An der Philosophie des Geistes scheiden sich die Geister. Die Auseinandersetzung um das Verhältnis von Gehirn und Bewusstsein beschäftigt Philosophen und empirische Wissenschaftler seit Jahrhunderten. Entsprechend unübersichtlich ist die Diskussionslage. Michael Pauen gibt eine systematische, problemorientierte Darstellung der wichtigsten Positionen, Debatten und Argumente der letzten Jahrzehnte und unterscheidet dabei auch zwischen aussichtsreichen und weniger aussichtsreichen Vorschlägen. Berücksichtigt werden außerdem die Ergebnisse der empirischen Forschung sowie die möglichen Konsequenzen für unser Selbstverständnis als bewusste, frei handelnde Subjekte.Michael Pauen, Jahrgang 1956, ist Professor für Philosophie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Philosophie des Geistes, zum Verhältnis von Neurowissenschaften und Philosophie sowie zu den anthropologischen Konsequenzen der Hirnforschung. Im Fischer Taschenbuch Verlag liegt "Einführung in die Philosophie des Geistes".
Michael Pauens "Grundprobleme der Philosophie des Geistes" bietet einen zum großen Teil recht gut verständlichen und interessanten Überblick über die gegenwärtig wie auch früher populären Theorien und Versuche die Menschliche Psyche sowie das Bewusstsein zu deuten und zu erklären. Egal ob Funktionalismen oder Identitätstheorien, Monismen oder Dualismen, "Inverted Spektrum" oder "Qualia", die einzelnen Theorien und Begriffe werden von Pauen auf ihren grundlegenden Charakteristiken hin beschrieben und ihre jeweiligen Schwächen und Stärken werden dargelegt und historisch eingeordnet. Pauen selbst argumentiert hierbei auf der Basis eines Materialismus. Wer eine gute Einführung in das Themengebiet der Philosophie des Geistes und des Bewusstseins sucht ist hiermit bestens bedient