Cornelius Mora, ein kleiner Ladenbesitzer, ist tot. Er hängt gefesselt und blutig an einem Kreuz. Das Kreuz steht im Hinterzimmer eines kleinen Klubs in der Vorstadt, der für einschlägige Praktiken wohlbekannt ist. Polonius Fischer, Hauptkommissar bei der Münchner Mordkommission, steht vor seinem zweiten Fall und der Frage: Handelt es sich hier wirklich nur um einen Unfall? Wieder lotet Friedrich Ani die schmalen Grenzen aus, die den durchschnittlichen Alltag von einem ständig drohenden Schrecken trennen.
Friedrich Ani, 1959 in Kochel am See geboren, lebt heute als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in München. Neben Kriminalromanen schreibt er Lyrik, Erzählungen, Jugendromane und Drehbücher. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen u. a. den Tukan-Preis und dreimal den Deutschen Krimipreis.
Vier Tote, eine Entführung und wie die verschiedenen Personen eines Häuserblocks darin verwickelt sind. Eigentlich ein interessanter Plot, aber die Schilderungen des Milieus (Bordell, Nachbarschaftspolizisten, Frührentner) sind nicht sonderlich gelungen. Die Personen bleiben zu blaß, Spannung kommt nicht wirklich auf. Dass der Kommissar ehemaliger Mönch ist, wird erwähnt, spielt aber keine Rolle und ist auch kein Sprungbrett für irgendetwas. Das Thema Kamerüberwachung wird laufend angesprochen und soll wohl, siehe Titel, ein übergreifendes Thema, eine tiefere Moral ergeben.