A philosophical investigation into the connections between trust and violenceThe limiting of violence through state powers is one of the central projects of the modern age. Why then have recent centuries been so bloody? In Trust and Violence , acclaimed German intellectual and public figure Jan Philipp Reemtsma demonstrates that the aim of decreasing and deterring violence has gone hand in hand with the misleading idea that violence is abnormal and beyond comprehension. We would be far better off, Reemtsma argues, if we acknowledged the disturbing fact that violence is normal. At the same time, Reemtsma contends that violence cannot be fully understood without delving into the concept of trust. Not in violence, but in trust, rests the foundation of true power.Reemtsma makes his case with a wide-ranging history of ideas about violence, from ancient philosophy through Shakespeare and Schiller to Michel Foucault, and by considering specific cases of extreme violence from medieval torture to the Holocaust and beyond. In the midst of this gloomy account of human tendencies, Reemtsma shrewdly observes that even dictators have to sleep at night and cannot rely on violence alone to ensure their safety. These authoritarian leaders must trust others while, by means other than violence, they must convince others to trust them. The history of violence is therefore a history of the peculiar relationship between violence and trust, and a recognition of trust's crucial place in humanity.A broad and insightful book that touches on philosophy, sociology, and political theory, Trust and Violence sheds new, and at times disquieting, light on two integral aspects of our society.
Jan Philipp Reemtsma ist der Sohn des Zigarettenfabrikanten Philipp Fürchtegott Reemtsma und dessen zweiter Ehefrau Gertrud, geb. Zülch (1916–1996), einer Tochter des früheren Oberbürgermeisters von Allenstein, Georg Zülch. Er wuchs im Hamburger Stadtteil Blankenese auf und besuchte das Gymnasium Christianeum in Othmarschen. Nach dem Abitur studierte Reemtsma Literaturwissenschaft und Philosophie an der Universität Hamburg. Dort promovierte er 1993 zum Dr. phil.[1] In seiner Dissertation „Das Buch vom Ich“ befasste er sich mit Christoph Martin Wielands Briefroman Aristipp und einige seiner Zeitgenossen.[2]
Nach Vollendung des 26. Lebensjahres durfte Reemtsma laut Testament seines Vaters über sein Erbe verfügen. Seine Anteile an den Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH verkaufte er 1980 an Tchibo; seither hat er keine Verbindungen mehr zur Firma. Mit einem Vermögen von 700 Millionen Euro zählt ihn das Manager Magazin zu den 150 reichsten Deutschen.
Am 25. März 1996 wurde Reemtsma Opfer einer Entführung, an der vier Männer beteiligt waren. Gegen Zahlung von 30 Millionen DM Lösegeld ließen sie ihn am 26 April frei. Seine Verschleppung, Gefangenschaft und Befreiung schildert und reflektiert er in einem Buch mit dem Titel Im Keller, erschienen 1997. Von ihm beauftragte Ermittler halfen entscheidend dabei, den Drahtzieher der Entführung in Südamerika ausfindig zu machen und so der deutschen Strafjustiz zuzuführen. Auch die drei Mittäter wurden gestellt und zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.
Reemtsma widmet sich persönlich der Literatur und Wissenschaft und ist ein Mäzen für kulturelle, wissenschaftliche und politische Initiativen.
Reemtsma proposes attitudinal solutions rather than structural solutions to coping with violence in modernity. Dumb argument. Awkwardly blind to the violence inherent in modernity's colonialism.
Immer mal wieder taucht eine Perle auf, in diesem ziemlich mäandernden und leider auch viel mit Latein und Shakespeare sich hervortuenden Text.
Z.B. bei der Interpretation von Tiecks "Bischof von Arras", wo Reemtsma zeigt, wie es sein kann, dass ein irrer Fanatiker eine ganze Stadt unter seine Fuchtel bekommen und seine Verbrechen ungestört begehen kann. Ansonsten sehr deutlich das Denken eines privilegierten weißen Mannes, der nicht im Traum daran denkt zu überlegen, ob ihn seine Privilegien nicht blind machen. Die Passage über " raptive Gewalt " war ein Meisterstück an arroganter Ignoranz dessen, was sie wirklich ist, um ja nicht irgendwelchen Feministinnen recht geben zu müssen, mit "not all men" zwischen JEDER Zeile. Davon abgesehen kommt Kindesmissbrauch schlicht nicht vor. Ihn mitzudenken hätte Reemtsma vor einigen unsinnigen Behauptungen / Thesen bewahren können.
Alles in allem hat mich die ganze Haltung einfach immer wieder sehr irritiert. Aber ich nehme an, das eine oder andere Interessante habe ich verpasst, indem ich es irgendwann entnervt weggelegt habe.
...eh? Eigentlich ohne Uni-Begleitseminar nahezu unverständlich. Müsste man 3x lesen um Reemstma zu folgen. Die Punkte, die er anbringt, sind aber äußerst gut.