In Tanger, der dunkelsten und geheimnisvollsten Stadt des Maghreb, beginnt eine achttausend Kilometer lange Reise den dunklen Kontinent hinab. Die Westsahara, Mauretanien und Mali mit dem sagenumwobenen Timbuktu sind die ersten Stationen, reich an faszinierenden Erlebnissen, aber auch voller Hindernisse und Gefahren. Die Fahrt in Zonen, vor deren Besuch alle Botschaften warnen, entwickelt sich bald zum Abenteuer, das ohne Glück, Mut und Schmiergeld nicht zu überleben ist.
Altmann war Dressman, Schauspieler am Residenztheater München und am Schauspielhaus Wien, Jura- und Psychologiestudent, Gärtner, Taxifahrer, Privatchauffeur, Spüler, Kellner, Anlageberater, Straßenarbeiter. Er lebt heute als Auslandsreporter und Reiseschriftsteller in Paris. Unter anderem ist er ohne Geld von Berlin nach Paris gelaufen (34 Tage, 33 Nächte), durch Indien (Notbremse nicht zu früh ziehen) und durch Südostasien (Der Preis der Leichtigkeit) gereist. Zudem hat er Storys aus der weiten wilden Welt unter dem Titel Getrieben vorgelegt. Er war unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile (Reise durch einen einsamen Kontinent).
Ernsthaft? Also ich bin regelmäßig mit den Zähnen am knirschen gewesen bei Sätzen wie: Ich bin froh als wir weiter fahren. Die Schöne (Frau) war bedrückend. So aussehen und da leben müssen. Wäre die Frau nicht schön gewesen, wäre ihr Elend einfacher zu ertragen gewesen??? oder Dinge wie (im Bus sitzend): (...) phantasiere ich von weißem Mercedes und schwarzem Chauffeur. Alles in allem wirkt der Autor recht pompös und scheint sich gerne selber darzustellen. Es ist auch recht schäbig, seinen eigenen (sexuellen) Vorteil aus veramten Frauen zu ziehen mit der Bemerkung sie hätte im schließlich ihre "Freundschaft angeboten". Als Afrika-Liebhaber tut man sich mit diesem Buch sicher keinen Gefallen. Sehr gute Darstellung der Überlegenheit des weißen Mannes
Interessant, aber man sollte sich bewusst sein, dass das Buch 1996 erschienen ist als political correctness noch kein Thema war und der Autor offen seine persönliche Meinung zu einigen Themen schreibt.
Schönes, eindringliches und im besten Sinne kompaktes Buch über eine Reise durch Afrika. Besonders gut gefallen hat mir, dass Altmann stets betont, dass er den schwarzen Kontinent trotz vieler Reisen immer noch nicht begreifen kann, sondern stets aufs Neue von seinen Widersprüchlichkeiten abgestoßen und von seiner Menschlichkeit angezogen wird. Obwohl ich ein Fan von kurzer und knapper Reiseliteratur bin, die sich auf das Wesentliche beschränkt, war mir dieses Buch mit seinen gut 120 Seiten fast etwas zu dünn - es gab viele Orte der Reise, an denen ich im Geist gern etwas länger verweilt wäre und mehr gehört hätte. Aber besser so als zu ausschweifend. Altmann kann auf jeden Fall schreiben und berichtet sehr ungekünstelt von seinen Erfahrungen und dem, was eine Reise mit dem Reisenden anstellen kann. Tolles Buch!