Auch wenn die Liebe noch frisch und die Kinderschar überschaubar ist – im Alltag junger Paare ist die Verkettung unglücklicher Zustände der Regelfall. "Sie treten in eine Art Diensthabendes System ein, gegen das sich der offizielle Anspannungsgrad der Nato-Luftraumüberwachung wie eine gottverdammte Kifferrunde ausnimmt", tröstet der Autor. Als mittelgroßer Mann erklärt er Ihnen die mittelgroßen Probleme dieser Welt. Stefan Schwarz weiß, wovon er redet. Selbst verheiratet und Vater von zwei Kindern, hat er ausreichend Gelegenheit, die erstaunlichen Irritationen im Familienleben eingehend zu studieren. Dieses Buch ist dem stillen, dafür endlosem Heldentum der Eltern gewidmet. Es macht viel klüger als Ratgeber. Und vor allem mehr Spaß. Man kann nicht zuletzt lernen, wie man wenigstens lässig rüberkommt, wenn man wieder alles falsch gemacht hat.
Ich verneige mich vor dem Wortwitz von Stefan Schwarz. Er spielt wunderbar auf der Tastatur ‚Deutsch‘. Er versteht es humorvolles Kopfkino heraufzubeschwören in alltäglichen Situationen. Allein sein Schreibstil wird mich dazu bringen immer und immer wieder zu seinen Büchern zu greifen, denn sein Humor trifft genau den meinen. Was ein wenig blass bleibt ist das Buch an sich. Die Trollprinzesssin, der Strammhalter und seine Ehefrau bleiben vage Gestalten und die Kolumnen plätschern an der Oberfläche.
Positiv: - Enormer Wortwitz - Meister der Formulierungen
Neutral: - Die Kolumnen eignen sich wunderbar als Strand- oder Bahnlektüre
Negativ: - Die Trollprinzessin, der Stammhalter und die Ehefrau bleiben immer etwas blass - Sehr oberflächlich
Fazit: Das Buch muss man sicher nicht gelesen haben, aber es eignet sich wunderbar als amüsante Lektüre für den Strand und für z.B. Busfahrten zur Arbeit. Mich jedenfalls konnte der Schreibstil restlos überzeugen.
Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, gekauft hätte ich es mir nie. Der Schreibstil war einfach zu gewollt witzig, mich hat es irgendwann nur genervt.