Kastraten und Diven prägen seine Welt, aber auch Philosophen, die über der Frage, ob man die Oper verbieten soll, zu Erzfeinden werden. Dieses mitreißende Buch über Georg Friedrich Händel erzählt, wie ein aus Sachsen stammender Protestant in Italien zu einem furiosen Komponisten der Gegenreformation wird. Dabei wird deutlich, dass Musik nie nur Musik ist, sondern sich ganze Weltbilder in ihr spiegeln.Dieser groß angelegte Essay widmet sich einem Musiker, dessen Opern lange vergessen waren und der heute neu entdeckt wird.
Karl-Heinz Ott wurde 1957 in Ehingen bei Ulm geboren. Er besuchte ein katholisches Internat und studierte Philosophie, Germanistik und Musikwissenschaft. Anschließend arbeitete er als Dramaturg in Freiburg, Basel und Zürich. 1998 erschien sein Romandebüt "Ins Offene", das mit dem Förderpreis des Hölderlin-Preises und dem Thaddäus-Troll-Preis ausgezeichnet wurde.