Ludwig Fels, der aus einer kleinbürgerlichen Familie stammt und ohne Vater aufwuchs, begann nach dem Besuch der Volksschule eine Malerlehre, die er jedoch vorzeitig abbrach. Ab 1964 war er in verschiedenen Hilfs- und Gelegenheitsjobs tätig, u. a. als Arbeiter in einer Brauerei, Maschinist sowie Stanzer. 1970 zog er nach Nürnberg, wo er als Packer in einer Halbleiterfabrik arbeitete. Er war kurzzeitig Mitglied im „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“. Seit 1973 ist Fels freier Schriftsteller, und seit 1981 Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland. Im Jahr 1983 verlegte er seinen Wohnsitz nach Wien. Neben erzählenden Werken und Lyrik hat er auch Theaterstücke und Hörspiele verfasst.
In jüngeren Jahren verstand sich Fels als „Arbeiterschriftsteller“, ohne dass er sich einer bestimmten ideologischen Richtung hätte zurechnen lassen. Seine aggressive, sprachgewaltige Prosa und Lyrik war vielmehr bestimmt von Wut und Zorn über Unterdrückung in jeglicher Form sowie Strukturen der Unterdrückung bestimmter Schichten der Gesellschaft. Die Bezeichnung "Arbeiterschriftsteller" lehnt Ludwig Fels für sich inzwischen ab.