Da ist schon etwas Rollen haben sich verändert, Klischees wurden beerdigt, neue geboren. Der Kampf der Geschlechter scheint mit der Geburt von „Susi“, jenem männlichen Wesen, das seine weibliche Seite entdeckt hat, vorübergehend ein Ende gefunden zu haben. ist ,frau` mit dem Ergebnis zufrieden, haben wir uns diesen Typ Mann, den Metrosexuellen, wirklich gewünscht? Es ist eines jener Bücher, das man mit Augenzwinkern und viel humorvoller Neugierde liest, in der stillen Hoffnung, die Autorin möge nicht alles so gemeint wie geschrieben haben. Ein Buch, das kurzweilig, sehr amüsant und geradezu witzig ist, stets zum dezenten und pointierten Übertreiben neigt, aber auch ein Buch, in dem das eine oder andere Körnchen Wahrheit zu finden ist. „Echte Männer müssen keine Angst haben, sie werden immer gebraucht.“ meint die Autorin plakativ und scheut nicht davor zurück, deutlich, drastisch und fast dramatisch die neue ,Züchtung Mann` zu begutachten. „Die arme Susi wurde nämlich, meist von ihrer hennarot gefärbten, Bh- verweigernden Mutter, bei Vollmond und Tee zu einer Lusche erzogen“. Vom „richtigen Mann“ also weit entfernt. Wie mit dem Vergrößerungsglas durchforstet die wortgewandte Journalistin alle Bereiche des alltäglichen Essen, Autos, Arbeit, Alkohol, Sport, Kleidung, Körperpflege oder die Liebe. Natürlich wird schnell klar, dass auf Klischees, die zweifellos Klischees sind, ebenso mit Klischees geantwortet wird, aber das macht ja schließlich den Reiz der mit scharfer Zunge geführten Geschlechterdebatte aus! Das macht an, piekst und trifft empfindsame Stellen! Das schafft auf jeden Fall Zündstoff für lebhafte Diskussionen! Männer werden an der Lektüre ihre wahre Freude haben, werden sich in tiefster Seele verstanden wissen. „Ein Mann sollte ...viel natürliche Männlichkeit ausstrahlen...Das geht nur, wenn seine Hände nicht manikürter sind als ihre...und ihre Macht nicht größer ist als seine.“ --Barbara Wegmann
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