Carmen Rohrbach taucht ein in die atemberaubende Naturschönheit Namibias und das Leben seiner gastfreundlichen Bewohner. Einfühlsam spürt sie dem Erbe der Kolonialzeit nach, forschend widmet sie sich der faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Das facettenreiche Porträt eines Landes, das sich auch als begehrtes Reiseland seine Unberührtheit bewahrt hat.
Sehr anschaulicher Reisebericht einer Biologin, die mit dem Zelt durch Namibia reist. Sie beschreibt landschaftliche Besonderheiten sowie Tier- und Pflanzenwelt, ihre Begegnungen mit Einheimischen und anderen Reisenden und lässt auch Rückblicke zur Geschichte des Landes anklingen. Dabei gibt sie die Meinungen der Menschen, mit denen sie spricht, ohne Wertung wieder, macht jedoch auch ihre eigenen Gedanken zu bestimmten Entwicklungen deutlich. Alles in allem schafft sie es, den Charakter des Landes sehr genau zu treffen. Ich war selbst erst in Namibia und habe mich durch das Buch sofort dorthin zurückversetzt gefühlt. Das Ganze ist aber kein Sachbuch, sondern ein Reisebericht, daher empfehlenswert für alle, die nicht nur nach trockenen Fakten suchen, sondern etwas über das Land aus dem Blickwinkel einer Reisenden erfahren wollen.