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Serienmörder In Deutschland

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Mit Beiträgen der profundesten Kenner unter anderem aus Kriminologie und Gerichtsmedizin wie Gunther Geserick oder Stephan Harbort

Statistisch betrachtet leben in Europa die Deutschen am gefährlichsten, abgesehen von ihren britischen Nachbarn, denn dort gehen die meisten Serienmörder um. Lediglich zehn Prozent der Täter sind Frauen. Sexueller Sadismus, Kannibalismus oder Pyromanie sind beim "schwachen" Geschlecht kaum zu finden. Als Domänen der Frauen gelten Morde aus Rache oder falsch verstandener Barmherzigkeit, wie der Fall des "Todesengels in Weiß" zeigt. Der Arzt Sigmund Rascher (1939-1944) hingegen gilt als Veranlagungsmörder. Ein Mensch dieser "Kategorie" tötet aus den unterschiedlichsten Motiven. Wenn er beispielsweise nach sexueller Befriedigung sucht, bringt er eine Frau um, braucht er Geld, nimmt er es sich mit Waffengewalt. Im Fall "Ein Arzt als Serienkiller" führte Dr. Rascher zusammen mit anderen Ärzten Unterdruck- und Unterkühlungsversuche an Häftlingen im KZ Dachau durch.

Klassifiziert nach Sexual-, Raub-, Beziehungs-, Gesinnungs- und Veranlagungsmörder analysieren die Autoren, darunter Hans Pfeiffer und Gerichtsmediziner wie Gunther Geserick oder Kriminalisten wie Stephan Harbort, einige der schrecklichsten deutschen Serienmordfälle, deren brutale Verbrechen bis in die jüngste Vergangenheit reichen. Von Adolf Seefeldt über Ilse Metzner und Rada bis zum Berliner S-Bahn-Mörder.

192 pages, Hardcover

First published January 1, 2005

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31 reviews
January 11, 2015
Deutschland hat nach den Briten die zweithöchste Serienmörderrate in Europa. Der vorliegende Band beinhaltet eine recht interessante Zusammenstellung von Artikeln verschiedener Autoren zu folgenden Klassifizierungen: Sexualmörder, Raubmörder, Beziehungsmörder, Gesinnungsmörder und Veranlagungsmörder. Den Artikeln voran gehen jeweils eine kurze Definition und Zusammenfassung des jeweiligen Begriffes und wie er sich von den anderen Straftaten unterscheidet. Zu jeder Serienmörderkategorie haben die Autoren jeweils zwei Beispielfälle zugeordnet, die vertieft und aufgeklärt werden, wobei sich ein Großteil dieser Fälle in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts abspielte. Der neueste Fall behandelt einen Bericht aus dem Jahr 1992.

Durch die vielen verschiedenen Fälle und auch den unterschiedlichen Kategorien der Morde bleibt das Buch stets abwechslungsreich, auch wenn es natürlich einige Fälle gab, die spannender waren als die restlichen. Für Interessenten dieses Themas ist das Buch eine nette Ergänzung, kommt jedoch nicht an die Ausführlichkeit und psychologische Tiefe vieler anderer Vertreter dieses Genres heran. Als Überblick etwas älterer Verbrechen jedoch ist es ganz nützlich und wenn man auf weiteres Vertiefen der Hintergrundgeschichte und Definitionen verzichten kann, bekommt man für den Preis ein ganz ordentliches Buch, mehr allerdings auch nicht.
Profile Image for Klaus Metzger.
Author 88 books12 followers
April 15, 2015
Bezüglich der Anzahl der Serienmörder sagt die Statistik für Europa, dass diese in Großbritannien am häufigsten vorkommen. Danach folgt bereits Deutschland. Ich denke, das ist ein sehr trauriges Kapitel, auf das wir nicht Stolz sein können.
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