen aber das ist auch dadurch geschuldet das alles sehr gut beschrieben wird, z.B die Landschaften oder die Städte, dadurch kann man sich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen. Die Vermischung von Realität und Fiktion hat hier super geklappt. Tolles Buch!
Das Cover mit dem großen Schriftzug konnte sofort meine Aufmerksamkeit wecken und ich habe mich sehr auf einen dicken, historischen Schmöker gefreut. Der Autor nimmt uns mit ins 14. Jahrhundert in den Schwarzwald. Der Waisenjunge Elias hat es nicht leicht mit der Arbeit bei dem sadistischen Abdecker. Lediglich ein kupfernes Medaillon ist ihm aus seinem früheren Leben geblieben. Daran erinnert er sich allerdings nicht, denn der Abdecker Herrlinger hat ihn nach einem Schlag auf den Kopf im Wald gefunden, ohne Gedächtnis. Doch zum Glück gelingt Elias die Flucht und er kommt nach Regensburg. Die zweite Erzählebene handelt von Ragnhild, die ebenfalls ihre Eltern verloren hat, aber mit der Ärztin Ärztin Abellita Montini nach Salerno reist, wo schon im Mittelalter Frauen ein Medizinstudium absolvieren konnten und durften. Ein Roman, dem an manch einer Stelle eine Kürzung gut getan hätte, aber insgesamt gesehen hat er mir gut gefallen.
Zum Inhalt: Der Waisenjunge Elias hat keine Erinnerungen an die Kindheit, nur ein Medaillon ist ihm geblieben. Auch die junge Ranghild steht allein da bis sie auf Gret trifft, die sie in Kräuterkunde unterrichtet. Beide gehen ihren Weg, bis sie irgendwann aufeinandertreffen und sich ein Geheimnis offenbart. Doch die Widersacher scheuen keine Gewalt. Meine Meinung: Was für ein wirklich toller historischer Roman. In zwei Erzählsträngen begleiten wir die Protagonisten Ranghild und Elias. Man ahnt zwar, dass die Beiden irgendwie und irgendwann aufeinandertreffen werden, aber dass da eben noch mehr ist, habe ich nicht so kommen sehen. Das Setting wirkte sehr authentisch beschrieben, die Geschichte gut erzählt mit einem guten Schreibstil, der dieses umfangreiche Werk trotzdem schnell lesbar macht. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Fazit: Tolles Buch
Schön recherchiert und spannend geschrieben. Interessante, wenn bei einigen Nebenfiguren manchmal etwas eindimensionale Charaktere. Schöne Geschichte. Mich hat aber irgendwie die ganze Zeit das Gefühl begleitet, dass bei vielem "mehr drin gewesen wäre". Es gab tolle Konstellationen und Nebenplots, die irgendwie nicht ausgenutzt wurden... Alles in allem aber ein sehr schöner, entspannter Historien Schmöker.